Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

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Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon tannitc » 14.10.2016 12:10

Aquariumgröße bitte Maße und nicht nur Liter:
80x35x50

Auflistung an Technik die im Aquarium verwendet wird (Filter, Heizstab, CO2, UV, etc.):
Aquael-Innenfilter 750 mit UV,
100 Watt Heizstab Temperatur konstant 25,5 Grad
Söchting Oxidator

Kompletter Besatz:
ca. 11 Neons
4 Platys (2w/2m)
1 Endlerguppymännchen (schon alt aber hält sich wacker)
6 Zwergpanzerwelse
1 Antennenwels rot
2 Apfelschnecken
viele Posthornschnecken (vermutlich über Pflanzen eingekauft)

Wie lange sind die Tiere bereits im Aquarium:
der Guppy und die Zwergpanzerwelse sind "alt" ca. 2,5 bis 3 Jahre
Platyweibchen ca. 1 Jahr alt
Platymännchen seit dem letzten Wochenende im Becken
Apfelschnecken und Antennenels sind ca. 8 Monate alt

Wie lang läuft das Becken schon:
ca. 1 Jahr

Wasserwerte falls vorhanden:
KH 10
pH 7,4
GH 14
NH4 unter 0,05
NO2 unter 0,1
Cu unter 0,1
O2 6
NO3 5
PO4 0,4
SiO2 6
Fe 0,05
Co2 12

JBL Testlab Werte von gestern abend

Was wird/wurde dem Wasser zugegeben (Dünger, Medikamente, Wasseraufbereiter, Baktieren, etc):
JBL Wasseraufbereiter Biotopol 20 ml beim Wasserwechsel am Dienstag
Voogle 10ml/Woche
Aquabiofit 0,7ml/Tag
Profito 1,5ml/Tag
Fe-Dünger 1ml/Tag
Easycarbon 2ml/Tag

Genaue Beschreibung deines Problemes:
Das war mal mein Bestand vor 8 Monaten:

6 Zwergpanzerwels
10 Platys
5 Kuckuckswelse
2 rote Saugwelse
3 Zwergfadenfische
3 Schmetterlingsbuntbarsche Electric blue
4 Endler
18 Neons
5 Geweihschnecken
3 Apfelschnecken

Die meisten Fische sind aus mir unerklärlichen Gründen verstorben.
2 der Zwergfadenfische (beide Weibchen) hatten dicke Bäuche und aufgestellte Schuppen. Ein Weibchen hatte sowas wie Bläschen am Maul, das ist aber nicht zuerst gestorben. Das andere Weibchen sah gesund aus, bis plötzlich der Bauch dicker wurde und die Schuppen sich aufstellten. Das Männchen war lange allein, aber es hatte die Weibchen immer sehr gejagt und angegriffen, so dass ich keine neuen Weibchen dazusetzen wollte. Das Männchen ist einfach irgendwann nur noch am Boden geschwommen und sah ein bischen eingefallen aus. Hatte aber keine Wunden oder andere Auffälligkeiten. Und ist dann verstorben.

Einige der Platys hatten auch dicke Bäuche. Andere nichts erkennbares. Manchmal hatten sie weisse Stellen am Körper oder ein dickes Auge, mit weisslichen Belag.

Die Guppys sind zum Teil plötzlich im Kreis geschwommen 2 lagen plötzlich tot am Boden ohne erkennbare Verletzungen.

Bie den Electric Blue Schmetterlingsbuntbarschen hatte sich ein Päärchen gefunden und das andere WEibchen gejagt. Dieses blieb alleine (in der Zoohandlung sagte man mir, dass sich das noch geben wird). Das Pärchen hatte sogar 2x gelaicht, den Laich aber gefressen.
Alle 3 sind ohne erkennbare Verletzungen gestorben.

Die Kuckuckswelse hat man kaum gesehen, sie hatten sich meistens unter meiner Wurzel versteckt. Einer nach dem anderen schwamm plötzlich oben und kam nicht mehr richtig nach unten. Sie sind dann 2 Tage später verstorben (hatte den kranken immer isoliert).
Der Antennenwels ist einmal beim Wasserwechsel ausgeflippt, immer an die Oberfläche geschwommen und wirkte panisch. Danach bekam er einen dicken Kopf und "Pausbäckchen" und ist nach einer Woche verstorben.

Und so ist fast im 2 wöchigen Rhythmus immer ein Fischlein gestorben.

Die Fische haben sich zum Teil geschuppert, die Platys haben langen weissen Kot abgesondert, der Darmausgang wirkte bei einigen auch mal rot und geschwollen. Aber nicht unbedingt bei denen, die dann auch gestorben sind.

Ich hatte immer Respekt davor, irgendwelche Medikamente ins Wasser zu kippen. Ich hab dann versucht mit Wasserwechsel, Seemandelbaumblättern und Voogle den Fischen zu helfen und hatte mir den Aquaelfilter mit UV-Lampe besorgt. Habe später dann noch sera ectopur entdeckt und das Gefühl, dass mein Restbesatz nun stabil ist.
Ich habe die Bepflanzung noch erweitert und 4 Wochen abgewartet, alles war gut!
Letztes Wochenende habe ich zu meinen 2 Platydamen 2 Männchen besorgt.
Seitdem diese Männchen im Wasser sind ist es aber wieder schlimmer.
Die Fische schuppern sich an der Wurzel usw. Die Platys haben weisse Kotfäden. Ein Neon war plötzlich tot, ohne vorwarnung und Anzeichen.
Ich überlege nun mit esha2000 zu behandeln, wegen dem Schuppern.
Oder ne Wurmkur wegen der Kotfäden (sera Tremazol)?

Bin total verzweifelt. Ich kann keine Linie erkennen. Irgendwie scheint jeder Fisch eine andere Krankheit zu haben, weshalb ich auch nicht irgendwas an Medikation geben wollte. Die Händler konnten mir auch nicht helfen. Schlimm wurde das Sterben, als ich die Zwergfadenfische eingesetzt habe.
Die 2 neuen Platys hab ich mit Desi-Tropfen für 3 min. behandelt, bevor sie ins Becken durften.
Eigentlich wollte ich mir einen 2. Antennenwels besorgen und Garnelen ins Becken setzten. Aber ich möchte erstmal, dass alle Fische gesund sind.

Was soll ich machen????

Ich hätte noch einen 20l Cube als Quarantänebecken.
Aber wenn ich dort z.B. die Platys behandel und sie dann zurück ins große Bescken setze, dann werden sie doch bestimmt wieder krank. Was auch immer ich im Becken habe, es ist doch bestimmt im Wasser, Bodengrund oder Filter, oder nicht?
Die zwergpanzerwelse schuppern sich auch manchmal, bei denen traue ich mich aber gar nicht mit esha 2000 zu behandeln, wegen des Kupfers.

Ich hoffe mir und den Fischen kann jemand helfen.
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon jsc0852 » 14.10.2016 20:59

Hallo und Willkommen im Forum.
Puh, da hast du uns ja eine Menge Stoff geliefert.
Ich werde jetzt erstmal nicht auf alle Einzelheiten eingehen, nur von meiner Seite habe ich das Empfinden, dass dein Becken eher einer Chemiepfütze gleicht als einem eingefahrenen Becken. Das was du laufend zusetzt, kann meiner Meinung nach auf Dauer nur schädlich sein. Ich fahre meine Becken seit Jahren ohne Chemie, ohne große Verluste. Wenn Krankheiten auftreten wird der Fisch separiert und behandelt, aber nicht im Hauptbecken.
Mein Tipp, mach einen großen Wasserwechael, den alle 14 Tage und schau was passiert. Und lass die Chemie weg, wenn dein Becken eingefahren ist braucht es keine.
Dann langen Lehmkugeln als Langzeitdünger und Seemandelbaumblätter oder Erlenzapfen völlig aus.
Gruß aus dem Norden

Jörn
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon AquarienFan » 18.10.2016 14:46

Hallo tannitc

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Die Chemie im Aquarium kann dir im schlimmsten Fall (vor allem bei der Menge) deine Biologie durcheinander bringen.

Was mir außerdem auffällt: Eine etwas veraltete Faustformel besagt: "1 cm Fisch pro Liter Wasser (netto)". Deine Beckenmaße fassen 140 Liter, was höchstens ungefähr 120 Liter netto macht.

6 Zwergpanzerwelse (je nach Art):+/- 30 cm
10 Platys: 50 cm
5 (ich schätze Vielpunkt-)Kuckuckswelse: 125 cm
3 Zwergfadenfische: 18 cm
3 SBBs: 15 cm
4 Endler: 16 cm
18 Neons: 72 cm

Mit roten Saugwelsen kann ich persönlich leider nichts anfangen. Wenn es sich um einen Antennenwels handelt, sind wir direkt bei 10 - 15 cm je Tier (mindestens) also mind. 20 cm.

Das macht alles in allem 346 cm Fisch auf maximal 120 Liter Nettovolumen. Das Becken war unglaublich überbesetzt, das muss fast schon zum Fischsterben kommen.

Zudem hast du für einen solch hohen Besatz VIEL zu wenig Pflanzen im Becken. Die sind nötig um ausreichend Sauerstoff zu produzieren (6 mg/l sind meiner Meinung nach an der unteren Grenze, eventuell sind einige der Tiere einfach erstickt).

Der übrig bleibende Besatz ist gerade noch akzeptabel, wobei der (ich vermute) Antennenwels in ein Becken mit 120 cm Beckenlänge, besser sogar 150 cm, gehört.

Hier mal einige Fragen:
1. Wie regelmäßig prüfst du deine Wasserwerte?
2. Wieviel Prozent Wasserwechsel machst du in welcher Regelmäßigkeit
3. Warum soviel Chemie?
4. Warum so wenige Pflanzen?
5. Wann trat dieses Fischsterben das erste Mal auf?

Bitte verstehe meinen Beitrag nicht als Angriff, ich möchte nur Helfen und dein Text ist zwar sehr lang, umgeht aber viele wichtige Aussagen (oder ich habe sie in der Eile nicht gelesen).


Meine persönliche Ferndiagnose (ohne Anspruch auf Gültigkeit) ist akuter Sauerstoffmangel durch übermäßigen Besatz und zuwenig Pflanzen. Du musst bedenken, dass der Sauerstoffgehalt über die Nacht sinkt (keine Photosynthese der Pflanzen) und wenn du ABENDS gerademal 6 mg/l misst, will ich nicht wissen, was in der Nacht passiert.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen und habe richtig getippt. Ganz wichtig: "Nettovolumen des Aquariums = Gesamtlänge aller Fische im ausgewachsenen Zustand" <- nie vergessen :D

Grüße
Zuletzt geändert von AquarienFan am 18.10.2016 14:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon jsc0852 » 19.10.2016 19:00

Moin,

da hat mein Vorredner mir ja weitere langwierige Begründungen abgenommen, danke.
Was allerdings das Thema cm/l pro Fisch betrifft, da gibt es wirklich viele Ansätze. Zugegeben, dass oben beschriebene Becken war anfangs deutlich Überbesetzt, hier sollte man allerdings differenzieren nach dem Lebensraum im Becken, also oben/mitte/unten. So brauchen die Corys als Beispiel, bedingt durch ihr Verhalten, nicht unbedingt eingerechnet werden, da sie den freien Schwimmraum kaum beeinträchtigen.
Von der reinen Belastung des Wassers durch Überbesatz rede ich hier nicht, dem kann man aber durch geeignete Maßnahmen, die nicht chemische Keule heißen begegnen.
Zuletzt geändert von jsc0852 am 19.10.2016 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß aus dem Norden

Jörn
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon tannitc » 20.10.2016 10:04

Hallo,
Vielen Dank für die vielen Antworten.
Wasserstests habe ich füher regelmässig gemacht, allerdings mit Teststreifen. Den Lab-Koffer hab ich mir erst gekauft, um mal alle Werte im Überblick zu haben und zu schauen, wo es denn hinkt.
Als das Becken voll besetzt war, waren auch noch viele Pflanzen im Becken, aber die "sterben" bei mir fast schneller weg, als die Fische.
Ich hab gerade wieder neue eingesetzt und hoffe, dass diese anwachsen. Das Düngen hatte meiner Meinung nach doch auch geholfen, dass die Pflanzen, die nicht eingegangen sind besser wuchsen.
Ich hab mir jetzt noch eine Co2 Anlage bestellt, denn ich denke auch, wenn die Pflanzen besser wachsen geht es den Fischen auch besser.

Der rote Antennenwels ist ein kleiner und fühlt sich meiner Meinung nach sehr wohl. Er liebt die große Wurzel und ist sehr munter.

Die Vermutung, dass der Sauerstoffgehalt schlecht war, hatte ich auch. Mein Filter hat eine starke Strömung und da hab ich die Sauerstoffzufuhr ganz geöffnet. Ich hab also viele Luftbläschen an der Oberfläche und es "plätschert".
Zusätzlich hab ich noch einen Öxidator eingesetzt.

Dass meine Pflanzen nicht richtig wachsen, macht mich wahnsinnig. Welchen Tipp hättet ihr? Co2 kommt wie gesagt bald dazu (mit Nachtabschaltung). Soll ich dann den Dünger weg lassen? Bei mir wächst nicht mal die Wasserlinse (die ich früher in meinem Nano mind. 1x wöchentlich abschöpfen musste).

Ich hab, da sich die Fische doch immer (besonders abends) geschuppert haben (an der Wurzel und an Blättern) am Samstag eine Wurkur gemacht mit einem 80%igen Wasserwechsel. Das Schuppern ist weg. Werde die Kur am Samstag nochmal wiederholen (vielleicht waren es doch Kiemenwürmer).

Dann wollte ich abwarten, bis die Pflanzen höher gewachsen sind und den Besatz aufstocken. Vorausgesetzt das Fischsterben hört auf. Zur Zeit sieht es gut aus.
Einen 2. roten Antennenwels dazu und ein paar neue Fische bzw. Garnelen.

Was würdet ihr mir denn empfehlen?
Unempfindliche Fische, die mit Wasserwerten und Größe des Beckens zusammen passen.
Eine Sorte würde mir reichen.

Ach ja, Wasserwechsel mache ich 1x in einer bis 2 Wochen. Also mind. alle 2 Wochen 1x. Ich wechel ca. 50 bis 60 Prozent Wasser und sauge den Mulm ab.
Mir wurde mal gesagt, wenn das Becken gut läuft soll man KEINEN Wasserwechsel machen. Nie! Als ich einmal zu hohe Nitritwerte hatte sollte ich auch keinen Wasserwechsel machen. Ich sollte Bakterien einsetzten (Amtra ProClean) und mit spezieller Watte filtern. Der Fischhändler sagte, dass bei einem Wasserwechsel zu viele der guten Bakterien entfernt werden.
Allerdings finde ich, dass das Becken zu stark verdeckt. Liegt aber vielleicht an meinen Werten.

Also vielen Dank nochmal! Ich hoffe bald fühlen sich die Fische bei mir wohl und die Pflanzen auch.

Viele Grüße
Tanja
Zuletzt geändert von tannitc am 20.10.2016 10:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon eumel6 » 20.10.2016 17:54

Hallo Tanja,

bezüglich der Pflanzen würde ich dir mal ein Startpaket zusammenstellen, das zu funktionieren hat. De Detailfragen muss ich mir noch genauer ansehen bzw. etwas grundsätzliches davorschalten.

gruß jo
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon tannitc » 23.10.2016 16:29

Hallo Jo,

Das wäre super. Danke!
tannitc
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon AquarienFan » 25.10.2016 14:14

Hi,

ich versuche mal, den Beitrag etwas zu strukturieren ^^ dann kommt man besser durch. Hoffe das hilft.

THEMA WASSERWECHSEL



Wasserwechsel halte ich für sehr wichtig, sämtliche Chemie (außer Medikamente, die habe ich in seit meinem ersten Becken genau einmal benötigt) dagegen eher für schädlich.

Ich persönlich mache alle 14 Tage einen 20-prozentigen Wasserwechsel und dazwischen je einen 50-prozentigen. Das ist aber eine Macke meinerseits, wöchentlich 30 Prozent funktionieren ebenso gut. Den Wasserwechsel führe ich wie folgt aus:
1. Osmose-Wasser mit Leitungswasser verschneiden (hab Weichwasserfische, aber aus der Leitung kommt eine GH von 14, kann also bei dir unnötig sein).
2. Mischung mit Dünger versehen, Dünger aufs gesamte Becken berechnet.
3. Die Mischung abdecken und 24 Stunden stehen lassen
4. Wasserwerte (GH, KH und pH) checken, ich bin da ein sicherheitsliebender Mensch, macht glaube ich sonst keiner.
5. Wasser wechseln.

Becken die nie einen Wasserwechsel benötigen gibt es quasi nicht. Zwar halten viele Becken zwei bis vier Wochen ohne Wasserwechsel aus, ich gehe hier aber auf Nummer sicher. Der Wasserwechsel beseitigt neben Schadstoffen auch Bakterien im Becken. Das ist sehr wichtig und bei empfindlichen Tieren unerlässlich.

THEMA PFLANZENWACHSTUM



Das Pflanzensterben kann unglaublich viele Gründe haben und da fehlt mir etwas die Grundlage, ich versuche jedoch zu raten:
- Dein CO2 Wert ist mit 12 etwas niedrig. (15 - 30 mg/ml sind ideal)
- Dein Eisenwert ist mit 0,05 an einer unteren Grenze (0,05 - 0,20 mg/ml sind ideal)

Generell würde ich eine zusätzliche CO2-Anlage empfehlen, allerdings auch hier von unten rantasten, also eher langsam anfangen, CO2 ist in hohen Dosen (über 30 mg/ml) ein Gift!
Easycarbon 2ml/Tag

Dann noch eine Frage zum Thema Pflanzenwachstum: Wie wird dein Becken beleuchtet? Also welche Lampenart (LED, T5, T8), wie viel Watt (bei T5 und T8) bzw. Lumen (LED) und sind (nur bei T5, T8) Reflektoren im Einsatz?

THEMA CHEMIE



Ich nehme zudem mal deine "Chemie unter die Lupe":

JBL Wasseraufbereiter Biotopol 20 ml beim Wasserwechsel am Dienstag Wasseraufbereiter ist generell nicht sinnvoll bis schädlich (die Erfahrungen schwanken hier sehr stark)
Voogle 10ml/Woche Ich rate von Medikamenten über längere Zeit ab, das ist aber meine Meinung. Das Produkt selbst habe ich nie verwendet und kenne es auch sonst nicht, mit EasyLife habe ich allerdings beste Erfahrungen beim Dünger gemacht
Aquabiofit 0,7ml/Tag Vitamine für Fische? Was es nicht alles gibt :D
Profito 1,5ml/Tag Sicher eine sinnvolle Düngung, wenn die CO2 Anlage nichts bringt (3-4 Wochen Zeit geben!!!), kannst du hier auf 1,8ml/Tag erhöhen. Ich selbst nutze in meinem Becken allerdings deutlich weniger und meine Pflanzen wachsen gut.
Fe-Dünger 1ml/Tag Ist das der von EasyLife? 1 ml finde ich etwas viel, kann bei deinen Eisenwerten allerdings angebracht sein




Bitte entschuldige, dass ich mir solange Zeit lasse beim Antworten, ich habe gerade sehr wenig Zeit. Ich werde aber dabei bleiben :D


Beste Grüße
Zuletzt geändert von AquarienFan am 25.10.2016 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon eumel6 » 25.10.2016 16:01

Hallo,

bisschen was zur Chemie
Wasserwechsel halte ich für sehr wichtig, sämtliche Chemie (außer Medikamente, die habe ich in seit meinem ersten Becken genau einmal benötigt) dagegen eher für schädlich.

Wasser ist auch Chemie.
Dünger ist auch Chemie. Man kann nicht Chemie verteufeln und selber Desinfektionsmittel ins Aquarium kippen. -> easy carbo.

gruß jo
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Re: Fischsterben aufhalten, Aquarium behandeln, aber WIE?

Beitragvon jsc0852 » 25.10.2016 17:53

Moin Jo,
klar, Wasser ist auch Chemie, aber eine Chemiebrühe in welcher unsere Pfleglinge nunmal Leben. Also auf die ist man angewiesen. Dünger, ja Easy irgendwas ist Chemie allerdings gibt es noch die guten alten Lehmkugeln, welche ich einsetze. Auch Chemie, wie eigentlich alles auf dieser runden Kugel. Allerdings natürlichen Ursprungs und nicht zusammengemischt. Da sollte man schon differenzieren und evtl. hier mal Alternativen künstliche/natürliche Chemie darstellen, siehe Lehmkugeln.
Gruß aus dem Norden

Jörn
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