Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

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Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 04.08.2013 17:49

Hallo zusammen

Diskussion und Fragen bitte hier stellen! Dies hier ist ein reiner Informationsthread. Hast auch du eine LED Beleuchtung und möchtest darüber schreiben? Kontaktiere mich bitte per PN.

da ich mittlerweile einiges an Erfahrung in Sachen LED Beleuchtung habe, möchte ich nun einige Infos dazu wiedergeben.

Wann ist LED Beleuchtung geeignet:

- Für spezielle Aquarien, welche mit wenig Licht auskommen, hier sind zum Beispiel L-Wels Aquarien ohne viel Pflanzen genannt
- Für Aquarien, an welcher es noch keine Beleuchtung gibt bzw. die alte Beleuchtung irreparabel defekt ist und deshalb sowieso eine neue Beleuchtung gekauft werden muss.

Wann ist LED Beleuchtung ungeeignet:

- In (gut) bepflanzte Aquarien welche eh schon über eine gute Beleuchtung verfügen. Hier ist es sinnvoller die Beleuchtung mit Reflektoren aufzupeppen. Eine Umrüstung auf LED wäre unverhältnismäßig teuer. Die Stromersparnis ist zu gering, als das es sich in den nächsten Jahren bezahlt machen würde. Werbeversprechen mit 80% Stromersparnis kann man nicht ernst nehmen, denn da verliert man auch Helligkeit. Ist dies bei schwach bepflanzte bzw. unbepflanzten Becken noch kein Problem, so sieht es in Pflanzenbecken anders aus.

Welche LED Leuchten sollte ich verwenden:

- Persönlich habe ich sehr gute Erfahrung mit 1W High Power LEDs gemacht. Wer ein paar Euro ausgeben möchte, kann hier zur CREE LEDs greifen und sie sogar mit 700mA / 3W betreiben. Für die Sparfuchsen unter uns kann ich aber auch LEDs von http://www.satisled.com/ empfehlen.
- LED Röhren wurden mir vom hörensagen auch immer als positiv angerechnet. Eigene Erfahrung habe ich nicht, aber rein von den technischen Daten muss man sagen, würde hier nach Umbau etwas weniger Licht als mit T8 + Reflektor zur Verfügung stehen. Hier gilt wieder, in Pflanzenbecken kann es eng werden, in L-Wels Becken oder schwach bepflanzte bzw. unbepflanzte Becken dürfte dies kein Problem sein.
Beachte: LED Röhren können nur bei T8 Lampen verwendet werden, welche mit Starter betrieben werden. Bei T5 Röhren oder T8 mit EVG ist ein Umbau leider nicht so ohne weiteres möglich!
- LED Strahler gibt es mittlerweile bei Ebay. Von Bekanntschaften kenne ich sie über einen Aquarium welches wirklich sehr hell wirkt. Der Nachteil hier ist eine punktuelle Ausleuchtung. So können u.U. schattige Bereiche im Aquarium entstehen. Wem dies nicht stört kann zu solchen Leuchten greifen.

Welche LED Leuchten sollte ich nicht verwenden:

- RGB LEDs. Diese LEDs dienen nur um Farbe hinzubekommen sind für eine Hauptbeleuchtung im Aquarium absolut ungeeignet. Für Effekte können sie als Zusatzbeleuchtung aber gerne verwendet werden.
- LED Stripes habe ich bereits getestet. Laut Hersteller 120 Lumen / Watt. Dieser Wert ist höher als die 1W High Power LEDs von Satisled, welche mit 90-100 Lumen angegeben sind. Dennoch waren diese LED Stripes eine reine Katastrophe und bei gleicher Wattzahl deutlich dunkler als T8. Ich rate daher dringend von LED Stripes ab.
- LED mit GU10 Sockel. Dieser Sockel wird mit 230V betrieben und ist nicht Wasserfest. Man sollte sie also besser nicht verwenden oder zumindest sehr gut absichern. Wer weiß was er tut, kann sie verwenden für einen Heimbastler aber nicht zu empfehlen!

Wie viel Watt brauch ich nun für X Liter?:
Das kann man leider so überhaupt nicht sagen. Es kommt immer drauf an was im Aquarium an Pflanzen wachsen soll.
Ich kann ein paar Vergleichswerte liefern:
100x50x50cm -> 54x1W helles Becken für viele Pflanzen geeignet
80x35x40 -> 8x1W relatives düsteres Wurzelbecken für L-Welse. Hier wächst nur Anubia und cryptocoryne aponogetifolia
40x40x30 -> 3x1W eher düsteres Becken, gut geeignet für Echinodorus und normale Pflanzen
40x40x30 -> 3x1W und 1x3W Cree -> deutlich heller und für viele Pflanzen gut geeignet.
30x30x30 -> 3x1W relativ hell hier wächst auch vieles, kommt aber evtl. daher, dass alle Seiten mit weißen Styropor isoliert sind, so dass die Helligkeit gut in das Becken reflektiert.

Gerne kann ich euch grob nennen, wie viel Licht ihr braucht. Dazu benötige ich aber folgende Infos:
- Aquariumgröße (bitte die Maße, nicht nur die Liter)
- wie hell soll das Becken sein, Pflanzenbecken mit CO2 und guter Düngung oder eher ein normales Becken oder doch ein düsteres L-Wels Becken?
- Welche Beleuchtung ist aktuell drüber? Ist sie hell genug, soll es heller oder dunkler sein?
Mit diesem Daten kann ich euch dann einen groben Richtwert geben. Beachtet bitte das es sich nur um einen Richtwert handelt, eine genaue Angabe ist auch mir nicht möglich.

Macht dazu bitte einen Thread auf und schickt mir keine PN. Vielen Dank.

mfg

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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 04.08.2013 17:57

Hallo zusammen

Hier möchte ich euch erklären, welche Daten es zum Licht überhaupt gibt.

Watt:
Dies ist die elektrische Verbrauchte Leistung. Dieser Wert sagt erst mal nichts über die Helligkeit der Lampe aus. Viel wichtiger zu wissen ist, Watt bezahlt man. Braucht eine Lampe 10W zahlt man nur 1/10 im Jahr als wenn eine Lampe 100W benötigt.
Ganz grob kann man überschlagen, pro Watt das eine Lampe benötigt bei 12 Stunden Brenndauer pro Tag kostet uns 1€ Stromkosten im Jahr. So kostet eine 10W Lampe, welche 12 Stunden pro Tag an ist, 10€ im Jahr.

Lumen:
Dies ist die vom Hersteller angegebene Helligkeit. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, man sollte hier Vorsichtig sein. Ich hatte schon LED Stripes mit wesentlich mehr Lumen in der Hand, die dennoch dunkler waren als High Power LEDs oder gar T8 Röhren mit weniger Lumen. Für einen ersten Vergleich sehr nett dennoch hier bitte aufpassen.

Kelvin:
Der Kelvinwert ist die Lichtfarbe. Dazu habe ich ein schönes Bild:



Man kann sehr gut erkennen, je geringer der Kelvinwert ist, desto gelber wirkt das Aquarium. Je höher der Kelvinwert ist desto weißer bzw. ab 6500Kelvin auch blauer wirkt das Aquarium.
Für Süßwasser gilt nach meiner Erfahrung, zwischen 2700K und 6500K ist alles ok und man sollte sich danach richten, was einen optisch gefällt.
So habe ich über meinen L-Wels Becken nur 3500K drüber hängen, über meine Pflanzenbecken aber 2/3 6500K und 1/3 3500K. Diese Lichtfarben finde ich optisch sehr ansprechend. Es gibt aber viele Leute denen sind die Becken zu gelb oder zu weiß. Hier kann jeder frei nehmen was man möchte.

Strom / Ampere:
Da High Power LEDs an einer Konstantstromquelle betrieben werden, ist es auch wichtig zu wissen wie es sich mit dem Strom verhält. 1W High Power LEDs werden üblicherweise mit 350mA (Milliampere) betrieben, wobei 3W LEDs schon mit 700mA betrieben werden. Da die LEDs in Reihe geschaltet werden, bleibt der Strom in der ganzen Schaltung gleich. Aus diesem Grund sind auch Konstantstromquellen notwendig, welche den Strom Konstant halten damit die LED nicht kaputt geht oder überlastet wird.

Diese 4 Werte sind für uns das wichtigste und man sollte grob wissen was sie bedeuten.

UV Anteil / Spektrum
Immer wieder wird behauptet, LEDs haben keinen UV Anteil oder ein schlechtes Lichtspektrum. Ob es so ist kann ich nicht beweisen aber wenn sie es nicht haben, scheint es auch im Aquarium nicht nötig zu sein ;) Denn wenn sie funktionieren und das Aquarium stabil läuft ist doch alles bestens oder?

mfg

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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 04.08.2013 18:14

Hallo

Hier geht es um die Fakten, warum ich mich für eine LED Lampe über meinen Aquarium mit 100x50x50cm entschieden habe.

Zuvor war über dem Aquarium eine 2x30W T8 Lampe. Diese war mit aber etwas zu dunkel. Eigentlich wollte ich nur nachrüsten doch dann gab der Leuchtbalken komplett seinen Geist auf und es musste was neues her. Hier war die Idee geboren es mal mit LEDs zu probieren. Erfahrung an kleineren Aquarien waren bereits vorhanden.

LEDs:
Geplant waren am Anfang 54x1W High Power LEDs von Satisled mit 6500K. Später hat sich gezeigt, dies ist für mich zu "kalt" also zu bläulich wonach ich dann 1x18W durch 3500K ersetzt habe und damit jetzt sehr zufrieden bin.

Konstantstromquelle:
Als Konstantstromquelle verwende ich 3 Stück von hier http://www.leds.de/LED-Zubehoer/Strom-u ... id-17.html
Die Begründung, mit maximal 72V (gemessen bei 18 LEDs waren es nur 60-61V) am Ausgang ist die Spannung im ungefährlichen Bereich, so dass ich auf Berührungsschutz verzichten kann. Weiterhin komme ich mit 3 KSQ aus was Verdrahtungsaufwand spart.
Weiterhin ist das Preis/Leistungsverhältnis super. 18 LEDs für 12,90€ ist kaum zu toppen. Bei mir sind mittlerweile 5 so KSQ im Einsatz und jede wird an der Grenze mit 18 LEDs betrieben. Bisher ging 1 KSQ kaputt, welche anstandslos vom Lieferanten ersetzt wurde.

Profil:
Die LEDs habe ich auf U-Profile aus Aluminium geklebt. Diese Profile gab es mit 40x20x1,5mm und 1 Meter Länge beim Obi. Aluminium deshalb, da es Wärme gut leitet und somit gut abführt. Sehr wichtig ist bei den High Power LEDs die Wärme von der LED wegzubekommen, da die LEDs durch wärme kaputt gehen. Je kühler eine LED betrieben wird, desto besser ist es für sie.

Kleber:
Ich habe auf die LEDs einen Tropfen Wärmeleitpaste und 2 Tropfen Sekundenkleber und sie so an das Profil geklebt. Dies hab ich mittlerweile bei über 100 LEDs gemacht und es sind erst 3 LEDs wieder abgefallen. Mit dem Schnitt kann ich auf jeden Fall leben.

Kabel:
Als Kabel habe ich einfach blaue flexible Einzeladern mit einen Querschnitt von 0,75mm² verwendet.

Aufschlüsselung der Kosten:
LEDs: haben ~40€ gekostet
Konstantstromquellen: 38,70€
Profil: 20,85€
Kleber: hatte ich alles Zuhause
Kabel: hab ich ebenfalls zuhause
Lötkolben hab ich auch einen zuhause.

Gesamtkosten für die ganze Lampe: ~90€
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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 04.08.2013 19:47

Hallo

hier eine Erklärung wie ich die Lampe aufgebaut habe.

Die LEDs wurden schon fertig auf Starplatinen geliefert, wodurch das verarbeiten wesentlich vereinfacht wird.



Erste LEDs auf dem Aluprofil. Die Richtung wurde so gewählt, das die Wärme über die 2 Schenkel gut an die Luft abgegeben werden kann:



Man nehme die LED in die Hand



einen Tropfen Wärmeleitpaste in die Mitte



und außen herum ein bisschen Sekundenkleber



Die LEDs werden dann in Reihe verlötet. Zur Veranschaulichung:

KSQ PLUS -> 1. LED PLUS | 1. LED MINUS -> 2. LED PLUS | 2. LED MINUS -> 3.LED PLUS | ... | 18 LED MINUS -> KSQ MINUS



Und hier dann der erste Leuchttest. Die Dinger sind so hell, ich hatte richtig Probleme mit dem Fokus der Kamera



Die 3 Konstantstromquellen habe ich nebeneinander mit ein bisschen Abstand auf ein Holzbrett geschraubt. Auch eine KSQ erzeugt etwas Wärme und deshalb sollte man sie nicht dicht an dicht aneinander packen. Auf dem Foto sind nur 2 Leuchtbalken angeschlossen, deshalb hat die 3. KSQ am Ausgang noch keine Kabel



Und noch ein Foto von 2 Leuchtbalken. Bei einem Leuchtbalken wurde 3 3500K LEDs verbaut da ich sie noch rumliegen habe, dies sind die, die wesentlich gelber wirken



mfg

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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 04.08.2013 20:03

Hallo

kommen wir zu den Vergleichsfotos. Da meine T8 Leuchte schon defekt war, war damit leider kein Vergleich mehr möglich. Ich hatte als Vergleichsobjekt aber eine Ati Sunpower 2x39W T5 mit sehr guten Reflektoren. Die Lampe ist eigentlich eine Meerwasserlampe von einem Markenhersteller und dementsprechend professionell und Lichtstark gebaut. Alle Angaben und Bilder der T5 Lampe wurden nach einer Stunde Brenndauer erstellt, da T5 erst nach einiger Zeit effektiv läuft.

Die T5 Lampe war mit 2x 840er Osramröhren (fast neu etwa 2 Monate a' 12 Stunden pro tag Leuchtzeit) bestückt. Als LED traten 54x1W an wovon 51x 6500K und 3x 3500K vertreten waren (wie schon gesagt, wurde nach den Fotos ein Leuchtbalken mit 18x1W 6500K durch 18x1W 3500k ersetzt).

Stromverbrauch (gemessen):
2x39W T5 -> 83W
54x1W LED -> 70W

Die LEDs sind also in Sachen Stromverbrauch etwas besser. Warum die T5 Lampe soviel Verluste hat ist mit schleierhaft aber mehrere Testmessungen haben immer wieder den gleichen Wert ergeben.

Vergleich optisch:

In Sachen Helligkeit war optisch absolut kein Unterschied zu erkennen. Ich habe mehrmals die Lampen getauscht und sie sahen absolut gleich hell aus.

In Sachen Lichtfarbe war deutlich ein unterschied zu erkennen. 2x840er Röhren waren deutlich gelber und für mich angenehmer. Die LEDs wirkten deutlich greller und schon fast leicht bläulich, was mir weniger gefallen hat.

Vergleich Kamera:

Hier lass ich einfach mal Bilder für sich sprechen:

(Der Weißlichtabgleich der Kamera war schlecht eingestellt, es wirkt auf dem Fotos alles blauer als es wirklich ist)

1/15sec Belichtungszeit, Blende f4 und ISO100:

Röhre:

LED:


1/5sec Belichtungszeit, Blende f8 und ISO100:

Röhre:

LED:


0,5sec Belichtungszeit, Blende f8 und ISO100

Röhre:

LED:


Wenn man die Bilder nun genau analysiert, wird man feststellen das die T5 Röhren minimal heller sind. Dennoch ist die Helligkeit rein optisch deutlich besser als 2x30W T8 mit Reflektor. Da ich die Ati Sunpower abgeben musste, war LED das beste was ich machen könnte.

Über dem Aquarium sieht es nun so aus:



Ich kann die 3 Aluprofile alle einzeln verschieben und bin somit sehr flexibel wenn ich im Aquarium arbeiten muss.
Unter den LEDs liegt auf den Länggstreben des Aquariums 2 Plexiglasscheiben, welche die Verdunstung etwas reduzieren sollen und die LEDs vor Spritzwasser schützen. Die LEDs hängen komplett offen ohne jeglichen weiteren Spritzschutz.

mfg

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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 04.08.2013 20:08

Hallo

kommen wir zum Langzeitfazit. Einige Zeit nachdem ich die LEDs drüber hatte, musste ich mal gärtnern:



Die Pflanzen wachsen und wachsen und wachsen... Ich muss immer wieder regelmäßig gärtnern und bin mit dem Aquarium sehr zufrieden.

Zwischenzeitlich sah das Aquarium dann wieder so aus:



Von schlechten Wachstum ist hier also wirklich keine Spur zu erkennen.

Jetzt nachdem ich die Beleuchtung seit 8 Monaten drüber habe, kann ich nur sagen:

Ich bereue nichts

Die 90€ waren sehr gut investiert und der Umbau hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ein Arbeiten am Aquarium ist ohne Probleme möglich und die LEDs sind richtig hell.

Ich würde diese LEDs also jederzeit weiterempfehlen

mfg

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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 05.08.2013 07:14

Hallo

als 2. Becken, welches mit LED beleuchtet wird, möchte ich euch noch mein L-Welsbecken vorstellen, genauer L-134. Es hat die Maße 80x35x40cm demnach 112l.



Dieses Aquarium steht in meinem Aquariumregal mit einigen anderen Aquarien. Beleuchtet wird es mit 8x1W von Satsiled und 3500k. Wie man sieht ist nur eine schwache Bepflanzung mit Anubien, cryptocoryne aponogetifolia, brasl. Wassernabel und Wasserlinsen vorhanden, also nichts was viel Licht benötigen würde.

Die rechten 8 LEDs hängen auch über dem Aquarium, der Rest war für ein Aquarium geplant, das neben den L-Wels Becken stehen sollte aber dort nie hingestellt wurde:


Das Aquarium wirkt leicht düster ist aber immer noch hell genug um die Welse ohne weiteres ohne Taschenlampe auch in den Höhlen gut beobachten zu können. Sollte es später mal um die Zucht gehen, werde ich vermutlich noch einige LEDs abschalten damit es noch etwas dunkler wird. Hier macht sich jetzt der Vorteil der Flexibilität bei LEDs bemerkbar. Hier 2W weniger da 4W mehr ist alles kein Problem. Bei Röhren muss man immer gleich ne ganze Röhre oder wenn es DUOschaltungen sind sogar 2 Röhren abschalten. Bei LED kann ich jede einzelne LED abschalten indem ich sie einfach überbrücke. Da die KSQ für 10-18 LEDs ausgelegt ist, kann ich so pro Strang bis zu 8 LEDs überbrücken.



mfg

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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 18.05.2015 16:06

hi

Ich fang aktuell wieder ein bisschen das basteln an ;)





10W mit Wasserkühlung. Da die LED aber verklebt ist, sieht es aktuell so aus als würde ich die Wärme nicht optimal auf den Kühlkörper bekommen, der LED Chip wird immer "Aua heiß Finger aua aua *blas*".

Werde die Befestigung wohl nochmal optimieren müssen. Allerdings ist eh schon ein weiteres Projekt in Planung.

alles weitere folgt dann, wenn ich soweit bin und das Material da habe ;)

mfg

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Re: Infos zur LED Beleuchtung im Aquarium

Beitragvon Christian » 07.06.2015 10:47

Hallo

heute mal ein Thema, was mir immer wieder an den Kopf geworfen wird. Fragen wie:

- Wieviel Watt hat die LED
- Wieviel Lumen hat die LED

meine Antwort, guck ins Datenblatt. Nur wer noch nie ein Datenblatt gelesen hat tut sich schwer.

Mal Anhand meiner CREE XP-L LEDs die ich hier verwende möchte ich das ganze mal in Ruhe erklären wie man ein Datenblatt liest.

Das Datenblatt zu den LEDs ist hier zu finden.

Interessant ist schon Seite 2:

Bild


Hier stehen alle Daten die die LED maximal aushält. So könnte man die LED mit Maximal 3000mA (3 Ampere ) betreiben (DC forward current). Weiterhin wird angegeben das sie bei 1050mA etwa eine Vorwärtsspannung von 2,95-3,2V hat bei 85°C.
Wer jetzt noch etwas an Physik 10. Klasse zurück denkt kann dann auch berechnen wieviel Watt sie etwa bei 1050mA benötigt Hier gilt die Formel U*I=P also 2,95V*1,05A=3,09W bis 3,2V*1,05A=3,36W. Sie würde bei 1050mA Konstantstromquelle mit etwas über 3W Stromverbrauch laufen.
Nun hab ich ja gesagt ich betreibe die LEDs nur mit 700mA. Warum mache ich das? Ganz einfach je weniger Strom man der LED gibt, desto kühler bleibt sie. Je kühler die LED läuft desto effektiver ist sie und desto so länger hält sie. Nur wieviel Strom benötigt die LED nun bei 700mA? Um auch hier wieder auf die Watt schließen zu können gibt es im Datenblatt auf Seite 6 ein Diagramme (das obere auf dem Bild):

Bild


Ich habe hier rot eingezeichnet wie man die Diagramme abliest und so kommt man bei 700mA auf etwa Vorwärtsspannung von ca. 2,8-2,9V und Also rechnen wir wieder 2,9V*0,7A=2,03W. Die LED benötigt also etwa 2,03W bei 700mA.

Im 2. Diagramm kann man die Lumen ablesen. Zusammen mit dieser Angabe auf Seite 3 im Datenblatt:

Bild


kann man nun ziemlich gut sagen wieviele Lumen bei wieviel Strom und Temperatur erzeugt werden. Leider bin ich mir etwas unschlüssig welche LED ich genau habe, bestellt habe ich 4750-5250Kelvin und diese sind leider so nicht aufgeführt. Auf der Verpackung stand V5 man könnte also von der ersten Zeile ausgehen da stimmt die Farbtemperatur aber gar nicht (wobei die V5 mit min. 5000Lumen angegeben wird, evtl. ist es sie doch, wie gesagt ich bin mir unsicher hier) . Ich denke eher das die 3700-5000K richtig sind und ich die V4 habe. Gehen wir nun mal mit 85°C aus landen wir also bei 1050mA (steht in der Überschrift) hätten wir ein Minimum von 440Lumen. Da ich sie aber nur mit 700mA betreibe müssten wie wieder im oberen Diagramm (das untere auf dem Bild) gucken und landen somit bei ca. 70-75% (100% sind 1050mA und bei mehr Strom geht es dann logischerweise über 100% die Kurve flacht aber ab wenn man das ganze mal mit 2A durchrechnet wird man merken das die LED immer ineffektiver wird daher macht es wenig Sinn sie mit so hohen Strom zu betreiben, die Kühlung ist dann nochmal eine ganz andere Sache). Ich bin mal pessimistisch und gehe von 70% aus. 70% von 440Lumen macht dann etwa 440Lumen*0,7=308Lumen. Somit kann ich also nun folgende Aussagen tätigen:

Meine LED wird etwa mit einer Spannung von 2.9V betrieben (bei mehrere in Reihe gilt dann natürlich 2,9V*Anzahl_der_LED=Gesamtspannung, der Strom bleibt in der Reihenschaltung gleich), den Strom stelle ich durch die KSQ konstant auf 700mA ein. Die LED braucht somit etwas über 2W und erzeugt mir 308Lumen. Bei 10 LEDs hab ich also eine maximale Spannung von knapp 30V was absolut ungefährlich ist, dazu kommen weiterhin die 700mA und ein Stromverbrauch von etwas über 20W womit ich dann 3080Lumen erzeuge. Natürlich erhoffe ich mir durch die Wasserkühlung eher im 25°C Bereich zu landen, mal sehen wie gut das klappt ;) Als Hausaufgabe dürft ihr dann mal da die Lumen berechnen ;)

Wer sich für die Wellenlängen der LEDs interessiert und diese in Pflanzenwachstum ummünzen kann (ich kann es nicht) findet auf Seite 5 ganz oben ein Diagramm dazu.

Beim Gesamtstromverbrauch ist zu beachten, das auch die KSQ sich ein paar Watt gönnt. Wenn man es am Ende nachmisst wird man vermutlich auf ein paar Watt mehr kommen. Erfahrungsgemäß bei mir etwa 10-15% die sich eine KSQ gönnt.

Hoffe ich hab etwas Licht ins dunkle gebracht und damit gezeigt das 700mA eben nicht immer 3W sind auch wenn es zu gerne gesagt wird. Um aus der LED 3W herauszuholen müsste man sie mit 1050mA betreiben.

mfg

Christian
Zuletzt geändert von Christian am 07.06.2015 12:00, insgesamt 6-mal geändert.
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