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Macrognathus circumcinctus

wissenschaftlicher Name: Macrognathus circumcinctus
deutscher Name, weitere Bezeichnungen: Gürtelstachelaal,
Temperatur: 21-28°C
Aquariumgröße für dauerhafte Haltung: 200 Liter
Größe: 15-18cm
Geschlechtsunterschied:
Sozialverhalten: Sehr sozial, aber kein direkter Gruppenfisch, trotzdem keine Einzelhaltung!
Herkunft: Asien Südöstliches Thailand, Malayische Halbinsel, Sumatra, Indonesion, Mekong und Chao Phraya Becken
Futter:
Wasserwerte:

Informationen

Stachelaale führen auch in der heutigen Aquaristik noch ein Schattendasein. Dabei sind es sehr interessante Pfleglinge, welche durch ihre Neugierde, Intelligenz und das skurile Aussehen den Beobachter faszinieren und in ihren Bann ziehen.

Gürtelstachelaale sind Raubfische und gerade in der Anfangszeit können die Tiere sehr wählerisch sein, was das Futter anbelangt. Wochenlange Nahrungsverweigerung ist durchaus möglich. Hier hilft dann nur, die Palette an Nahrung durchzuprobieren. Irgendann wird etwas dabei sein, was das Tier kennt und deshalb frisst. Oder aber es frisst aus Hunger. Der Futterplan sollte abwechlungsreich aus verschiedenem Lebend- und Frostfutter bestehen. Probieren sie ruhig auch mal etwas Neues aus. Anfangs werden die Tiere es wahrscheinlich nicht anrühren, aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen. Trockenfutter wird i.d.R. nicht angenommen. Manche Stachelaale scheinen ihren Speiseplan um Gurke und eventuell auch anderes Gemüse zu erweitern. Ich habe bereits Videos von Augenfleckstachelaalen (Macrognathus aculeatus) gesehen, welche Gurke fraßen. Bei meinen Gürtelstachelaalen konnte ich es noch nicht beobachten. Besonders beliebt bei allen Stachelaalen ist übrigens jegliche Form von Wurmfutter in geeigneter Größe. Insbesondere Regenwürmer sind als regelmäßige Futtergabe fest mit einzuplanen, aber auch Tubifex können hin und wieder verfüttert werden.

Wie bereits erwähnt, sind Stacheaale sehr neugierig und intelligent. Es ist meist nicht schwer, sie an die Handfütterung zu gewöhnen. Ich bin der Meinung, dass sie, genau wie Schlangenkopffische, durchaus in der Lage sind, ihren Pfleger zu erkennen.

Die Tiere sollten niemals allein gehalten werden. Auch wenn es schon einmal vorkommen kann, dass man sich untereinander kurz beißt, so sind es sehr soziale Tiere, welche oft nah beieinander liegen und den Kontakt zu Artgenossen schätzen. Zwei Tiere sollten es mindestens sein, am besten aber pflegt man eine Gruppe von 5 oder gern auch noch mehr Tieren (je nachdem, was der Platz zulässt). Gürtelstachelaale sind sehr gute Gesellschaftsfische. Trotz des Raubfischcharakters scheinen nicht alle Tiere auf Jungfische zu gehen. Bei mir überlebten 2 probehalber eingesetzte Jungguppys wochenlang in einem Becken mit 5 Gürtelstachelaalen und wurden nicht einmal beachtet und so wuchsen sie in Gegenwart der Stachelaale heran, bis sie umgesetzt wurden. Garantieren, dass Jungfischen nicht nachgestellt wird, kann man aber nicht. Natürlich sollten die Beifische den Stachelaalen auch nicht gefährlich werden können.

Gürtelstachelaale sind in der Lage, ihre Helligkeit sowie die Musterung zu verändern. So können die Tiere einheutlich braun gefärbt sein mit nur schwach ausgeprägter bis (fast) gar nicht mehr vorhandener Streifung. Sie können dunkelbraune Flanken, einen hellen Bauch und einen hellen Rücken haben - mit oder auch ohne sich absetzender Streifenzeichnung. Und sie können sehr kontrastreich gestreift sein.



Aquariumeinrichtung

Das Aquarium für Gürtelstachelaale sollte versteckreich eingerichtet sein, wobei es nebensächlich ist, woraus die Verstecke bestehen. Der Boden sollte aus Sand bestehen, da sich die Tiere durchaus auch in den Boden eingraben, wobei das seltener vorkommt, wenn ausreichend Verstecke geboten werden. Eine Bepflanzung des Beckens ist nicht verkehrt, da die Tiere auch den Pflanzendschungel durchforsten. Aber auch in pflanzenlosen Becken kann man sie halten, wenn eben die Versteckmöglichkeiten anders gegeben werden. Auf dem Sand kann man zusätzlich eine Laubschicht einbringen, welche von den Tieren auch genutzt wird. Sie verstecken sich in dieser Laubschicht und suchen darin nach Nahrung. Die Gabe lebender Zwerggarnelen weckt den Jagdtrieb und wenn diese zwischen dem Laub verschwinden, ist es für die Stachelaale umso reizvoller, darin zu stöbern.



Zucht

Die Zucht ist möglich. Gelaicht wird in feinfiedrigen Pflanzen an der Oberfläche.


Einzelnachweise und weitere Informationen


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