Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

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Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon eumel6 » 16.05.2015 16:06

Hallo,

mich interessieren auch mehr oder weniger die Problemchen der Anfänger. Man kommt ja in einem Forum nicht drum rum sie zu lesen und wenn es ein kleines Forum ist, auch mal dieses und jenes zu schreiben.
Und ein großes Problem stellt für mich das Thema Fehlbesatz dar. Sei es die Fische werden für das Aquarium zu groß, es sind zu viele oder sie harmonieren nicht miteinander.
Theoretisch gibt es dann 2 Lösungsvorschläge
größeres Becken für die Sorgenkinder zulegen - wohl in den meisten Fällen unrealistisch
oder
Fische abgeben. Die beliebte Empfehlung bei Anfänger beraten Anfänger.
Nur wie geht das mit dem Abgeben der Fische? Wie und wo werde ich meinen "in den Sand" gesetzten Bestand wieder los? Trotz zig Jahren Aquaristik gehen meine persönlichen Erfahrungen diesbezüglich gegen Null.
Wie sieht denn das in der Praxis aus?

gruß jo
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon sheena » 23.05.2015 22:34

hallo jo,

das hängt wohl auch von der stadt ab, in der man wohnt.
in berlin ist es kein problem, fische über eine bekannte plattform e***kleinanzeigen an den mann oder die frau zu bringen. da geht alles, sofern es noch jungfische sind - bei älteren fischen wirds bestimmt schwieriger.
aber einen fehlbesatz sollte man ja bemerken bevor die fische alt gewoden sind...
(...wobei ich aber auch glaube, dass bei den vielen angebotenen guppy od platy massen, wohl auch viele z.B. als schlangenfutter enden....)
lg sheena
cheers sheena
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon pel » 24.05.2015 14:06

Hallo,

da ich auch mal Anfänger war kann ich folgendes sagen:

Ich habe am Anfang fast jährlich mein AQ Volumen vergrößert. 60 --> 180 --> 300 --> 430L dann wurde es mit dem Platz in der Wohnung zu eng. ;) Ausschlaggebend waren meine Schwertträger (Xiphophorus hellerii). Erst bei 300L hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich ihre natürliches Verhalten zeigen können (die Balz ist echt ein bemerkenswerter Tanz!).

Durch die Tatsache, dass ich selbst ein mal mein 300er Becken auflösen musste und auch ein 128L Becken mit krassem Fehlbesatz übernommen und aufgelöst habe, kann ich das ein oder andere zum Thema "Abgabe" sagen:
In Deutschland habe ich die Fische gegen einen kleinen "Schutzbetrag" abgegeben. Dafür habe ich mir aber im Voraus das neue Becken vorstellen lassen. (Größe, Besatz, Foto). Erst dann habe ich Fische abgegeben. In Rumänien habe ich sie verschenkt wenn mir jemand Artgerechte Haltungsbedingungen garantieren konnte. Je nach Fisch kann das ein bisschen dauern. (Wabenschildwels min. 1000L Becken..)

Lg,
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon Elly84 » 24.05.2015 14:22

pel hat geschrieben:In Deutschland habe ich die Fische gegen einen kleinen "Schutzbetrag" abgegeben. Dafür habe ich mir aber im Voraus das neue Becken vorstellen lassen. (Größe, Besatz, Foto). Erst dann habe ich Fische abgegeben. In Rumänien habe ich sie verschenkt wenn mir jemand Artgerechte Haltungsbedingungen garantieren konnte. Je nach Fisch kann das ein bisschen dauern. (Wabenschildwels min. 1000L Becken..)


Dazu hätte ich zwei Fragen:
a) Was bringt Dir denn der Schutzbetrag? Also welche Funktion soll er denn haben? Man nennt es doch ganz einfach auch: Verkauf.
b) Wieso hast Du dann nach Rumänien die Fische verschenkt und hier verkaufst Du sie? Gerade bei dem großen Wabenwels ist der wohl eher am Zielort in der Pfanne gelandet oder in einem Tümpel als im Aquarium.
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon pel » 24.05.2015 15:35

Hallo Elly,

der "Schutzbetrag" sollte zum einen sicherstellen, dass sich nur Leute melden die sich auch wirklich für den Fisch interessieren (wenn du mal bei den Kleinanzeigen einen Fisch zu verschenken eingestellt hast, weisst du wovon ich spreche) und zum anderen natürlich eine Basis für meinen aquaristischen Neustart bilden.

In Rumänien habe ich die Fische verschenkt, weil die Anforderungen an den Halter dementsprechend hoch waren und die artgerechte Haltung sowie die schnelle Versorgung an erster Stelle standen. Mein Gedankengang dahinter ist auch: Wenn sich jemand ein +1000L AQ leisten kann, hat er auch keine Probleme sich 0815 Fische wie einen Wabenschildwels einfach zu kaufen. Auch hier hilft ein Blick in die Kleinanzeigen.. wieviele Wabenschildwelse dort in viel zu kleinen AQs rumschwimmen. Darüber hinaus wollte ich z.B. für die Schmerlen Gruppenhaltung. Für die Skalare mind. 50cm Beckenhöhe. Für den Messerfisch 750L und Artgenossen. Also wirklich relativ hohe Anforderungen an die zukünftigen Besitzer. Ich habe auch viele der Bewerber wegen ihrer Suppe abgelehnt. Die Aussage, dass die Fische in der Suppe oder im Teich gelandet sind ist stark vorurteilsbehaftet. Natürlich ist Rumänien in der aquaristischen Entwicklung nicht auf der Höhe von Deutschland. Jedoch gibt es auch hier eine große und reife Online Community die großen Wert auf artgerechte Haltung und sogar Biotop Aquaristik legt!

Der damalige Besatz des Übernahme Beckens:
Fische: (in Klammern die Größe gemäß ihrem Wachstum)
- 2 Skalare (groß)
- 1 Messerfisch (mittel)
- 1 Wabenschildwels (mittel)
- 1 Netzschmerle (klein)
- 1-2 Mausschmerlen (mittel)
- 2 Fransenflipper (klein)
- 1 Schwarzer Metallpanzerwels (mittel)

(Angaben auf den ersten Blick und ohne Gewähr)
Viele Grüße,
Philip
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon Elly84 » 25.05.2015 10:21

pel hat geschrieben:ein Gedankengang dahinter ist auch: Wenn sich jemand ein +1000L AQ leisten kann, hat er auch keine Probleme sich 0815 Fische wie einen Wabenschildwels einfach zu kaufen. Auch hier hilft ein Blick in die Kleinanzeigen.. wieviele Wabenschildwelse dort in viel zu kleinen AQs rumschwimmen


Eben dieser war auch mein Gedankengang :happy: : wenn sich jmd. in Rumänien ein 1000l AQ leisten und unterhalten kann, dann kann er doch genauso gut das Geld dafür aufbringen, um einen Schutzbetrag für den Kauf + Versand eines Fisches wie dem Wabenwelses. Wieso gerade dann diesen Fisch verschenken, der hohe Ansprüche abverlangt? :huh:
Ausgerechnet bei diesem hätte ich hohe Anforderungen an den Halter gestellt und einen Schutzvertrag, sowie Originalfotos vom AQ. (Wobei auch Fotos aus dem Internet irgendwoher gezogen werden können und nie 100% Garantie sind, dass es sich wirklich um das künftige AQ handelt. Leider wird es diese Art der Betrüger geben und da kann man als Verkäufer auch nur guter Hoffnung sein, dass man nicht auf solch einen stößt.)

Nein, vorurteilsbehaftet bin ich da nicht, da es mir durchaus bewusst ist, dass in Rumänien genauso wohlhabende Leute leben und nicht nur arme oder schlechte Beispiele, wie man es sie hier leider immer wieder erlebt. :mad:

Wie hast Du den eigtl. verschickt gekriegt? Ich meine, der ist ja nicht gerade sehr "handlich" für den Fischbeutel :happy: und bis nach Rumänien ist es ja doch arg eine lange Strecke. Hat derjenige ihn bei Dir abgeholt?
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon pel » 25.05.2015 18:15

Hallo Elly,

die Fische waren bereits alle in Rumänien und wurden von den neuen Besitzern bei mir abgeholt. Warum ich sie verschenkt habe: Weil ich die Fische so schnell wie möglich in artgerechte Haltung unterbringen wollte und die neuen Halter mir und den Fischen einen Gefallen getan haben. (Dies war bei der 300er Beckenauflösung in Deutschland nicht notwendig, da der Besatz ja passend fürs Becken war.)

Natürlich hast du nur in den wenigsten Fällen eine 100% Garantie. Aber ein Bild des AQs inklusive Besatzliste und eine persönliche Übergabe sind schon ein mal gute Kontrollmöglichkeiten.
Viele Grüße,
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon Elly84 » 27.05.2015 19:08

pel hat geschrieben:die Fische waren bereits alle in Rumänien und wurden von den neuen Besitzern bei mir abgeholt.


Asooooo. Dachte schön Du hättest da irgendwelche haarsträubenden Transportmanöver eingeleitet :happy: :happy:

Ja, das solche Fische schnell in artgerechte Haltung kommen sollen, kenne ich. Mein Dicker kommt erst im Herbst in ein großes Becken von einem Nachbarn der momentan darin nur Barsche hat. Daher muss er sich noch ein Weilchen gedulden. Wie gut, dass die nicht so schnell wachsen. Momentan misst meiner durch die Scheibe knappe über 30cm. Aber der ist angeblich gerade mal 8 Jahre alt...denke nicht, dass er sein Endmaß erreicht hat.

Da stimme ich Dir vollkommen zu: Bild und eine Auflistung des Besatzes sind schonmal eine gute Kontrollmöglichkeit um überhaupt herauszufinden ob derjenige eine leise Ahnung hat was in seinem Becken rumschwirrt. :sharkycircle:
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon eumel6 » 29.05.2015 17:40

Hallo pel,

Ausschlaggebend waren meine Schwertträger (Xiphophorus hellerii). Erst bei 300L hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich ihre natürliches Verhalten zeigen können (die Balz ist echt ein bemerkenswerter Tanz!).

Na ja wenn man ausgeht von 10-12cm großen Tieren und einem Wuselfaktor von 10-12, dann kommt man auch schon auf eine Beckenlänge von 1,20-1,50m und dann sind 300l noch nicht mal übermäßig groß.

Ich staune irgendwie über den Optimismus, Fehlbesatz loszuwerden. Ok ich habe noch nicht annonciert. Aber bei einer Annonce sehe ich schon für ein Pärchen meiner Fundulopanchax scheeli schwarz, geschweige bei folgendem.
Mal ins praktische Forenleben gegriffen.
Und einen Antennenwels würde ich nicht in ein 54l Becken setzen. Der braucht etwas mehr Platz.

Und wird man diesen 0815-Antennenwels wirklich los? Ich hab leider keinen, sonst würde ich mal den Versuch starten.

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Re: Erfahrungen und Umgang mit Fehlbesatz

Beitragvon Christian » 29.05.2015 17:50

hi Jo

eumel6 hat geschrieben:Und wird man diesen 0815-Antennenwels wirklich los? Ich hab leider keinen, sonst würde ich mal den Versuch starten.


darauf kann ich antworten, da ich damals 3 Antennenwelse und 7 Neons los werden wollte. Ich hab sie für eine Tüte Gummibärchen "zu verschenken" in div. Kleinanzeigen reingestellt. Nach 1 1/2 Wochen hat sich ein Familienpapa gemeldet der sie gerne abholen würde, kam mit seinen Sohn (oder wars Tochter? Bin mir nicht mehr sicher ist schon etwas her) dann vorbei und hat sich riesig gefreut. Einer dieser 3 tollen Welse hat sich damals so in eine Höhle verkrochen, dass das Hauptproblem war ihn rauszubekommen. Es klappte nicht und ich gab ihnen die ganze Höhle mit :connie: *g* Meine Tüte Gummibärchen hab ich auch erhalten und mit genuss gemampft.

Wenn man natürlich hergeht und für die 3 Antennenwelse 5€ und für die 7 Neons (waren schon alt und sah man ihnen auch etwas an) 3,50€ verlangt, braucht man nicht erwarten das man sie jemals los wird...

Anderhersum kann ich auch über meine C. perugiae sprechen. Ich werde auch diese immer mal wieder los. Es gibt Zeiten da meldet sich wochenlang keiner, dafür braucht man einfach ein passendes "Überbrückungsbecken". Genau das war der Grund, warum ich mit A. borellii aufgehört habe, diese muss man zeitig abgeben sonst kümmern sie oder braucht einfach unmengen an Platz. Dann kommen wieder Zeiten, da wird sich fast um die Tiere geprügelt (so aktuell, auf einen Schlag 4 Anfragen) und man muss gucken genug da zu haben ;) Und diese Tiere verschenke ich nicht sondern verlange einen fairen Preis (Ebay Kleinanzeigen, centromochlus perugiae Umkreis 10KM um 90768 suchen, dann findet ihr den Preis)

mfg

Chris
Zuletzt geändert von Christian am 29.05.2015 17:54, insgesamt 2-mal geändert.
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