Das Becken einfahren

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Das Becken einfahren

Beitragvon almigurt » 10.09.2015 23:18

Hi

Heute ist nun der 10. Tag wo das Aquarium einfährt.
Das alles ist aquaristisches Neuland für uns, dementsprechend sind wir natürlich unsicher.

Wir haben das Eheim aquapro 84 mit sandigem Untergrund (Flusssand, Quarzsandfarben, mit einigen schwarzen Basaltstücken, nichts scharfkantiges) versehen, weil die Tochter unbedingt Corydoras Panda haben möchte. Den Sand haben wir ordentlichst gewaschen und ca. 4-5cm hoch ins Becken gegeben, ein paar Cabomba, etwas Wasserpest, ein wenig Wasserfreund, einige Kleinpflanzen für den Vordergrund und und eine Turmdeckelschnecke eingesetzt.
Der Eheim Aquaball ist mit drei Filterkörben mit den Standartmedien versehen und läuft ungefähr mit halber Leistung (ca. 700ml in 15Sekunden, was 168l/h also Beckenbruttoinhalt*~2 entspricht). Wir verwenden das Düsenrohr und haben dieses ca. 30grad nach oben gegen die Wasseroberfläche gerichtet, so dass eine Verwirbelung ohne Luftblasen und geplätscher entsteht.
Mit ins Becken kam eine Wurzel aus dem AQ Fachhandel "Savannenholz", welche wir ordentlich ausgekocht und zuvor 48h gewässert haben und noch eine hohle Wurzelnachbildung aus Ton o.ä.
Die Beleuchtung ist auf 10h/d eingestellt.
Angeimpft mit Filterschlamm wurde das Aquarium, mangels Kontakten, nicht.
Meine Tochter füttert "was auch immer" alle drei bis fünf Tage 1-2 Flocken ins Becken. Haben gelesen, dass das sinnvoll sein kann.

Seit dem dritten Tag erhöhen sich nun die Nitritwerte konstant und sind mittlerweile bei ca 0.2mg/l angekommen.
Durch das Holz hat das Wasser eine leichte Braunfärbung erhalten, was ich eigentlich sehr schön finde.
Die Wasserwerte (no3: anfangs:0, jetzt 10-15mg/l, ph:6.8-7.2, gh:5-7, kh:6) sind soweit stabil.
Die Temperatur beträgt 24-26grad, ohne dass die Heizung anspringt.

Die Pflanzen wachsen wie verrückt. Sobald es die Zeit zulässt muss man hier wohl etwas Kahlschlag betreiben - mittlerweile sind mehr als 60% des Aquariums bewachsen.
Aus der einen TDS sind mindestens sieben geworden. Irgendwo in den Pflanzen muss eine Quellblasenschnecke gesessen haben - hat sich mittlerweile auch vermehrt.

Der Kot der Schnecken wird nun an manchen Stellen im Aquarium leicht "flaumig" was ich als Bakterienaktivität deute.
Auf dem Filter und an den Scheiben kann man auch Biofilm "ertasten".

Für die Lampen liegen hier noch zwei Reflektor en, die demnächst uber den Röhren angebracht werden.

Was haltet ihr davon?
Sind wir auf dem richtigen Weg, ist uns ein faux pas unterlaufen oder haben wir gar irgendwo ein no go?


Fur Tipps sind wir natürlich dankbar!


Grüße, Benjamin +Anhang
Zuletzt geändert von almigurt am 10.09.2015 23:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon Tommi57 » 11.09.2015 11:55

Hallo Benjamin+ Anhang
Ihr seid auf dem richtigen Weg. Die erstem Bakterien haben ihre Arbeit aufgenommen. Der sog. Nitritpeak hat begonnen. Die Pflanzen wachsen.
Wird das Flockenfutter von den Bakterien vollständig verarbeitet, d. h. man findet nichts mehr davon?
Jetzt schon mal mit Teilwasserwechsel beginnen und nur noch darauf warten, das Nitrit ganz weg ist und somit in Nitrat umgewandelt wurde. Das Düngen der Pflanzen nicht vergessen, damit sie schön im Wachstum bleiben.
Beim Kahlschlag der Stängelpflanzen die oberen 15-20 cm mit einer scharfen Schere abtrennen und neu einpflanzen.
Die Scheiben vom Bakterienflaum freiputzen.
Die ersten Fische können bald einziehen. Fangt mit wenigen an und stockt dann langsam auf, damit die Nitrifikationsbakterien schritt halten können.
Es läuft alles prima :winken:

Gruß Thomas
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon almigurt » 11.09.2015 16:35

Hi


Seit heute sind ein paar Algen sichtbar. Sie haben lange Fäden und sehen ein wenig aus wie grüne Spinnenweben im altweibersommer.

Drinlassen oder absammeln?
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon eumel6 » 12.09.2015 17:30

Hallo,

Seit heute sind ein paar Algen sichtbar. Sie haben lange Fäden und sehen ein wenig aus wie grüne Spinnenweben im altweibersommer.

Drinlassen oder absammeln?

Mach bitte mehrere Fotos davon.
Ich würde die Algen entfernen.

gruß jo
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon almigurt » 15.09.2015 11:19

Hi

Die Algen sehen aus wie ein grünlich-bräunliches Knäuel, mit langen dünnen Fäden in der Strömung.
Ich dezimiere sie zzt erfolgreich mechanisch. Es ist relativ schwierig, da sie immernoch in Resten in der Cabomba sitzen.Ein Foto bekomme ich einfach nicht hin. An der Scheibe waren sie, zur Freude der Schnecken, auch. Ein wahres Sammelsurium an Schneckeneiern bekommt man da geliefert, wenn man Pflanzen kauft. Posthornschnecken waren auch dabei.


Mittlerweile hat sich der nitritgehalt bei 0,2-0,4mg/l eingependelt. Futterflocken geben wir keine mehr rein. Irgendwie sieht es aus, als ob genug mulmähnliche Biomasse verfügbar ist.


Ist es möglich, dass sich ein Gleichgewicht eingestellt hat, so dass ich ggfs durch viele Wasserwechsel den NO2-Gehalt nur noch reduzieren muss, oder soll der von alleine Richtung null gehen?

Grüße, Benjamin
Zuletzt geändert von almigurt am 15.09.2015 11:24, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon eumel6 » 15.09.2015 16:17

Hallo,

Ist es möglich, dass sich ein Gleichgewicht eingestellt hat, so dass ich ggfs durch viele Wasserwechsel den NO2-Gehalt nur noch reduzieren muss, oder soll der von alleine Richtung null gehen?


Er geht von allein runter. Wenn das Maximum erreicht wurde, dann fällt er innerhalb von 4-5 Tagen.

gruß jo
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon almigurt » 19.09.2015 22:29

Seit Vorgestern sind im Sand leicht bräunliche verfärbungen erkennbar.
Sieht "natürlich" aus. Dort wo eine TDS umgegraben hat, ist der Sand wieder hell.
Ich nehme an, dass es sich um eine Art biofilm handeln muss.
Das Algenwachstum ist nach wie vor, aber gut abzusammeln.

Seit gestern werfen die hygrophiliapflanzen ihre alten Blätter ab und treiben nun neu aus.

Und heute ist erstmalig der Nitritwert von 0.4ng/l auf 0.3mg/l gefallen.

Wenn das Ding endlich mal stabil läuft.. Denkt ihr, dass 10Neonsalmler als erstbesatz passen? Oder sind das noch zu viele?



Grüße, Benjamin
Zuletzt geändert von almigurt am 19.09.2015 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon almigurt » 21.09.2015 22:58

Erfreuliches Update: NO2 ist im Moment auf 0.05mg/l gefallen.
Danke für eure Tipps!

Wir werden noch bis Freitag oder Samstag mit dem Erstbesatz warten um sicher zu gehen.


Sollte man bis dahin ein Paar Futterflocken zugeben? Nicht dass der wertvolle Bakterienstamm noch ein-, zurückgeht mangels Nährstoffen... Oder reichen die Schneckenausscheidungen/Pflanzenreste aus,um die am Leben zu halten?

Idealerweise könnte man doch bis dahin versuchen optimale Bedingungen für Nitrobacter zu schaffen, damit sie sich recht ordentlich weitervermehren um so den Nitritpeak nach dem Erstbesatz etwas flacher zu halten?

Grüße, Benjamin
Zuletzt geändert von almigurt am 21.09.2015 23:04, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon Tommi57 » 23.09.2015 16:35

Hallo Benjamin,
Ja, der Nitritpeak ist überwunden. Der Schneckenkot und evtl. abgestorbene Pflanzenreste reichen jetzt für die Bakterien. Da Neon meines Wissens nach empfindlicher als C. panda sind, würde ich am Samstag mit einer Gruppe Corydoras beginnen.
Das Sinkfutter für die Corys wird i. d. R. vollständig gefressen, sodaß keine faulenden und schimmelnden Reste bleiben, wie es evtl. bei Neons passieren könnte, da sie kein Futter vom Boden nehmen
Vielleicht kann Christian als Welsspezi das bestätigen ?
Mit dem Erstbesatz vermehren sich die guten Bakterien sehr schnell. Nach meiner Einschätzung können die Neon nächste Woche einziehen.
Bitte mach nicht den Fehler " erst mal 3 von jedem". Eine Art vollständig und dann die Nächste.

Grüße Thomas
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Re: Das Becken einfahren

Beitragvon juwel_aquarium » 28.09.2015 00:15

Ich glaube ja, ihr seid auf dem richtigen Weg :winken:
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