Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

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Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

Beitragvon eumel6 » 20.05.2015 23:53

Hallo,

damit es 2015 nicht nur Berichte über Welse gibt, werde ich versuchen, ein bisschen über die Nachzucht von Fundulopanchax scheeli zu berichten. Dabei gibt es 2 Hauptmethoden: intensiv und extensiv. Intensiv bedeutet, dass ich gesondert ein Zuchtpärchen ansetze und dann kontrolliert die Eier erbrüte.

Intensive Methode
Sehen wir uns mal die intensive Methode an.
Christian hatte sich ja hier auch-bei-den-kap-lopez-hat-es-endlich-geklappt-t1288.html bereits an der Nachzucht eines Killis versucht. Seine Methodik war nicht so toll und das Ergebnis nicht so überzeugend. Ich werde versuchen, die Unterschiede darzustellen und wo die Probleme liegen.

Erst einmal zur Einstimmung ein Blick von oben in das Ansatzbecken.

Bild

Ich hoffe, dass keiner einen Schock bekommt, wie nüchtern das Becken aussieht.

gruß jo



Becken und Beckeneinrichtung

Mein Standardansatzbecken hat die Abmessungen 40x25x25. Es ist ein uraltes, ausgemustertes Becken, wo im oberen Bereich die Nähte undichtgeworden sind. Aus diesem Grund beträgt die Füllhöhe nur 10-15cm. Wesentlich wichtiger ist die Grundfläche, die man nicht unendlich nach unten treiben kann. In Becken, wo zb Trauermantelsalmler gelaicht haben, bin ich mit Fundulopanchax gardneri nicht klar gekommen. Im Fall der Kap Lopez dürften sich die 30x20x20 von Christian an der unteren Grenze bewegt haben.

Keinen Sprudelstein - irgendwie halte ich den für kontraproduktiv, zumindest irgendwelche Strömungen im Aquarium.(aber wieder das Problem der Beweisführung) Filter auch als HMF ist nicht. Hm was soll bei 2 Kerlchen im Aquarium großartig gefiltert werden? Mein Killispezie im Verein ist zur Erkenntnis gekommen, dass er den HMF eigentlich auch nicht braucht.
Fehlanzeige beim Bodengrund. Die Tiere sind Haftlaicher(Beweisführung auch hier nicht so top, aber dann würden die Eier nicht im Laichmop hängen sondern unten rumliegen) und sollen nicht in den Bodengrund laichen. Licht brauchen sie nicht extra - hell genug im Raum und auch keine Heizung. Ich muss mal die Raumtemperatur durchmessen. Früher bin ich mal von einer Mindesttemperatur von 22°C für die Eier ausgegangen.

Laichmop
Der Laichmop ist das wichtigste Einrichtungsteil und eigentlich auch das einzigste.
geht weiter
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Re: Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

Beitragvon eumel6 » 22.05.2015 21:55

Der Laichmop

In grauer Vorzeit habe ich auch mit Laichwolle gearbeitet als Ablaichsubstrat. Davon bin ich bei meinen Killis weg.
Einmal hat der Laichmob eine doppelte Funktion
- Ablaichsubstrat
- Unterschlupf und Deckungsraum

Ich glaube, dass es offensichtlich ist, dass Christians Laichmob aufgrund seiner Dichte der zweiten Funktion nicht gerecht wird. Er ist einfach zu dicht. Auch für das Ablaichen wird er zu dicht. Können die Tiere in ihn eindringen und dazwischen laichen?
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Re: Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

Beitragvon TuroM » 23.05.2015 17:18

ich nutze für meine Makurdas einfach schwimmende Algen...das klappt wunderbar!

Gruß Dirk
540l Wohnzimmer-Gesellschaftsbecken,offen...LED-Beleuchtet
240l Gesellschaftsbecken mit Sumatrabarben-Gruppe
Lebendgebärenden-Regal mit momentan 14 Becken zwischen 54l bis 112l (vorwiegend Goodeiden)

Gruß Dirk
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Re: Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

Beitragvon eumel6 » 23.05.2015 18:53

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Re: Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

Beitragvon eumel6 » 30.05.2015 20:15

Hi,

die Anfertigung eines Laichmops werde ich in einem gesonderten Thread darstellen. Ich habe heute blaue Wolle erstanden, War das vielleicht ein Gesuche und dann leider nur in blau.
Ich arbeite mit mehreren Laichmops. Meine Beobachtung ist, dass jedes Tier eines Pärchen sich in einem Laichmop versteckt und von dortaus operiert. Gelaicht wird nicht nur an einem Platz und in einem Laichmop!
Bilder sind ja das Fleisch in der Suppe.
Hier mal ein Weibchen von Fundulopanchax scheeli.

Bild
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Re: Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

Beitragvon eumel6 » 08.06.2015 23:04

Vielleicht sollte man einen größeren Raum über die intensive Zucht spannen und das Ganze in 3 Phasen teilen

Phase 1 Beckeneinrichtung und Konditionierung der Zuchttiere
Phase 2 Erbrütung des Laiches
Phase 3 Hochpäppeln der Larven und Jungfische

Phase 1 Beckeneinrichtung und Konditionierung der Zuchttiere
- Beckeneinrichtung
- Thema Laichmop
- Konditionierung der Zuchttiere
- Zuchtwasser

Konditionierung der Zuchttiere
Ich betreibe auf dem Gebiet keinen besonderen Aufwand. Standardfutter sind gefrostete rote Mülas. Ab Frühjahr als Verstärkung lebende Wasserflöhe und was beim Tümpeln anfällt(vorrangig Cyclops). Unter Umständen ein paar lebende schwarze Mülas und Lasius niger, die mir in die Hände fallen.
Die Zuchttiere trenne ich nicht extra und halte sie gesondert. Ist zwar intensive Zucht aber keine Hochleistungs-Mengen-Produktion. Mein scheeli-Stamm macht dort keine Probleme, die gesonderte Anstregungen nötig machen würden.
Bild
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Re: Zucht von Killis am Beispiel von F. scheeli

Beitragvon eumel6 » 08.11.2015 20:34

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