tägliche Routinen des Aquarianers

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tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon eumel6 » 21.01.2018 12:40

Hallo,

mir hat es wieder einmal bei der Fremdforenlektüre die Fußnägel hochgerollt.
Thema tägliche Routineaufgaben des Aquarianers
Machen wir es uns einfach und schlagen im guten, alten Frey "Aquarienpraxis kurz gefasst" nach und finden unter täglicher Wartung
- Dichtheitsprüfung, ob Scheibe gesprungen oder Aquarium läuft
- Thermometer die richtige Temperatur anzeigt
- die Geräte, vor allem Heizer, Durchlüfter und Filter, wunschgemäß funktionieren
Ok von der Durchlüftung ist man abgekommen - jetzt könnte CO2-Anlage dafür stehen
- ob die Fische einen gesunden Eindruck machen oder gar Tiere verendet sind

Zu letzterem versucht man die Anzahl der Tiere zu überprüfen. Nicht jeder tote oder angeschlagene Fisch liegt an der Vorderscheibe. Manche können dank Schnecken und Co. auch bereits über Nacht entsorgt worden sein.
Und dafür benutzt man üblicherweise die Zählmethode.
Aber nicht unsere Chefunterberater:
Wieso willst Du denn jeden Tag zählen, ob sie noch vollzählig sind ?

Der schüchterne Einwand des Anfängers gegenüber dem Fragesteller
Ich möchte meine Fischverluste schon gern wissen. Zähl die jeden Tag den Bestand meiner Tiere

wird vom nächsten Spezialisten auch gleich abgebügelt:
also in einem gut eingelaufenen Becken musst du nicht jeden Tag den Bestand zählen. Oder hast du schon sooo viele Verluste erlitten?
Kontrolle ist zwar gut,

Nein - es ist eine tägliche Routineaufgabe des Aquarianers seinen Bestand zu kontrollieren. Das sollte sich jeder Anfänger zu Herzen nehmen. Bei Fortgeschrittenen setze ich es voraus oder sie sollten gewaltig die Einstellung zum Hobby überprüfen.

Auch aus gegebenem Anlass.
Fisch-TBC und Schwimmbadgranulom.
Wenn ich eine kleine Wunde im Hand- Unterarmbereich habe, dann fasse ich halt ein, 2 Tage nicht unbedingt ins Aquarium sondern warte bis die Wunde geschlossen ist.


gruß jo
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Re: tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon Blaubeerblau1 » 22.01.2018 21:00

Hi,

das sehe ich auch so. Wer noch nicht einmal die Zeit hat für ein paar Minuten des Checks, der sollte sich im Bereich Aquaristik vielleicht dann doch eine Software für den PC oder für das TV kaufen. Knöpfchen drücken und alles läuft ohne groß Aufmerksamkeit zu investieren. Ich mache eine "Bestandsaufnaheme" immer gerne bei den täglichen Fütterungen. Da geht der Routineblick rum, da kann man in Ruhe die Fische beobachten. Warum betreibe ich dieses Hobby denn überhaupt? Ich schaue gerne durch die Scheiben und freue mich daran, dass das System läuft. Man probiert trotzdem das Eine oder Andere oder plant mal wieder etwas Neues. So bleibt das Hobby spannend und interessant. Es tun sich irgendwo immer mal neue Felder auf. Tägliches Zählen kann natürlich schwierig werden wenn der Kasten mit vielen verschiedenen Fischen gefüllt ist und eher groß ist mit vielen Verstecken. Wenn ich schon die Gegenfragen lese wie "oder hast Du schon so viele Verluste erlitten...?" entwickele ich schon eine innere Abwehr und antworte in der Regel nicht mehr. Die Frage impliziert doch schon indirekt eine Inkompetenz für den Threadsteller und drängt ihn bereits in eine Ecke wo er vielleicht nicht reingehört. Diese Art von Diskussion bringt in der Regel nicht viel an Erkenntnis.
Gruß
Dieter

Ich werde nie die Inbrunst verstehen, mit welcher Menschen eine Ansicht vortragen, die erstens nicht von ihnen stammt und zweitens ohnedies herrscht.
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Re: tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon eumel6 » 22.01.2018 22:13

Hi Dieter,

Tägliches Zählen kann natürlich schwierig werden wenn der Kasten mit vielen verschiedenen Fischen gefüllt ist und eher groß ist mit vielen Verstecken.

So ist es.
Die Diskussion, die weiter stattfand, ist sehr aufschlussreich.
Eigentlicher Ausgangspunkt
Von den Otos hab ich fünf Stück . Aber bis ich die finde bei den vielen Pflanzen dauert es ewig. Wenn ich da welche zukaufe wirds schwer jeden Tag zu schauen ob sie noch vollzählig sind.

In meinen Augen eine normale, akzeptable Einstellung. Man möchte der täglichen Kontrolle nachkommen. Vollkommen richtig.
Aber dann kommt das Feuerwerk
also in einem gut eingelaufenen Becken musst du nicht jeden Tag den Bestand zählen. Oder hast du schon sooo viele Verluste erlitten?
Kontrolle ist zwar gut, doch an deiner Stelle finde ich es ehrlich gesagt unsinnig die Otocinclus nur deswegen nicht aufzustocken.

Wenn die Zahl so hoch wird, dass ich die tägliche Kontrolle nicht mehr im Griff habe, dann muss ich auf die Aufstockung verzichten. Otocinclus gelten als heikel - auch von daher ein besonderes Kontrollaugenmerk.
Aber wenn Du sie täglich zählen kannst, ist Dein Becken falsch eingerichtet. Nämlich viel zu schwach bepflanzt. Otos lieben verwucherte "Dschungelbecken", in denen aber durchaus eine kräftige Strömung herrschen darf. Die Gruppengröße sollte mindestens 10 Tiere betragen, besser mehr.

Das war die totale Inkompetenz. Ich habe bei der Einrichtung des Beckens den Spagat zwischen Bedürfnis der Tiere und Übersichtlichkeit zwecks Kontrolle zu machen. Ich drehe eine Welshöhle auch nicht mit der Öfnung zur Rückwand.
entwickele ich schon eine innere Abwehr und antworte in der Regel nicht mehr.

Schont die Nerven und bewahrt einen vor einer Sperre :)
Ich spreche es trotzdem an. Es soll sich jeder seine Meinung bilden können und nicht jedem Guru hinterherlaufen.

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Re: tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon Blaubeerblau1 » 26.01.2018 12:53

Hi Jo,

Von den Otos hab ich fünf Stück . Aber bis ich die finde bei den vielen Pflanzen dauert es ewig. Wenn ich da welche zukaufe wirds schwer jeden Tag zu schauen ob sie noch vollzählig sind.

In meinen Augen eine normale, akzeptable Einstellung. Man möchte der täglichen Kontrolle nachkommen. Vollkommen richtig.
Aber dann kommt das Feuerwerk



Ja, es geht doch um das Verhältnis und die Einstellung zum Ganzen. Ich könnte ja in solch einer Diskussion den Antwortenden auch unterstellen, dass sie oberflächlich sind, das ihnen die Fisch mehr oder weniger egal sind..bla bla bla. Das bringt gar nichts. Für mich wird es immer dann befremdlich, wenn Schlaumeier ihre Moralvorstellungen mit Halbwissen verquicken und gleichzeitig die Vorgehensweise und Einstellung anderer Menschen, in diesem Fall Aquarianer :wink: , in eine Ecken oder gar an den Pranger stellen wollen. Und wenn man zweimal oder fünfmal am Tag seine Fische zählen möchte...na und. Ob ich zähle oder nicht hat übrigens nicht damit zu tun das ein Becken gut läuft oder eben schlecht.

Schont die Nerven und bewahrt einen vor einer Sperre :)
Ich spreche es trotzdem an. Es soll sich jeder seine Meinung bilden können und nicht jedem Guru hinterherlaufen.


Ich hinterfrage sowieso alles und Jeden, unabhängig von Ruf, Reputation oder sonst was. Gurus gibt´s für mich nicht. Ich kenne ja nun viele Threads in denen Du involviert bist oder warst. Leider baut sich bei alternativen Meinungen schnell eine eingeschworene "Forenfront" auf. Der Störenfried und Eindringling muss dann ebenso schnell zurechtgewiesen werden. Bei Dir wird das dann oft zum Spießrutenlaufen.

Was ich in all den Jahren gelernt habe...nichts ist in Stein gemeißelt, es gibt viele unterschiedliche Erfahrungen zu einem Thema oder Fisch. Die Toleranz und Offenheit dafür sollte bei jedem da sein. Infrage stellen kann man alles und jeden. Aber immer auf Augenhöhe. Fische zählen und an den Routinen anderer Aquarianer herumnörgeln erinnert mich eher an Kindergarten und Pillipalle-Gehabe.
Gruß
Dieter

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Re: tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon eumel6 » 28.01.2018 21:50

hi,

Was ich in all den Jahren gelernt habe...nichts ist in Stein gemeißelt, es gibt viele unterschiedliche Erfahrungen zu einem Thema oder Fisch. Die Toleranz und Offenheit dafür sollte bei jedem da sein. Infrage stellen kann man alles und jeden.

Man kann auch infrage stellen, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
Man kann auch infrage stellen, dass 1+1=2 ist.

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Re: tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon Blaubeerblau1 » 29.01.2018 17:54

Hiho Jo,

ich kann mich auch selber in Frage stellen, selbst das ganze Forum hier, inklusive Deinereiner. Und stell Dir vor, das mache ich sogar. Mich aber bisweilen nur temporär, sonst bekäme ich zu große Selbstzweifel. Ich hoffe, Du verstehst :mad: .
Zuletzt geändert von Blaubeerblau1 am 29.01.2018 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Dieter

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Re: tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon Pikephish » 01.02.2018 08:19

Hallo zusammen,

der tägliche Check ist zeitlich wirklich gut machbar, sogar für mich (3 Kleinkindchaos und Job), aber ich muss ehrlich zugeben mit der täglichen Bestandsaufnahme hab ich so mein Problem. Die Guppies sind da so verdammt wuseln und haben so dermaßen viel Nachwuchs, da wird's schwer. Speziell beim den Babys kann ich zwar eine wechselnde Gesamtanzahl feststellen, aber genau quantifizieren unmöglich. Wie macht ihr das? Die Großen sind natürlich bekannt, mit denen ist man ja mit der Zeit fast schon per Du ;-)

Liebe Grüße,
Petra

P.S.: Meinen Nick hatte ich im Übrigen bevor ich Fische hatte, der ist einfach nur die englische Übersetzung meines Namens.
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Re: tägliche Routinen des Aquarianers

Beitragvon eumel6 » 01.02.2018 20:06

Hi Petra,

Die Guppies sind da so verdammt wuseln und haben so dermaßen viel Nachwuchs, da wird's schwer.

Wieviele Junge werfen deine Guppyweibchen so?

Die Guppies sind da so verdammt wuseln und haben so dermaßen viel Nachwuchs, da wird's schwer. Speziell beim den Babys kann ich zwar eine wechselnde Gesamtanzahl feststellen, aber genau quantifizieren unmöglich. Wie macht ihr das? Die Großen sind natürlich bekannt, mit denen ist man ja mit der Zeit fast schon per Du ;-)

Versuchen nach Größenklassen zu zählen oder abzuschätzen. Ist natürlich schwierig und auch fehlerbehaftet bei den Kleinen. Wichtig ist, dass man sich einen Überblick verschafft.
Meine 5 kleinen Querbandhechtlinge sind da auch anstrengend. Nur ich möchte wissen, ob alle da sind und auch fressen, aber die Viecher sind gut im abtarnen.

gruß jo
Zuletzt geändert von eumel6 am 01.02.2018 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
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