Lebendfutter, Artemia & Co.

Ihr probiert gerade etwas aus? Dann postet hier doch mal einen Bericht damit jeder etwas davon hat. Bilder sind gerne gesehen.
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Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon oberfeld » 06.09.2017 11:59

Hallo zusammen,

ich werde hier nach und nach über meine Erfahrungen bezüglich der Zucht von geeignetem Lebendfutter für unsere Pfleglinge berichten,
solches, welches ich in den eigen vier Wänden zu halten und zu züchten ist.

Diese Lebendfuttersorten sind zum einen für die Jungfischaufzucht, die konditionieren von Zuchttieren, für schlecht fressende Fische oder auch einfach zum ganz normalen verfüttern geeignet :laie_18fish.:
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon jsc0852 » 06.09.2017 20:27

Moin Stefan,
da würde mich als erstes Mal interessieren wie zum Henker man mit diesen Sera oder JBL Artemia Zuchtstationen diese erbrüten kann.
Diverse Eier, diverse Komplettansätze versucht mit minimaler Ausbeute, die den Aufwand und das Geblubber nicht lohnt.
Gruß aus dem Norden

Jörn
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon oberfeld » 07.09.2017 08:50

Hi Jörn,
da gehe ich später gerne drauf ein!



Hallo zusammen,
fangen wir doch mit dem Lebendfutter an welches aus der Fischzucht, Privat wie auch Kommerziell nicht weg zu denken ist.Artemia................

Grundsätzlich etwas zu Artemia & Artemiacysten (Artemiaeier)
:
Es gibt eine ganze Reihe Qualitätsunterschiede, die sich zum einen auf die Herkunft und
zum anderen auf den Produzenten (wie wurde verarbeitete und gelagert) bzw. Händler beziehen (Lagerung),
ebenso variieren die Preis gewaltig, bei 425 Gramm Dosen von 20 bis mehrerer hundert Euro für
ganz Spezielle Cysten wie zum Beispiel die Ocean Nutrition Specialty Artemia Cysts AF430
für um die 270-300 Euro die 500 Gramm Dose.

Inzwischen gibt es sogar Artemiacysten bei denen die Oberfläche der Cysten magnetisiert werden,
damit man über magnetische Abscheider die Artemia komplett ohne Eischalen verfüttern kann.

Es gibt Artemiacysten aus Europa (auch Deutschland), Asien, USA, Russland und einige andere,
die USA, Asien und Russland sie die drei größten Produzenten.
Meine eigen Erfahrung ist die, dass Amerikanische Zysten und jene aus Deutschland meist auch eine gute Schlupfrate aufweisen,
Russische und Asiatische stehen da für mich etwas zurück, was aber nicht heißt das diese schlecht sind,
die Schlupfrate ist halt nicht so hoch, aber das ist nur meine Erfahrung.

Artemiacysten in Salzfertigmischungen kaufe ich seit Jahren nicht mehr,
meist ist die Qualität schlecht, weil sie zu warm gelagert wurden, das Salz irgendwann die Cystenhülle angreift und die Mischung viele zu teuer,
hier lieber einzeln kaufen.
Artemiacyseten welche nicht benötigt werden sollte man in der Tiefkühltruhe/Gefrierfach aufbewahren
und sich eine kleine Menge die für 2-3 Monate reicht extra abfüllen. Im Tiefkühltruhe/Gefrierfach
sind Artemiacyseten Jahre lang bei gleichbleibender Qualität haltbar.


Was zur Aufzucht/Ansatz:
Artemia sind recht teuer, warum also auf Leitungswasser zurückgreifen und billigem Speisesalz,
was natürlich auch funktioniert.Der eine macht es so, der andere so,
im Netz kann man unzähliges dazu lesen.jeder weiß es besser,
ich kann nur schreibe was meine eigenen Erfahrungen sind.

Ich nutze Osmosewasser & Meersalz für die Aquaristik,klar ist das was teurer,
aber die Schlupfraten geben mir Recht und he, die Eier haben ja nun auch Ihren Preis.


Licht:
Beim erbrüten der Artemiacysten sollten diese auch beleuchtete werden, so steigt die Schlupfrate.


Osmosewasser:
Weil auch bei uns der Nitrat und Phosphatwert im Wasser nicht wirklich gut ist
und es durch Verunreinigungen im Trinkwasser,auch wenn diese für uns unerheblich sind,
dazu führen können das die Schlupfrate extrem schlecht ist oder sogar nichts schlüpft.


Meersalz für die Aquaristik:
Weil es alle Haupt- und Spurenelemente im natürlichem Verhältnis enthält,normalerweise,
da meist syntetisch Hergestellt keine Verunreinigungen aufweis und den PH Wert stabilisiert,
was den geschlüpften Artemia zu gute kommt.

Warum mache ich das, weil ich damit die besten Schlupfraten erhalt,
auch ich habe diverse Salze genutzt mit weniger gutem Erfolg.
Artemia stellen schon einige Ansprüche an den PH Wert und dessen Stabilität,
stimmt da was nicht, ist die Schlupfrate geringer, schlüpfen die Larven erst gar nicht
oder sterben nach dem Schlupf ab.


Zur Temperatur und Salzgehalt:
Die Wassertemperatur sollte um 22-25°C liegen, auf 1 Liter Wasser gibt man 30-35 Gramm Salz.
Man kann Meersalz für die Aquaristik (Meersalz als Speisesalz geht nicht), normales Speisesalz (Jod frei),
Solesalz und sogar Spülmaschinensalz ohne Zusätze nutzen.


Was zum Nährwert:
Gleich nach dem Schlupf ist dieser am höchsten, nach 24 Stunden haben sie praktisch keine Nährwert mehr
weil sie alles selbst verbraucht haben,aber man kann sie mit Anreicherungsmittel,
wie z.B. Inve Selco® S.presso und/oder Inve Selco® s. parkle füttern und so den Nährwert steigern,
hierzu gibt es noch weitere diverse geeignete Produkte, welche man zur Anreicherung und Nährwerterhöhung der geschlüpften Artemi nutzen kann.
Später kann man auch Spirulinepulver nutzen.


Was tun wenn man alles richtig macht und doch nichts aus den Artemiacysten schlüpft:
Was man auch versuchen kann wenn die Artemia nicht oder nur sehr schlechte Schlupfraten aufweisen
ist der Einsatz von Natron, hier kann man Kaiser Natron oder auch Bullrichsalz (nur zwei der möglichen Produkte, aber eigentlich dasselbe)
ganz gut nutzen.
Hier sollte man mit der Konzentration etwa üben, habe früher 5 ml pro 250 oder 500 ml Wasser genommen,
aber da kann ich wirklich keine genauen Angaben machen.


Zu den von mir genutzten Artemia, ich selbst nutze Artemia cf. Persimiliseine eine der durchschnittlich kleinsten Nauplien der Welt
und auch für kleinste Salmler und Grundellarven geeignet & die von Sanders (die blaue Dose).
Es laufen immer 6 Flaschen a 500 ml, da ich immer sehr viele Artemia brauche,
ich nutze zur Anreicherung Inve Selco® S.presso und Inve Selco® s. parkleweil
es sich wirklich loht die Artemia aufzuwerten.

Bei Grundellarven macht sich das im Wachstum und der Ausfärbung sehr stark bemerkbar,
aber auch bei anderen Fischlarven.Als nächstes beschreibe ich dann wie man Artemia erbrütet,
was braucht man, wie macht`s man. :connie:

Das fürs erste :)

Es folgt noch eine Kurzbeschreibung zum Verfahren des Ansatzes von Artemiacysten.
Zuletzt geändert von oberfeld am 07.09.2017 09:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon jsc0852 » 07.09.2017 11:51

Hallo Stefan,

toller Bericht, welcher natürlich Fragen aufwirft.
Abgesehen von den Eiern, Salz etc. langt zur Beleuchtung eine Schreibtischlampe mit 25W, so wie ich es Versuche?
Ja, die Temperatur. Da ich keinen Klimaraum habe, dachte ich bisher, dass es mit der Lampe reichen würde, auch nie ein Thermometer benutzt. Wie stellst du die Temperatur sicher?
Gruß aus dem Norden

Jörn
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon eumel6 » 07.09.2017 19:25

Ein paar Ausführungen zu Artemis von mir sind hier enthalten
artemia-ein-paar-weitergehende-infos-t2096.html
Ich werde versuchen, ein paar Stellen zu kommentieren, um eine Verbindung von Theorie und Praxis aufzuzeigen.

Artemia stellen schon einige Ansprüche an den PH Wert und dessen Stabilität,
stimmt da was nicht, ist die Schlupfrate geringer, schlüpfen die Larven erst gar nicht
oder sterben nach dem Schlupf ab.

Artemia stammen aus Gewässern mit einem pH-Wert über 8. Die Stabilität des pH-Wertes ist eine Fiktion. Wichtiger ist das Puffersystem mit Hydrogenkarbonaten, die den pH in diesem hohen Bereich halten.

Man kann Meersalz für die Aquaristik (Meersalz als Speisesalz geht nicht), normales Speisesalz (Jod frei),
Solesalz und sogar Spülmaschinensalz ohne Zusätze nutzen.

Die letzten Salze sind mehr oder weniger reines Natriumchlorid
Meersalz als Speisesalz? Enthält dieses Salz Hydrogenkarbonate - wo liegt da der pH nach dem Auflösen in Osmoswasser? Ich vermute, dass dieses Salz kaum Hydrogenkarbonate enthält und der pH unter 8 liegt. Ähnlich ist die Problematik mit den anderen Salzen. Löse ich die in weichem Wasser mit zuwenig Hydrogenkarbonat auf - laufe ich Gefahr außerhalb des pH-Bereiches zu liegen Mit hartem Wasser und entsprechender KH klappt es dann.
jod frei - es geht auch mit jodhaltigem Speisesalz, teilweise gibt es gar kein jodfreies Speisesalz im Supermarkt. Für mich wieder mal ein Beispiel wie sinnfrei Informationen weitergegeben werden. Ich habe Artemia in jodiertem Speisesalz vermehrt, meine Vereinskollegen setzen darin an.

Was man auch versuchen kann wenn die Artemia nicht oder nur sehr schlechte Schlupfraten aufweisen
ist der Einsatz von Natron, hier kann man Kaiser Natron oder auch Bullrichsalz (nur zwei der möglichen Produkte, aber eigentlich dasselbe)
ganz gut nutzen.
Hier sollte man mit der Konzentration etwa üben, habe früher 5 ml pro 250 oder 500 ml Wasser genommen,
aber da kann ich wirklich keine genauen Angaben machen.

Der Trick hierbei ist, dass der pH-Wert mit Natriumhydrogenkarbonat angehoben wird. Die Zielkonzentration wird dann etwa bei einer KH 10-15 liegen
Oberfeld hat ja die Möglichkeiten
Osmosewasser + 30g/l Spülmaschinensalz - Messung pH-Wert und Beurteilung Schlupffähigkeit
Osmosewasser + 30g/l Spülmaschinensalz - Kaisernatron(Natriumhydrogenkarbonat) Messung pH-Wert und KH; Beurteilung Schlupffähigkeit



gruß jo
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon Blaubeerblau1 » 07.09.2017 20:59

Hi Stefan,

woran machst Du die Qualität fest? Damit meine ich hier nicht die Schlupfrate oder absolute Größe. Mich interessiert mehr, wie gerne die Fische die Nauplien fressen, wie sie sich entwickeln und wie vital die Fisch langfristig sein können (Aktivität, Lebensdauer, Vermehrung) bei regelmäßiger Fütterung. Hast Du hier Erfahrungswerte? Welchen Einfluss haben die unterschiedlichen Ansätze (Salze, Temperatur, PH-Wert) bei sonst gleichen Voraussetzungen bei z.B. Schlupfrate? Osmose und Meersatz vs. Leitungswasser und Speisesalz, kannst Du die Unterschiede quantifizieren? Die Zusätze bzw. Anreicherungen sind ja auch nicht gerade preiswert. Weiter interessiert mich, welche Art besonders für z.B. Salmlerarten mit kleinem Maul geeignet ist.

Zugegeben, seit vielen Jahren verfüttere ich nur noch tiefgefrorene fertige Nauplien. Hier bin ich bei einem deutschen Produkt (Rein) hängengeblieben. Vorher hatte ich die Golden Gate, die waren nicht so gut.

Gruß Dieter
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon jsc0852 » 07.09.2017 21:08

Moin Jo,

also wenn ich deinen Beitrag so lese, muss ich bedauern im Chemieunterricht nicht aufgepasst zu haben.
Sicherlich wirst du mit deinen Ausführungen recht haben, allerdings werden die wenigst die Möglichkeiten oder das KnowHow haben das umzusetzen.
Stefan hat hier, meiner Meinung nach, versucht die Zucht, die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Salze und einiges mehr verständlich zu vermitteln.

jod frei - es geht auch mit jodhaltigem Speisesalz, teilweise gibt es gar kein jodfreies Speisesalz im Supermarkt.


Solche Sätze irritieren mich irgendwie. Zum ersten kenne ich keinen Supermarkt/Discounter wo ich kein Jodfreies Salz erwerben kann, zumindest in HH und Umgebung ist es wohl so.

Für mich wieder mal ein Beispiel wie sinnfrei Informationen weitergegeben werden. Ich habe Artemia in jodiertem Speisesalz vermehrt, meine Vereinskollegen setzen darin an


Zum zweiten verstehe ich nicht, was daran sinnfrei sein soll. Sicherlich kann man Artemien in mit jodhaltigen Salz versetzten Wasser vermehren, nur wie ist da die Schlupfrate? Welche Ausgangswerte hatte das Wasser usw.? Diese Parameter werden von dir auch außer Acht gelassen.
Und davon abgesehen, wenn jemand mit seine Ausbeute, seinen Ansatz zufrieden ist, ob mit Meer-, Jod- oder Bulrich Salz, dann soll er seine Erfahrungen auch dementsprechend posten, ohne sich durch Nebensätze angegriffen zu fühlen.
Gruß aus dem Norden

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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon eumel6 » 07.09.2017 21:21

Solche Sätze irritieren mich irgendwie. Zum ersten kenne ich keinen Supermarkt/Discounter wo ich kein Jodfreies Salz erwerben kann, zumindest in HH und Umgebung ist es wohl so.

Penny führt kein jodfreies Speisesalz.
Sorry wenn ich im Walde hinter den Bergen bei den Zwergen lebe

Was soll das Jörn?
Zum zweiten verstehe ich nicht, was daran sinnfrei sein soll. Sicherlich kann man Artemien in mit jodhaltigen Salz versetzten Wasser vermehren, nur wie ist da die Schlupfrate? Welche Ausgangswerte hatte das Wasser usw.? Diese Parameter werden von dir auch außer Acht gelassen.
Und davon abgesehen, wenn jemand mit seine Ausbeute, seinen Ansatz zufrieden ist, ob mit Meer-, Jod- oder Bulrich Salz, dann soll er seine Erfahrungen auch dementsprechend posten, ohne sich durch Nebensätze angegriffen zu fühlen.

Es ist ein Fakt, dass es genauso gut mit jodiertem Salz geht. Hier wird einfach ein Forenmärchen fleißig weitergetragen



Hier bin ich bei einem deutschen Produkt (Rein) hängengeblieben. Vorher hatte ich die Golden Gate, die waren nicht so gut.

Rein ist a. fransiscana - konnte leider damals die 20e Fahrkosten zu einem Besuch bei ihm nicht aufbringen, sonst gäbe es jetzt einen Bericht.
Angesichts einiger Bemerkungen hätte ich mich dann auch mal zu pH etc kundig gemacht.

gruß jo



Stefan hat hier, meiner Meinung nach, versucht die Zucht, die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Salze und einiges mehr verständlich zu vermitteln.

Ganz knallhart
Leitspruch
Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln

Er hat nichts erläutert. Ich habe ein paar Zusammenhänge danach erklärt

Jörn
Warum werden hier theoretische Grundlagen so wenig geachtet?
Zuletzt geändert von eumel6 am 07.09.2017 23:20, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon jsc0852 » 08.09.2017 01:32

Moin Jo,

aber genau das ist es doch, was ich meinte. Du machst Deine Meinung fast zum Manifest.
Wenn es bei dir nur Penny gibt und diese kein Jodfreies Salz haben, heißt es doch nicht, dass es andererorts genauso aussieht.
Dein vorletzter Satz müsste auch lauten: Es ist Fakt, dass es genauso mit jodiertem Salz geht. Dem kann man auch nicht widersprechen. Allerdings ist das "gut" in deinem Satz zuviel, denn mit jodiertem Salz ist die Schlupfrate nunmal begrenzter. Das ist auch kein, wie du schreibst, Forenmärchen, sondern einfach Fakt, wie mir heute durch einige Telefonate bestätigt wurde.

Ferner bin ich der Meinung, dass Stefan sehr wohl etwas ausführlich erklärt hat und für die Allgemeinheit verständlich. Du hingegen versuchst einer (seiner) Abhandlung wissenschaftlich entgegenzutreten.
Auch du magst in deinen Ansätzen Recht haben, dieses rechtfertigt aber auf keinen Fall irgendwelche Sticheleien in Form von schon fast beleidigenden Nebensätzen.

Ich möchte dich daher hier an dieser Stelle darum bitten, nicht alles und jedes mit deiner dir eigenen Art zu kommentieren sondern dich künftig ohne "Leitsprüche" an Diskussionen zu beteiligen. Sonst artet jeder Thread so aus, womit niemanden geholfen ist.
Zuletzt geändert von jsc0852 am 08.09.2017 01:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Lebendfutter, Artemia & Co.

Beitragvon oberfeld » 11.09.2017 11:16

Hallo zusammen,
@Dieter,
die Qualität machen ich für mich zum einen an der gleichbleibenden Schlupfrate über mehrerer Monate fest, also wie hoch der Ertrag der Nauplien ist.
Ich habe natürlich nicht die Möglichkeit, das Rohgewicht zu messen, so eine feinen Waage habe auch nicht,
anhand der durchgespülten Masse kann man aber recht gut sehen wie gut das Ergebnis ist.

Zum anderen wie gut und lange die Artemia schwimmen und überleben nachdem ich sie ins Becken zu verfüttern gegeben habe.
Je länger dieser Zeitraum andauert um sie besser, viele meine Jungfische fressen keine Artemia die nicht mehr schwimmen.

Man könnte natürlich durch eine stärkerer Wasserbewegung die Artemia länger in der Schwebe halten,
jedoch habe ich Jungtiere die ich nur sehr schwer an an solche Artemia gehen.

Ich nutze, aus eigener Erfahrung, nun noch Osmosewasser aus den schon oben beschriebenen Gründen.
Im Speisesalz findet sich je nach Hersteller oft Rieselhilfen und/oder Trennmittel, diesen gehe ich mit Meersalz aus dem Weg.

Die günstigste Alternative zum füttern/anreichern von Artemia sind Bäckerhefe, Mikroalgenprodukte wie sie z.B. Microzell, Artemio Fluid oder mit einem Milchschäumer aufgerührtes Spirulinepulver.

Für Salmler würde ich es mit Artemia cf. Persimiliseine versuchen, die sind wirklich winzig,
kann Dir gerne den link zusend wo man diese bekommt.
Zur zeit habe ich leider keine da, sonst hätte ich Dir einen Probe zugesendet, tut mir leid.

Hoffe ich konnte Dir da etwas weiter helfen.
Zuletzt geändert von oberfeld am 11.09.2017 11:59, insgesamt 2-mal geändert.
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