Mit Jo in die Pilze

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Mit Jo in die Pilze

Beitragvon eumel6 » 09.10.2015 20:57

Hi,

es gibt nicht nur Fischausstellungen und - börsen, es gibt sogar Pilzaustellungen. Ich mag die Natur und ab und zu raffe ich mich auf, auch mal in den Wald zu gehen. Trotz erheblicher Gefahrenmomente wie Wildschweine und Wölfe.
So bin ich auch zum Feiertag, dem 3.10. um 10 Uhr im Wald aufgeschlagen, um mich an der Pilzausstellung in Bergwitz zu beteiligen. Trockenes Wetter und Parkplatzprobleme lißen zwar nichts besonderes ahnen, aber gucken wir mal. Mitgenommen wurde alles, aber nicht jeder Pilz,damit ich konnte ich mein Körbchen füllen.
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Na ja war kein großer Korb. Ein paar Pilze waren schon größer.
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Auf der Autohaube für die sachkundigen Pilzsucher: Kahler Kremling, Gelber Knollenblätterpilz, Riesenschirmpilz(Parasol)
11.30 Uhr schnell Mittag gegessen und zur Pilzausstellung gerollt.

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Die Pilze werden sortiert und artweise auf die Tische verteilt.

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Das sind keine Kampfrichter sondern es wird nur erfasst, was so an Arten gefunden wurde. Trotz Trockenheit war man optimistisch mehr als 100 Arten zusammen zu bekommen, davon 3 Arten von mir exklusiv. :)

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Bei Interesse zeigen ich noch ein paar Detailfotos.

gruß jo
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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon Christian » 10.10.2015 22:00

Hi Jo

danke für die Fotos, finde ich immer wieder interessant wie sich manche die Pilze auch noch essen trauen... Ich hätte da viel zu viel Bammel und kauf meine lieber im Supermarkt, den kann man verklagen wenn man sich vergiftet :lobster:

P.S. Weitere Bilder sehr gern!

mfg

Christian
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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon eumel6 » 12.10.2015 18:16

Hallo Christian,

finde ich immer wieder interessant wie sich manche die Pilze auch noch essen trauen... Ich hätte da viel zu viel Bammel und kauf meine lieber im Supermarkt, den kann man verklagen wenn man sich vergiftet

Geschmacklich liegen zwischen einem Wiesenchampignon und einem Zuchtchampignon aus dem Supermarkt Welten.
Also bei uns sind die Wälder total überlaufen. Nur das mitnehmen, was jeder kennt, da würde man ja verhungern.
Na ja Bammel. Auf der Pilzausstellung waren über 100 Arten und nach meinem Infostand nur eine tödliche Art. Also beim russischen Roulette stehen die Chanchen viel viel schlechter.
Und bei Pilzen, die man nicht genau kennt, ist es günstig wenn man noch jemanden mithat. Den lässt man dann die Pilze kosten und an seinem Gesicht kann man essbar oder nicht essbar ablesen. Das macht man natürlich nicht mit Weißen oder Grünen Knollenblätterpilzen und auch nicht mit Röhrenpilzen.

Aber schreiten wir zur Tat.
In der Liste der bekanntesten Pilze mindestens an 3. Stelle der Steinpilz
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Auf dem Bild rechts neben ihn auch ein paar essbare Pilze, aber so wie die aussehen, bereits zu alt.

Pilze sind schön. Die hier sehen zwar mit ihrem roten Stiel gefährlich aus, ist aber ein schöner festfleischiger essbarer Pilz.
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Ohne Schild - der "harmloseste" aus der Dreierbande der Knollenblätterpilze, der Gelbe Knollenblätterpilz. Wir haben im Prinzip nur wenige tödliche Pilze, aber seine Verwandten Grüner und Weißer Knollenblätterpilz sind die gefährlichsten Pilze, die bei uns vorkommen, übertroffen nur noch vom Pantherpilz.
Wenn man Pilze suchen geht, ob Wald, Wiese oder Schutthalde - ihre Kenntnis bzw. ihre Merkmale sollten Pflicht sein.
Hauptmerkmale sind der Ring und die Knolle. Gerade wegen dieser Knolle sollten ihre essbaren Gegenspieler nicht abgeschnitten werden!

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gruß jo
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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon jsc0852 » 12.10.2015 19:16

Moin Jo,

da schliesse ich mich Christian voll und ganz an.
Lieber verzichte ich auf eine Gourmet-Explosion der Geschmacksknospen als das ich mir eine Explosion im Magen zuziehe.
Wenn ich mir deine Bilder so ansehe, würde ich mich nicht trauen, giftige von essbaren Pilzen zu unterscheiden, zumal der Knollenblätterpilz eigentlich leckerer aussieht als der Hexenpilz. Daher lieber Feinkosthandel als Wald, wenn es um Pilze geht.

Gruß aus dem Norden

Jörn
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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon eumel6 » 13.10.2015 19:07

Hallo,

Lieber verzichte ich auf eine Gourmet-Explosion der Geschmacksknospen als das ich mir eine Explosion im Magen zuziehe.
Wenn ich mir deine Bilder so ansehe, würde ich mich nicht trauen, giftige von essbaren Pilzen zu unterscheiden, zumal der Knollenblätterpilz eigentlich leckerer aussieht als der Hexenpilz. Daher lieber Feinkosthandel als Wald, wenn es um Pilze geht.

Die Explosion im Magen wäre noch das Harmlose, wo es z.B. beim Knollenblätterpilz nicht dazu kommt. Das Gefährliche sind Leber- und Nierenschäden usw.
Es hängt vielleicht davon ab, wie man aufgewachsen ist und wie man so mit Pilzen vertraut gemacht wurde,
Ich bin mit 12 Jahren mittels Fahrrad allein auf die Wiese gefahren und habe Champignons gesammelt. Die Instruktion dazu sah wie folgt aus: Sie müssen rotbraune Lamellen haben, angenehm riechen. Die Pilze mit den weißen Lamellen sind giftig.
Klingt als Anweisung ziemlich dürftig, reicht aber aus.
Gab damals auf der Wiese im Prinzip nur 2 Pilzarten: Wiesenchampignon und Rosablättriger Egerlingsschirmling. Und beide sind von der Sache her essbar, nur wird keiner den geschmacklich schlechteren und auch etwas problematischen Schirmling nach Hause schleppen, wenn er Champignons zur Auswahl hat.
Beide gehören übrigens zur Familie der Champignons.
In der Instruktion liegt aber unheimlich viel geballtes Wissen trotz der Kürze. Einmal gibt es auf der Wiese mit weißem Hut und schönen rotbraunen Lamellen nur Champignons. Die Abgrenzung zu den Giftchampignons erfolgt durch den Wohlgeruch. Ein Karbolegerling riecht nicht gut. Spätestens aus der Pfanne.
Und die zweite Sache war noch viel wichtiger. Das strikte Verbot Pilze mit weißen Lamellen mitzunehmen, war eine Schutzmaßnahme gegen den weißen Knollenblätterpilz und der wäre ins Auge gegangen. Bei Weißem Knollenblätterpilz und dem Egerlingsschirmpilz decken sich wichtige Merkmale: Ring und auch die Ansätze zu einer Knolle. Also Weglassen und damit Null Risiko.
Als Neuling kann man nur einige Male mit einem sich auskennenden erfahrenen Pilzsammler mitlaufen. Auskennen heißt in dem Fall, dass er die Unterschiede und Merkmale erläutern kann.
gruß jo
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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon eumel6 » 15.10.2015 20:25

Schnell mal ein Bild vom schwersten einheimischen Großpilz


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Der fällt zwar fast noch unter Baby.

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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon eumel6 » 24.10.2015 19:50

Milchlinge

Es gibt Pilze, die bluten und wo das Bluten sogar in den Namen eingeht - Blutreizker. Andere geben bei Beschädigungen eine weiße Milch ab, woher der Oberbegriff Milchlinge rührt.
In Parks mit Birken findet man oft die beiden Formen
blasser Zottenreizker
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Die Zotten sind beim Birkenreizker wesentlich stärker ausgeprägt und der Hut geht mehr ins rötliche. Bei trockenem Wetter milchen beide kaum, bei feuchten weiß.
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Noch mehr ins Rot geht der Hut vom Blut(Edel)reizker, den man in der Nähe von Fichten und Kiefern findet. Er gibt auch stärker die Milch ab.
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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon eumel6 » 29.04.2016 18:46

Zur Spargelsaison passt der Spargelpilz bzw Schopftintling. Dieser Pilz muss bereits vor dem Abschneiden in der Pfanne sein :)

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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon Wolkentreiber » 29.04.2016 21:10

Hallo Jo !

An den kann ich mich noch erinnern .Als Kind und auch heute sieht er aus, als wenn er verblüht oder wie man es nennt, oder tot aussieht. Ich hätte nie gedacht das man ihn essen kann. Oder hab ich den letzten Satz nicht richtig verstanden :rolleyes

Bis dann
Peter
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Re: Mit Jo in die Pilze

Beitragvon eumel6 » 29.04.2016 21:33

Hallo Peter,

derr Schopftintling ist ein ausgezeichneter Speisepilz, nur seine Lagerfähigkeit ist im negativen Bereich. Das Exemplar auf meinem Bild müsste sofort in die Pfanne - innerhalb von 5 Minuten. Da das nicht realisierbar ist - solche Exemplare stehen lassen. Sie müssen geschlossen sein und dann auch innerhalb von 1-2 Stunden verarbeiten.
Es sind viele Pilze essbar :)
Und hier der nächste Kandidat. Der Hut ist appetitsanregend giftgrün
Bild

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Zuletzt geändert von eumel6 am 29.04.2016 21:40, insgesamt 2-mal geändert.
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