60 Jahre zurück

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60 Jahre zurück

Beitragvon eumel6 » 19.04.2016 21:04

Hi,

ich habe heute in meinen Bücherregalen mal wieder etwas gesucht und bin mit verschiedenen Sachen fündig geworden.

Aquarien und Terrarien Jahrbuch 1956


Was ist Aquarien und Terrarien(AT)? - war die Fachzeitschrift in der DDR
Und hier mal das Inhaltsverzeichnis
- Gedanken zur Geschichte der Aquarienkunde
- Der See im Glas
- Brutpflege bei Meeresfischen
- Aus den Beobachtungen eines Naturfreundes
- Die anatomischen Grundlagen der Atmungsbewegung bei Fischen
- Einheimische Wasserpflanzen und ihre Eignung fürs Aquarium
- Amazonas-Schwertpflanzen
- Das Wasser im Amazonasgebiet
- Der Einfluß des Lichtes auf das Verhalten und Wohlbefinden der Fische
- Die Fischerei-Institute - Eine Enttäuschung für die Aquarianer
- Aquarienfotos
- Schwanzlurche
- Stabheuschrecken
- Die Lurche und Kriechtiere des Gebietes um Gera
- Die Pflanzen im Terrarium
- Wasserkäfer
- Atmung und Atemorgane der Wasserspinne

Wenn man dann die hochgelobte amazonas dagegenstellt, wird es einem traurig ums Herz.

gruß jo
Zuletzt geändert von eumel6 am 20.04.2016 09:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 60 Jahre zurück

Beitragvon jsc0852 » 19.04.2016 22:04

Moin,

aber auch da wurden erfolgreich Fische in heutzutage minimalistischen, gekitteten Rahmenaquarium mit Glühlampenbeleuchtung sehr erfolgreich gehalten und vermehrt.
Ebenso wurde mit Hausmitteln wie Salz, Soda, Kaliumpermanganat usw. erfolgreich gegen Krankheiten und Parasiten gekämpft.
Weiterhin waren damals die Fische anscheinend auch fehlertoleranter gegenüber Haltungsfehlern. Damals konnte man noch Black Mollys in 60l und Prachtschmerlen in 100l halten und keiner hat dagegen gesagt.
Nun gut, damals hatte man nur Vereine und Treffen, Internet gab es noch nicht und daher auch keinen Hype oder Honks, welche alles besser wissen und anderen ihre Meinung aufdoktrinieren wollen.
Gruß aus dem Norden

Jörn
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Meine Becken: 200l Südamerika, 150l Südamerika, 120l Tanganjika, 60l (zzt. leer), 7l (zzt. leer), 2*12l Aufzucht & Quarantäne
Meine Fische: Corydoras Paleatus & Pygmaeus, Rineloricaria Lanceolata, Nematobrycon Palmeri, Gymnocorymbus ternetzi, Hemigrammus erythrozonus, Nannacara anomala, Pterophylum Scalare, L333, LDA16, Neolamprologus Multifasciatus, Otocynclus vittatus
*** Wisst Ihr wie viel Arbeit ein geplatztes 120l Becken macht? Ich leider schon! ***
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Re: 60 Jahre zurück

Beitragvon eumel6 » 20.04.2016 10:09

Ich hatte gestern den Abschnitt "Das Wasser im Amazonasgebiet" übersehen und jetzt nacheditiert.
Interessant, dass schon vor 60 Jahren Wsserparameter des Amazonas dem interessierten Aquarianer zur Verfügung standen, wo sich jetzt wohl das inet verstecken muss.
z.B. pH-Wert
Amazonas bei Santarem 6,5-6,9
Unterer Rio Tapajoz 6,4-6,65
unterer Rio Maro 4,4

Weiter interessant, dass es im Bereich Santarem kalkhaltigen Boden gibt.
"Die einzigen Bodenzüge, die Gips, Kreide, Bittersalz usw. enthalten, ziehen in schmalen Streifen in ungefähr 100 Kilometer Entfernung zu beiden Seiten des Amazonas etwa von Santarem bis Manaos."
Dadurch unterliegen die Wässer dieser Region einer starken Schwankung, die sich in den gefundenen Werten ausdrückt. pH 4,5-7,8;
Gesamthärte 0,42 - 28,6°dH
Sprich Wasser, dass härter als Berliner Wasser ist, in unmittelbarer Amazonasnähe!

Angegeben werden für den Rio Tapojoz Wasserparameter über mehrere Monate der Regenzeit sowie für einen Schwarzwasserbach.
Für den Schwarzwasserbach
pH 4,8-5,6
Gesamthärt 0, 05- 1,01
Und das alles bereits vor 60 Jahren. Und heute will man Nachzucht mit dem Anrennen auf einen konstanten niedrigen pH ezwingen.

gruß jo
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Re: 60 Jahre zurück

Beitragvon jsc0852 » 20.04.2016 17:12

Moin,

interessant, dass mit den Wasserparametern, wenngleich es genau meine Meinung wiedergibt.

Wir messen unsere Werte in einer kleinen Pfütze und versuchen diese Werte den Werten anzugleichen, die am Tag X zur Stunde Y vom Biologen Z an einer Stelle N des Flußsystems Amazonas gemessen wurden, niedergeschrieben wurden und seit dem angeblich Gültigkeit haben.

Faktoren wie Regenzeiten, Trockenzeiten, Überflutungen, Katastrophen (Erdrutsche, Staudämme etc) werden nicht berücksichtigt, obwohl sie, siehe die Parameter sehr wohl beeinflussen.

Daher halte ich es wie immer, (relativ) weiches Wasser=ja, leicht sauerer Bereich=ja (kommt bei mir zum Glück aus der Leitung) und alles andere=nein.
Mit Nein meine ich, dass ich keinen Hype betreibe, um Parameter auf dem Punkt zu halten. Wird evtl. anders aussehen, wenn ich mal den Gedanken hege, Fische speziell nachzuziehen.
Gruß aus dem Norden

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