Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... oder?

Ihr probiert gerade etwas aus? Dann postet hier doch mal einen Bericht damit jeder etwas davon hat. Bilder sind gerne gesehen.
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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon Christian » 06.05.2015 08:44

hi

jetzt komm ich hier endlich zum Abschlussbericht.

Nachdem auch Mittwoch alles wieder "normal" war, hab ich einen normalen (60% oder so) Wasserwechsel gemacht und den JBL i200 Innenfilter gereinigt und eine Kammer mit Aktivkohle befüllt. Der Filter war auch schon ziemlich zu und macht jetzt wieder deutlich mehr Power. Es wurde wirklich Zeit das er Unterstützung durch einen 2. Außenfilter bekommen hat.

Ansonsten sind keine weitere Verhaltungsauffälligkeiten mehr festzustellen. Die C. perugiae sind wie immer abends normal im Becken unterwegs und fressen auch wieder so, als wäre nie was gewesen. Alles wieder gut, was es nun schlussendlich war kann man wohl nicht sicher sagen aber was ich dagegen gemacht habe, hat wohl gut geholfen. Dennoch werde ich mit neuen Fischen absofort nur noch nach Quarantäne bei mir in die Becken bringen.

mfg

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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon pel » 06.05.2015 21:55

Christian hat geschrieben:hi

heimgekommen und:

Bild


bin gerade wieder dran Wasser abzulassen. Baktopur hätte ich nun auch im Haus, mal gucken ob ich es brauch... Werde mich vorher wieder mit Jutta beraten.

mfg

Chris


Hallo Christian,

dieser Thread ist mir bisher entgangen! Das Bild ist wirklich brutal..

Ich bin auch dafür das eigene Denken und Handeln immer mal wieder kritisch zu hinterfragen. Was wäre denn eine mögliche alternative Erklärung für die aufgetretenen Symptome? (@Jochen)

Lg,
Philip
Viele Grüße,
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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon eumel6 » 06.05.2015 22:04

Hallo pel,

Ich bin auch dafür das eigene Denken und Handeln immer mal wieder kritisch zu hinterfragen. Was wäre denn eine mögliche alternative Erklärung für die aufgetretenen Symptome? (@Jochen)

Alternativ wäre eine selektive Vergiftung. Eine Erkrankung wird man zuhause auch nicht durch lüften so einfach los bzw. hier mit Wasserwechsel, auch wenn Medikamente eingesetzt wurden. Für eine Vergiftung spricht eher, dass die Welse quasi aus dem Wasser raus wollten.

Selektive Vergiftung: Als Beispiel: Je nach Fischart geht die LC50-Rate bei Nitrit zB über 2 Zehnerpotenzen. Nur mit unseren Methoden können wir bakteriologisch nichts nachvollziehen und chemisch wenig.

gruß jo
Zuletzt geändert von eumel6 am 06.05.2015 22:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon pel » 09.05.2015 19:22

Hallo Jochen,

die Wasserflucht ist wirklich ein guter Anhaltspunkt! Außer Umtopfen und WW bleibt dem einfachen Aquarianer dann wohl nicht mehr viel übrig.

Lg,
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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon Holzwurmmischi » 16.05.2015 23:45

Ich habe mal in einem Bericht gesehen, wo diese Tierhandlungen ihre Kaninchen und Co herbekommen und das die meisten von denen Totkrank sind (hatten selbst mal das Vergnügen).
Mit den Fischen wird das nicht anders sein, die werden sicherlich auch täglich mit irgendwelchen Mittelchen behandelt, damit sie im Laden was hermachen. Ähnlich wie bei gespritzten Pferden tritt das Übel dann erst beim Kunden zu Hause ein und dann will man den Kunden erzählen die Tiere wären bei ihnen ja noch gesund gewesen.

Ich werde jetzt die Finger von solchen Tierhandlungen lassen. Den Stress kann ich mir gut und gerne sparen.
Ich hoffe dein Problem hat sich gelöst.

LG
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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon Christian » 17.05.2015 06:52

Hi

falls es diese Bakterienunverträglichkeit war, hat dies nichts mit dem Händler zu tun. So sind auch bei mir die C. sterbai aus privater Quelle gekommen. Da kann prinzipiell niemand was dafür, am meisten Schuld hab sogar fast noch ich, weil ich keine Quarantäe durchgeführt habe.

Bei mir ist wieder alles im Butter, werde die Tage jetzt die Aktivkohle entfernen und dann passt wieder alles. Die C. perugiae fressen wie eh und je, sind aktiv und keiner war bisher mehr auf der Korkrinde. Alles supi :)

mfg

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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon Holzwurmmischi » 17.05.2015 09:51

[quote="Christian"]Hi

falls es diese Bakterienunverträglichkeit war, hat dies nichts mit dem Händler zu tun. So sind auch bei mir die C. sterbai aus privater Quelle gekommen. Da kann prinzipiell niemand was dafür, am meisten Schuld hab sogar fast noch ich, weil ich keine Quarantäe durchgeführt habe.

Ja da liegt leider der Hase im Pfeffer begraben. Man kann immer nur vermuten. Woran es letztendlich dann lag entzieht sich einem dann meistens.

Freut mich, dass sich der Schaden bei dir begrenzt hat. Ein qurantänebecken werde ich in Zukunft dann wohl auch anschmeißen. Obwohl ich mich frage, ob das überhaupt was bringt, weil das Quarantänebecken ja auch wieder ein Ökosystem für sich ist in dem andere Bedingungen herrschen wie im Hauptbecken.

LG
Michelle
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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon Christian » 17.05.2015 10:14

hi

Holzwurmmischi hat geschrieben:Obwohl ich mich frage, ob das überhaupt was bringt, weil das Quarantänebecken ja auch wieder ein Ökosystem für sich ist in dem andere Bedingungen herrschen wie im Hauptbecken.


Man sollte neu gekaufte Fische grundsätzlich zunächst in Quarantäne setzen. Ein Quarantänebecken wird immer frisch aufgesetzt, ohne Animpfen mit Mulm aus alten Becken. Auch darf das Becken, wenn dort bereits einmal Fische drin waren, nicht wieder verwendet werden, ohne daß es vorher ordentlich gereinigt und desinfiziert wurde.

Der Grund liegt nahe: waren bereits Fische im Becken, haben diese natürlich ihre Bakterienstämme dort hinterlassen. Diese bleiben dann zum großen Teil auch erhalten, wenn die Fische nicht mehr im Becken sitzen.

Um sich die Reinigung eines Quarantänebeckens zu erleichtern, richtet man dieses also sehr minimalistisch ein: kein Bodengrund, ein mobiler Filter, Deckung nur durch eingestelltes Material wie z.B. Schwimmpflanzen.

Die neu gekauften Fische werden nun also in dieses Quarantänebecken mit frischem Wasser gesetzt. Hier wird auch nur ganz sparsam gefüttert, um einen Nitritanstieg zu verhindern. In diesem Becken muss natürlich, wegen der fehlenden Einlaufphase, häufiger Wasser gewechselt werden.

Um nun die neuen und alten Fische aneinander anzugleichen, nimmt man täglich aus dem einen Becken ein wenig Wasser und gibt es in das andere Becken. Wechselweise natürlich, also immer aus dem einen ins andere und aus dem anderen ins eine Becken. Die Dosis wird über einen Zeitraum von 2-3 Wochen langsam gesteigert. So bekommt das Immunsystem der Tiere die Gelegenheit, sich ganz langsam an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Nach etwa 3 Wochen kann man dann die neuen Tiere ohne Gefahr zu den alten Tieren setzen.


Quelle: http://ferraqua.de/de/bakterienunvertraeglichkeit.html

Man muss es dann natürlich schon richtig angehen ;)

mfg

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Re: Quarantänebecken? Das braucht doch der Chris nicht... od

Beitragvon Holzwurmmischi » 17.05.2015 13:07

Ah cool, ja das hat Sinn. Ist aber natürlich eine sehr zeitaufwendige Sache. Falls meine Fische überleben hoffe ich einfach auf eigene Nachzucht.
Bin jetzt erstmal ein gebranntes Kind.

LG
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