Ernährung von Panzerwelsen

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Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon eumel6 » 21.12.2017 17:51

hi,

ich stelle mal eine These aus begrenzter eigener Erfahrung auf.

Ein satter und richtig ernährter Panzerwels gründelt kaum.


In Foren liest man häufig, wie schön und wie toll es ist, wenn Panzerwelse im Sand wühlen. Beim genaueren Lesen kommt es oft zu der Konstellation, dass durch Beifische zuwenig Futter unten ankommt und auch noch falsch und zuwenig gefüttert wird.
Ergebnis: die Tiere sind ewig hungrig und suchen. Teilweise kommt es dann sogar zum Verhungern von Tieren. Von der Mehrheit der Communtiy wird dann die Schuld auf den Händler geschoben - ala miese Tierqualität.

Wenn man sich mit der Problematik beschäftigt, stößt man auch auf die Überlegungen von M.K
http://www.aquaristik-normal.de/html/fu ... eorie.html
Unsere aquarientypischen Panzerwelse kann man etwa mit 2-4g ansetzen - Brochis außen vor.

Wie auch immer. Lese ich BREMER und habe BORCHERDING im Ohr, so komme ich in etwa zu dem Ergebnis, das 2-5% der Fischmasse an Futter zugeführt werden muss, pro Tag.

Nun wunderte ich mich darüber, weil ja diese 2-5% ein doch ein recht kleiner Wert sind.

Also nahm die Rechnerei ihren Lauf und ich staunte nicht schlecht.

Vollziehen wir es nach
10 Panzerwelse a 3g wären 30 g und bräuchten dann zwischen 0,6 und 1,5g - nur für die Erhaltung.

K. hat einmal eine Menge von 2,3g abfotografiert. Und wer kippt dann diese Menge auf einmal ins Aquarium? Sorry - ich nicht. Ich hätte im Hinterkopf, dass die Hälfte davon vergammelt, also so eine Menge in 2-3 Portionen reinbringen und eher Tabletten füttern.

Ich denke, dass meine Überlegungen nachvollziebar sind.
Eine weitere Ableitung daraus ist, wie kompetent sind solche Aussagen:
Daher dürfte im üblichen Gesellschaftsbecken mit einem 08/15 Besatz eine einmalige Fütterung (pro Tag) fast immer reichen.


Wenn es sich nicht gerade um junge Fische handelt, reicht eine (sparsame) Fütterung am Tag völlig aus.
Auch sind 1-2 Futterfreie Tage in der Woche überhaupt kein Problem.
Da es etliche Aquarianer mit dem Füttern zu gut meinen, sterben mehr Fische an Verfettung der inneren Organe, als durch Verhungern.
Deshalb gilt, weniger ist mehr.


gruß jo
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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon Wolkentreiber » 23.12.2017 00:11

Hallo
Was ist ein Panzerwerls (Wurde ich auch schon belehrt). Ich hoffe es von dem Kern zubekommen.

Ich habe einen Fisch der iaussueh twie ein Wels und er zieht ab . Es stimmt . Ich denke auch das er zuwenig zum Mampen bekommt da er ein Bodenfresser ist.

Warum soll ich den Fisch halten

Hehe ich hab Gubbiys (egal wie es geschrieben wird (Platin schneidet man nur schwer )

Bis dann
Peter
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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon eumel6 » 24.12.2017 18:24

Hallo Peter,

Bei der Zucht gibst du dir solche Mühe. Und dann schreibst du solchen Schrott, der nicht sein muss.
Was ist ein Panzerwerls (Wurde ich auch schon belehrt). Ich hoffe es von dem Kern zubekommen.

Ich habe einen Fisch der iaussueh twie ein Wels und er zieht ab . Es stimmt . Ich denke auch das er zuwenig zum Mampen bekommt da er ein Bodenfresser ist.

Warum soll ich den Fisch halten

Hehe ich hab Gubbiys (egal wie es geschrieben wird (Platin schneidet man nur schwer )


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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon Blaubeerblau1 » 25.12.2017 11:22

Hallo an Alle,

Peter, ich glaube, Du provozierst auch schon mal gerne mit ein paar Worten oder Sätzen!? Ist ja nicht weiter dramatisch. Ob ein Fisch interessant erscheint, liegt im Auge des Betrachters. Für mich sind Welse, aus verschiedenen Gründen, interessante Fische innerhalb der Aquaristik.

Soso, Du hast einen Fisch und kennst seinen Namen nicht! Wie redest Du den denn an? Vielleicht zieht er deshalb ab...ne Show oder so. Wenn der fasten muss liegt das an Dir. Nicht das der noch zum Knurrhahn wird vor lauter Hunger. Gib ihm, was er braucht. Belehren will ich Dich hier nicht, weil ich das nicht kann. Dafür weiß ich zuwenig, um dir etwas erzählen zu können. Da wir uns ja in der Aquaristik bewegen kann ich hier elegant den Bogen zu Deiner Bemerkung "Platin" spannen. Nimm CO2 und nen Festkörperlaser...Die Info habe ich natürlich ergoogelt...Naja, macht nix.

Vielleicht züchtest du doch irgendwann mal Welse.

Gruß
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Ich werde nie die Inbrunst verstehen, mit welcher Menschen eine Ansicht vortragen, die erstens nicht von ihnen stammt und zweitens ohnedies herrscht.
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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon eumel6 » 05.01.2018 00:20

hi,

im inet muss man sich mit allem Möglichen zur Fütterung von Panzerwelsen auseinandersetzen.
Ich achte darauf, dass der recht große Trupp C. Pygmeus und die C. Panda im 110 l Juwel nicht nur ausreichend, sondern auch Futter in der passenden Größe abbekommen ( die Pygmeus z.B. scheitern an der Größe eines Grindalwurms)

Kann mich jemand einmal aufklären, wieso ein C. pygmaeus - die betreffende Verfasserin hat so ihre Namensprobleme- einen Grindalwurm nicht packt.

gruß jo
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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon Heikow » 08.01.2018 10:45

Kann mich jemand einmal aufklären, wieso ein C. pygmaeus - die betreffende Verfasserin hat so ihre Namensprobleme- einen Grindalwurm nicht packt

Die Antwort ist einfach... viel Meinung, keine Ahnung.

Selbst junge Nachzuchten von C. pygmaeus schaffen Grindal. Und nicht nur Grindal. Deutlich dickere und längere Tiere werden ebenfalls genommen. So zum Beispiel Glanzwürmer, Tubifex und rote Mückenlarven. Sie müssen es allerdings gewohnt sein, denn --> wat de buur nich kennt dat frett he nich.

Ein satter und richtig ernährter Panzerwels gründelt kaum.
Dem kann man wohl zumindest für Rundschnäuzer zustimmen. Ich erlebe es bei meinen gar nicht, dass diese im Sand gründeln. Meinen wenigen Beobachtungen (B. multiradiatus, C. pastazensis) zur Folge sieht das aber bei Langschnäuzern etwas anders aus. Die pflügten deutlich mehr und tiefer im Sand herum, als die Rundschnauzen. Aber... allzu sehr aufs dünne Verallgemeinerungseis mag ich mich da nicht begeben.

Lese ich BREMER und habe BORCHERDING im Ohr, so komme ich in etwa zu dem Ergebnis, das 2-5% der Fischmasse an Futter zugeführt werden muss
Am besten probiert man es einfach aus. Weder habe ich jemals einen Panzerwels auf die Wage gelegt, noch hab ich mir jemals darüber Gedanken gemacht, was denn das Futter so wiegt. Bei Granulat oder Tabs bin ich etwas vorsichtiger, Lebendfutter gebe ich immer reichlich. Es hält sich ja auch recht gut, wenn es nicht vorher gefressen wird.

Wie sagt man so schön: Hungrige Panzerwelse laichen nicht... Das Mädel auf dem Foto frisst jedenfalls reichlich.
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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon eumel6 » 09.01.2018 23:06

Hallo Heiko,

danke für deine Antwort.
Dem kann man wohl zumindest für Rundschnäuzer zustimmen.

Ich hatte meine These aufgrund meiner Erfahrungen mit ganz wenigen Arten aufgestellt - paleatus, panda, aeneus. Diese Arten schweben bei mir quasi sogar über Mulm. Kontakt der Barten mit dem Bodengrund ja - ansonsten knapp über dem Bodengrund.
Am besten probiert man es einfach aus. Weder habe ich jemals einen Panzerwels auf die Wage gelegt, noch hab ich mir jemals darüber Gedanken gemacht, was denn das Futter so wiegt. Bei Granulat oder Tabs bin ich etwas vorsichtiger, Lebendfutter gebe ich immer reichlich.

Martin K. hat halt mal über den Tellerrand geguckt. Auch wenn es wieder ein Forenhieb ist, das ist etwas was in Foren negiert und sogar verpönt ist.
Ok wir werden nicht wie in der Zoofutterküche das Futter zusammenwiegen, zumindest für Kleinfische. Das würde doch etwas zuweit führen. Trotzdem sollte man sich und sein Tun ab und zu hinterfragen. Besonders wenn es immer rumtönt von Überfütterung. Eher wird eine Fehlfütterung rauskommen.
Ich habe da schon eine Idee für ein Beispiel - mal auf Zettel schreiben.
Wie sagt man so schön: Hungrige Panzerwelse laichen nicht...

Meine C. paleatus wollen nicht laichen.

gruß jo
p.s.
Weder habe ich jemals einen Panzerwels auf die Wage gelegt,

Man legt auch keinen Panzerwels auf die Waage :) Wird etwas anders gemacht - schon mal durchgekaspert mit einem anerkannten Aquarianer, nur scheitert bei mir an der Waaage - bräuchte eine auf 0,01g Genauigkeit. Hab auf der Strecke noch eine offene Rechnung mit Hilfstierpfleger S,
Zuletzt geändert von eumel6 am 10.01.2018 00:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon Heikow » 11.01.2018 09:05

Ich hab gestern wieder 200 Gramm frische Tubifex bekommen. Und da die Hälterung immer etwas Aufwand bedeutet, gibt es am Tag der Lieferung gleich ne ordentliche Portion. Wie sagt man so schön, so viel, wie binnen weniger Tage gefressen wird oder? Naja... jedenfalls war heute morgen noch überall reichlich Futter vorhanden. Meine Sandschicht in den Becken ist nur ca. 1 cm hoch, man sieht die Würmer also sehr gut. Sie leben noch und werden sicher noch ein paar Tage als Futterquelle dienen können. Insgesamt hab ich auf 8 Aquarien nun ungefähr die Hälfte des Futters verteilt. Den Rest gibt es am Wochenende.

Hier also mal meine Futtermenge. Fotos sind direkt nach der Fütterung gemacht. Im oberen Becken leben 2 Arten mit jeweils 10 Tieren, in den beiden anderen jeweils 10 bzw 11 Tiere.





Natürlich füttere ich solche Mengen nur bei Lebendfutter. Bei totem Futter hätte ich Bedenken bezüglich der Wasserqualität.
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Re: Ernährung von Panzerwelsen

Beitragvon eumel6 » 11.01.2018 18:56

Hallo Heiko,

schön, wenn du an eine solche Quelle herankommst - gab es vor Urzeiten ja auch mal in den Zooläden - die Tütchen sind ja für deine Horden unerschwinglich.
Schön, dass du dich auch nicht durch die Diskussionen zu Tubifex nicht abschrecken lässt, und sie verfütterst. Die Panzerwelse werden es sicher danken.
Die Tubifex sehen ja auch nicht wie Tschernobyl-Mutanten aus - nicht bleistiftstark und 3m lang. :) Und, wenn dann nachts das Wohnzimmer nicht in ein grünes Licht getaucht ist, ist alles ok.
Tubifex stehen ja unter Beschuss aufgrund ihrer Herkunft. Zumindest von Leuten, die noch keine Naturvorkommen gesehen haben. Es ist zwar richtig, dass sie in wüsten organisch belasteten Abwassergräben zu finden sind. Bei uns in uralter Zeit war ein dichtes Vorkommen im offenen Abwassergraben der Brauerei. Jeder Biertrinker weiß, dass so ein Abwasser Unmengen an Blei, Cadmium enthält, die für die Bierherstellung benötigt werden, und dadurch die Würmchen stark schwermetall belastet sind. Oder schreibe ich mal wieder nonsens? Hm woher kommen dann die Schadstoffverdächtigungen, speziell Schwermetalle für Tubifex?
Die Menge ist natürlich erheblich, die du reingetan hast. Logischerweise nicht zu schaffen, aber da die Tubifex im Aquarium überleben, kein Problem.
Bei Frostfutter würde es in die Hose gehen. Wie lange hält sich eigentlich Frostfutter im Aquarium? 3-4 Stunden?
Vielleicht ein paar Anmerkungen zum Fessverhalten und zur Verdauung.
Wieviel können Fische in einem Gang fressen?

gruß jo
Zuletzt geändert von eumel6 am 11.01.2018 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
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