Verwertung von Fischfutter

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Verwertung von Fischfutter

Beitragvon jsc0852 » 17.08.2015 22:33

Moin zusammen,

Wer kennt es nicht, man kauft irgendein Trockenfutter und die Fische ignorieren es oder gehen nur zögerlich ran?
Ich habe in meinen Fundus getrocknete Gambrinus, Tubifexwürfel und diverses Flockenfutter, welches nicht richtig angenommen wurde. Durch Zufall las ich einen Artikel über das Herstellen von Futterbrei mit frischen Gemüse und das anschließende bestreichen von Steinen mit der Masse, speziell für Welse.
Hmm, was mit frischen Zutaten funktioniert, könnte doch auch mit Trockenfutter gehen. Gesagt, getan, also ging es ans vorbereiten.
Zuerst eine kleine Menge herstellen, welches Gefäß kommt in Frage? Ich entschied mich für einen normalen Eierbecher. Zuerst wurden die Gambrinus zwischen den Fingern fein zerrieben. Anschließend mussten die Tubifexwürfel dran glauben. Zum zerkleinern habe ich einfach zwei Würfel gegeneinander gerieben und es lösten sich Flocken ab. Nach ungefähr 5 Portionen zerriebener Gambrinus und 4 Tubifexwürfel habe ich das ganze noch angereichert mit diversen Trockenfutter, was noch verfügbar war.
Abschließend ein Kapsel Lebertranöl, gibt es in der Apotheke, einen Viertel Teelöfffel Paprika edelsüss dazu und verrühren. Etwas zu staubig, das ganze. Langsam mit der Pipette einige Tropen Wasser zugefügt und verrührt bis eine sehr steife Paste entsteht.

Diese Paste dann mit einem Löffel auf eine Stück Backpapier geben und platt drücken. Bei mir war die dicke ca 5mm.
Ich habe mich dann für die schnelle Variante entschieden und das Papier mit der Masse für 12 Minuten bei 150 Grad in den Backofen gepackt. Danach ist die Masse trocken und kann mit einem scharfen Messer in kleine Blöcke geschnitten werden.

Jetz der Test, was sagen die Fische dazu? Ich war überrascht, das Futter sank sofort zu Boden und alle Fische, ob Salmler, Wels oder Apistogramma versammelten sich, eigentlich müsste man sagen balgten sich um das Futtertäfelchen. Im Gegensatz zu Futtertabletten löst sich das selbst Hergestellte extrem langsam auf, so das die Fische wirklich etwas fürs Fressen tun müssen.

Ich habe jetzt ja noch einiges über und bin gespannt, wie meine Tiere dieses in den nächsten Tagen aufnehmen.
Was die Vitamine oder Andere Komponenten betrifft kann ich nichts sagen., da ich nicht weiß, ob diese bei der Backofenbehandlung irgendwie negativ beeinflusst wurden. Aber Hauptsache, meinen Fischen schmeckt es und ich habe einen Weg gefunden überzähliges Futter zu verarbeiten.
Vielleicht probiert es ja auch einer von euch, wandelt es ab und berichtet an dieser Stelle davon

Gruß
Jörn
Zuletzt geändert von jsc0852 am 17.08.2015 22:36, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß aus dem Norden

Jörn
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Re: Verwertung von Fischfutter

Beitragvon David » 19.08.2015 20:26

Hey Jörn,

ich habe jetzt den Test auch mal gestartet. Nur hab ich kein Lebertranöl verwendet.

Auf meinem Stein befindet sich jetzt eine Paste aus:

- Paprika rot
- Paprika Grün
- Karotten
- Zucchini
- Spirulinapulver
- Rote Mückenlarven (getrocknet)
- Wasserflöhe (getrocknet) => Wird nicht sonderlich gern gefressen, da die lebenden viel toller sind.

War weder zu trocken noch zu naß sondern richtig schön pampig das ganze.

Das Gemüse habe ich vorher überbrüht und anschließend einfach nur durch ne feine Reibe gerubbelt. In diese Paste kam dann der Rest rein. Durchgerührt und dann das ganze auf nen Stein und einen Teelöffel voll neben ran als Klecks aufn Stück Backpapier gegeben und ab in Ofen. Ist gerade noch drin.

Weiteres Folgt ;)

Gruß David
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