Wasserlinsen als Zeiger

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Re: Wasserlinsen als Zeiger

Beitragvon Blaubeerblau1 » 06.02.2018 20:28

Ohne die Absicht einer Verunsicherung möchte ich kurz meine Erfahrungen mit der Wasserlinse hier reinschreiben. Als Indikator- oder Zeigerpflanze habe ich die nie wahrgenommen. Im Gegenteil. Bevor die Wasserlinsen die in den hier gezeigten Bildern dargestellten Mangelerscheinungen bekommen hatten, sind vorher andere Pflanzen wie Rotala-Arten und auch E. tenellus sowie eine weitere schnell wachsende Schwimmpflanze, hier Ceratopteris cornuta (Hornfarn), in optisch sichtbare Mangelsymptome gekommen. Linsen ziehen bekanntlich Nitrat und Phosphat weg. Beides sind wichtige Makronährstoffe für die Pflanzen in den Etagen unterhalb. Insofern muss man das mit Zeiger oder nicht (für welche Nährstoffe ?) differenziert sehen. Zudem haben die Wasserlinsen Licht abgehalten und bei nicht ausreichender Umwälzung behinderten diese auch den Gasaustausch.

Um zu Beginn des Hobbys "Aquarium" dieses in Sachen Düngung/Pflanzenwuchs nicht all zu kompliziert werden zu lassen, sollte man anfangs und ohne Erfahrung einen Eisenvolldünger verwenden der stark chelatiert ist. Somit reicht eine wöchentliche Düngerzugabe über die Wassersäule. Täglich 1/7 der wöchentlichen Menge wäre auch möglich. Damit wird weitestgehend gewährleistet, dass sich das Eisen mit anderen Elementen zu schnell ins Unlösliche verabschiedet. Den Boden würde ich, sei es durch ein Soil, Kugeln, Stäbchen oder andere Nährböden, nicht düngen. Ein Eisenvolldünger führt in der Regel kein Nitrat und Phosphat zu. Das wird meist ausreichend durch die Fische und die Fütterung realisiert. Es gibt Diskussionen darüber, ob ein Tröpfchentest wirklich so sensitiv ist, alles im Wasser befindliche Eisen zu erfassen. Hier können Mißinterpretationen entstehen zur genauen aktuellen Konzentrationslage. Ich messe kaum noch. Wenn, dann ist das für mich nur eine grobe Einschätzung der Situation. Um der Gefahr der Kumulation/Nährstoffverschiebungen einzelner Nährstoffe zu entgehen, sollte man regelmäßig Wasserwechsel von 50 Prozent oder mehr durchführen.

Umwälzung des Wassers ist wichtig, damit die Nährstoffe wirklich überall hinkommen. Bei mäßigen Besatz den Filter „nur“ mit den üblichen blauen Filtermatten (grob und mittel) bestücken. Sinterglas, Keramikröhrchen oder andere großflächige Filtermedien bieten vielen Bakterien Platz, welche dann wieder ordentlich Hunger haben und die zugeführten Nährstoffe teilweise verstoffwechseln. Ich filtere seit Jahren nur noch mit Filtermattenmaterial. Das ergibt längere Standzeiten und hält den Durchfluss des Wassers hoch. Der Filter ist für mich primär für die Wasserbewegung und die grob mechanische Reinigung zuständig.

Erstaunlicher Weise bist Du als Einsteiger in die Aquaristik (erst seit einigen Wochen?), entgegen vieler Erfahrungen, doch sehr gut informiert. Somit wirst Du auch sicher von der diskutierten Bedeutung der Nährstoffverhältnisse zueinander, wie z.B. das Calcium-Magnesium-Verhältnis, gelesen haben. Aber man muss ja nix verkomplizieren. Gell :80: .
Gruß
Dieter

Ich werde nie die Inbrunst verstehen, mit welcher Menschen eine Ansicht vortragen, die erstens nicht von ihnen stammt und zweitens ohnedies herrscht.
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Re: Wasserlinsen als Zeiger

Beitragvon Wen-Astar » 09.02.2018 21:04

Tja, um das Calcium-Magnesium-Verhältnis anzugehen muss man erst mal die Bestandswerte kennen. Da klafft momentan eine Lücke, die ich erst in einer Woche schliessen kann.

Ich habe mit Ferropol von JBL wohl schon einen recht stark chelierten Dünger bekommen, wenn ich das recht verstehe. Ich pflege viele Landpflanzen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, darunter auch einige Bonsai. Die Pflege von Wasserpflanzen ist mir noch sehr neu.

Wasserlinsen habe auch ich nie als Nährstoffanzeiger wahrgenommen, höchstens als Zeichen für ein überdüngtes Gewässer mit viel Schatten.
Meine Wasserlinsen könnten auch nur deshalb ausgebleicht sein, weil es ihnen in meinem Aquarium schlichtweg zu hell ist und sie keinen Schatten finden.
Nach Zugabe von Ferropol sind die Wasserlinsen schon etwas farbiger geworden, aber vom satten grün ihrer Schattenblätter ist noch lange nichts zu sehen.
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