Der "Ernstkasten" - Aufzuchtkasten für Welse

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Der "Ernstkasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Christian » 11.12.2014 18:32

hi

schon letztes Jahr hab ich im L46 Bericht von Ernst etwas über den Ernstkasten gehört. Heute nach einem langen Telefonat mit Ernst nun erfahren wie der Kasten eigentlich entstanden ist.
Die Ursprüngliche Idee stammt von Oswald Hanke, einen bekannten Diskuszüchter. Wie der Kasten von ihn damals aussah ist mir leider nicht bekannt, irgendwas von 2 Stöpsel und nicht schwimmend hab ich erfahren, vorstellen kann ich es mir aber nicht wie er ausgesehen haben soll.
Ernst hat den Kasten nun weiterentwickelt und für Welse angepasst.

Grob zum Bau:
Man benötigt ein Plexiglasrohr, möglichst nicht höher als 6cm da sonst der "unsichtbare Tod", Schleim an den Wänden ein Problem wird (meiner ist wohl noch zu hoch, werde demnächst noch weitere bauen). Durchmesser je nach Wunsch und Tiere.
Wichtig ist rund. Warum? Weil dann keine Welse in die Ecke gedrückt werden können da es keine Ecken gibt ;)
Meine persönliche Erfahrung: Es klappt auch bei mehr als 6cm relativ gut. Ich hab nun 2 Ernstkästen mit 8cm im Einsatz, die Rohre gibt es fertig zugeschnitten hier: https://www.alles-aus-plexiglas.de/

Als Gaze verwendet man 150µm Gaze, der einzige mir bekannte Shop ist hier zu finden.

Danach noch Tangit zum verkleben, Ernst verwendet Sekundenkleber, ich kam mit Tangit besser klar (da kleben nicht alle Finger zusammen ;) )

Ein Schwimmkörper darf auch nicht fehlen, Styrodur tut seinen Zweck. Ich hab ihn mit Aquariumsilikon befestigt, mir wurde auch schon gesagt, dass es sinnvoll ist, das Styrodur so zuzuschneiden, dass man es stramm drüberschieben kann. So kann man die Höhe frei einstellen. Wird auf jeden Fall mal getestet.

Blubberstein + "Lufterzeuger" gehört auch dazu, keinesfalls Frischwasser mit einen TLH oder Pumpe einbringen!

Das ganze verklebt man dann so:


Das Foto zeigt meinen Kasten (welcher noch nicht sonderlich hübsch ist aber wie man später sieht durchaus funktioniert)


Mittlerweile hab ich neue Kästen gebaut da mir der obere zu klein und zu hoch war. Den Styrodorring hab ich nicht mehr geklebt sondern nur noch stramm drüber gezogen. Das ganze sieht dann so aus:

Bild


Dazu dann noch ein paar Fotos bei Ernst zuhause, er nutzt die Kästen für seine L236, Centromochlus (Tatia) perugiae und auch Hexenwelse wo er den Ernst Kasten richtig einsaut und dreckig lässt, selbst fotografieren ist in den Ernst Kästen sehr einfach, Ernst hat den Kasten einfach um 90° gedreht und an die Aquariumscheibe gehalten, so konnte ich wunderbar fotografieren :)
L236 im Ernst Kasten


Ernst Kasten gegen die Frontscheibe gehalten zum fotografieren und beobachten


Centromochlus (Tatia) perugiae im Ernst kasten


Der total versaute Ernst Kasten für H. Beni


Danach kommt der "Ernst Kasten" in das Aquarium und erhält einen Blubberstein. Bei Eiern darf er ruhig gut aufgedreht werden, wenn die Tiere schlüpfen durchaus etwas zurückdrehen.

Das ganze sieht nun so aus:





Es ist sehr gut zu erkennen, wie eine kreisförmige Strömung im Kasten herscht. Frischwasser wird von unten angesaugt und das "Altwasser" nach unten raus gedrückt.
Hier kam er zum Einsatz weil ein Centromochlus (Tatia) perugiae Weibchen nach 1 Tag die Eier verlassen hat. Ich hab die Eier mit einen Luftschlauch aus der Höhle gesaugt und in den "Ernst Kasten" eingebracht. Das Video entstand am 5.12.2014

Mittlerweile sieht es so aus:





Die Centromochlus (Tatia) perugiae sind geschlüpft und ich konnte keine wirklichen Ausfälle feststellen, wobei ich gestehen muss sie auch nicht gezählt zu haben aber es leben vieleeee :) .

Nach dem Supergau mit den verpilzten L183 Eier (ab hier zu lesen), hat der Ernst Kasten nun überzeugt und ich werde weitere bauen und sie weiter verwenden!

Für Fragen, fragt, wenn ich eine Antwort hab, geb ich sie euch, wenn nicht werde ich Ernst fragen ;)

mfg

Christian
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon pel » 12.12.2014 20:53

Hallo Christian,

danke für den detailreichen super Bericht! :lobster: Das ist mit das Interessanteste was ich seit einer Weile gelesen habe!

Besonders interessant finde ich, dass Ernst den Ernstkasten auch mal zuschmoddern lässt. Durch die Boden Zirkulation scheint mir auch der Dreck schneller rausgespült zu werden, so dass man weniger oder womöglich gar nicht absaugen muss. Beim Gerdkasten hatte ich bei mir den Eindruck, dass der Grundelnachwuchs damit nicht so gut klar kam.

Sagst ihm bitte ein herzliches Dankeschön für diesen tollen Einblick in seine Trickkiste. (Auch wenn ich aktuell nicht davon profitieren kann. Ich denke ich muss mir was für mein Wasser überlegen.)

Lg,
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Viele Grüße,
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Christian » 26.01.2015 14:25

Hi

bin mehr als positiv überrascht. Der Kasten tut nach wie vor seinen Dienst. Mehr Infos hier

Hab mittlerweile weitere Plexiglasrohre besorgt und werde noch ein paar Kästen bauen ;)

Eine Frage die mir gestellt wurde, will ich hier auch noch öffentlich beantworten:

Wie/wo soll man den Sprudelstein positionieren?

Laut Ernst total egal. Eigene Erfahrung eher etwas am Rand, da dann eine drehende/wirbelnde Strömug entsteht. Wichtig scheint dies aber nicht zu sein, also einfach rein da den Sprudelstein und ab gehts ;)

mfg

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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Christian » 17.02.2015 19:48

hi

hab mal noch ein paar eigene Bilder rausgesucht, wie der Kasten für die H.Beni bei mir die meiste Zeit aussieht (es ist nicht der dreckiste Zustand, es sieht manchmal noch etwas schlimmer aus):

BildBildBildBildBildBild


und das beste ist, es funktioniert einfach! Die H.Beni wachsen und wachsen, haben ständig dunkle volle Bäuche (erkennt man sogar auf den Fotos), einfach genial! Sehr zufrieden und mir kommt nix anderes mehr ins Haus.

Mittlerweile hab ich auch 2 weitere Kästen gebaut diesmal mit Durchmesser 15cm. Find ich angenehmer und viel größer muss es dann fast nicht mehr sein. Für mich halt ich jetzt fest, das 10-15cm Durchmesser in etwa das perfekte Maß sind.

mfg

Chris
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Herbsti » 19.02.2015 07:17

Ich habe mir auch so ein Teil gebaut, aber bisher kann ich nichts positives berichten. Der Ernstkasten hat auf der Gaze Algen gebildet, durch diese muss mein einzeln geschlüpfter Corydoras Bilineatus gestorben sein. Habe nun gut 100 Eier von den Corydoras Bilineatus direkt am Sprudelstein und hoffe, dass dieses mal mehr schlüpfen. Eine Idee was ich gegen die Algen machen kann? Deckel drauf um Licht zu reduzieren vllt?
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Christian » 19.02.2015 15:13

hi

Also mit Algen im Ernstkasten hab ich gar keine Probleme. Welche Algen waren es denn? Hast du ein Foto?
Weniger Licht kann man auf jeden Fall probieren.

Corydoras ist aktuell eh so eine Sache, wenn die Eier mal nicht verpilzen, dann wachsen sie kaum und sterben oft innerhalb weniger Tage... Das Problem hab nicht nur ich sondern auch viele Kollegen (Namhafte Personen die früher Corys in massen vermehrt haben und wissen wovon sie reden!). Egal welche Kästen/Aufzuchtmethode man verwendet, immer das gleiche. Vermutung geht in Richtung "wer weiß was da alles im Leitungswasser ist" (Stichwort: "Polyphosphate") von Bekannten weiß ich mittlerweile das sie jedes Wasser das sie aus dem Hahn lassen und für Corys verwenden (bei L-Welsen wohl weniger ein Problem) erst mal über Kohle laufen lassen. Auch ich werde mir mal was anschaffen um Frischwasser über Kohle laufen zu lassen, schaden tuts auf jeden Fall nicht. Meine Osmoseanlage ist schon uralt (8 Jahre?), macht zwar immer noch 30µS/cm aber der Kohlefilter wurde nie ersetzt und der ist bestimmt schon total am Ende.

Was ich damit sagen soll, ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die Algen den Corydoras Bilineatus getötet haben, warum auch? Sind ja nur Algen und im Normalfall (gibt bestimmt Ausnamen, Jo wo bist du?) nicht tödlich.

mfg

Chris
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Herbsti » 19.02.2015 19:50

Ich bin halt davon ausgegangen, dass die Wasserzirkulation nicht gegeben ist, weil die Algen es verstopfen. Abfließen tut das Wasser wenn ich ihn hebe. Ich vermute Pinselalgen, bedingt durch viel Sauerstoff und Licht. Eier sind wiklich zu 90% verpilzt. Ich habe die Fische vor gut 2 Jahren mal nachgezogen, da gings relativ gut. Ablaichen tun sie ja eh wie blöd, wenn man kräftig füttert und mal eine Pumpe dazutut um die Strömung zu verstärken... Vllt werd ich sie in einem separaten Behälter zum Schlupf bringen und da ein Mittel gegen Verpilzung dazugeben.
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon eumel6 » 19.02.2015 20:03

Hallo,

Habe nun gut 100 Eier von den Corydoras Bilineatus direkt am Sprudelstein und hoffe, dass dieses mal mehr schlüpfen. Eine Idee was ich gegen die Algen machen kann? Deckel drauf um Licht zu reduzieren vllt?

Ich bin irgendwie Fan einer Beweidung durch PHS.
Sprudelstein - brauchen die soviel Sauerstoff? Meine Baustellen sind Aphyosemion und Fundulopanchax - flache Schalen ohne Sauerstoff. Auch Ansätze von Zebrabärblingen ohne extra Sauerstoff hochgepäppelt.
An eine Schädigung durch Grünalgen glaube ich nicht so richtig.
Bei Schalen spielt die Ammonium/Nitrit eine wichtige Rolle. Dort ist eine Strategie die Bildung eines Biofilms durch tägliche Reinigung zu unterbinden. Inwieweit Biofilm und Nitrifikation auch im Gerdkasten eine wichtige Rolle spielen - für mich vollkommen offen. Auch bei Schalen wird das Problem verschwiegen oder umgangen in Foren - passt ja nicht in die Welt der Nichtigkeit von Wasserwerten.

gruß jo
Zuletzt geändert von eumel6 am 19.02.2015 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Herbsti » 20.02.2015 06:30

flache Schalen ohne Sauerstoff


Die ersten Corydoras hab ich auch in einer Flachen Schale und destilliertem Wasser zum schlüpfen gebracht. Ich habe damals auch einen Zuchtbericht geschrieben, jedoch schaffte er es nie ins Internet ^^
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Re: Der "Ernst Kasten" - Aufzuchtkasten für Welse

Beitragvon Christian » 10.05.2015 08:37

Hallo zusammen

zuerst möchte ich noch ein Video zeigen, wo 2 Ernstkästen Eigenbau von mir im Einsatz sind:





die Kästen tun wirklich einwandfrei ihren Dienst, auch bei der Corydorasaufzucht bin ich damit sehr zufrieden gewesen, kein reinigen nötig, man konnte wirklich stark füttern und die knapp 50 Jungtiere wuchsen bis 1,5cm problemlos heran, ab dann wurde in meinen Augen mehr Platz nötig und sie sind ausgezogen.
Der große Vorteil des "Nichtreinigen müssen" kommt hier gewaltig zum tragen. 1x die Woche kurz den Schlauch rein und die "Kacke" absaugen reicht locker aus obwohl ich mehrmals täglich 2x Welstabs fütter (bei den L-Welsen jetzt, bei den Corys gabs anderes). Die Jungfische stehen im Futter ohne das der Kasten verdreckt. Von Algen an der Gaze kann ich 0 feststellen, nur das Styrodr wird an der Oberfläche grün (Foto am Ende des Beitrages).

Schon seit einiger Zeit bekomme ich bei Facebook mit, das Marcel Breu den Ernstkasten professionell nachbaut. Laserzuschnitt und tolle Qualität. Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen und lies mir einen mitbringen. Um erlich zu sein, ich bekam ein wenig Rabatt weil ich ihn hier jetzt gleich vorstelle. Allerdings werde ich ihn dennoch kritisch begutachten und nicht in den Himmel loben nur weil ich ihn günstiger bekommen habe, Erlichkeit soll schon sein.
Wer so einen Kasten kaufen möchte, darf sich gerne per Facebook an Marcel wenden (oben verlinkt) oder falls kein Facebook vorhanden direkt an mich wenden, dann stell ich den Kontakt her.

Kurz auch zu den "Problem" was anfangs entstand, das Marcel den wirklichen Erfinder, Ernst Schmidt, anfangs nicht genannt hat. Ich saß gestern mit Marcel, Ernst und teilweise auch Robert zusammen beim IG-BSSW Treffen in Fürth. Um es kurz zu machen, Marcel wusste ich es einfach nicht besser und hat gestern Ernst überhaupt das erste mal getroffen. Der Vorschlag den Kasten so zu bauen, kam von Robert. Ich denke wir haben uns hier gut zusammen gefunden und jegliche Probleme sind aus der Welt geschafft, es bleibt dabei das auf jeden Fall die Grundidee vom Ernst stammt und Marcel ihn eben auf Plan von Robert nachgebaut hat. Also seid bitte fair zu Marcel und behauptet nicht irgendwelche verdrehte Tatsachen, das ganze ist in jeder hinsicht geklärt und jeder ist so jetzt zufrieden (es gab wohl auch einige Anrufe bei Ernst in der Art: "Da hat jemand deinen Kasten nachgebaut... blabla" lasst es bitte, muss nicht sein es ist wirklich alles geklärt). Viel mehr möchte ich dazu auch nicht sagen und auf den Kasten eingehen.

So erst mal ein Foto wie er denn aussieht:

Bild
Bild


die ersten Auffälligkeiten waren gleich:
- Sehr professionell gebaut, den Laserzuschnitt merkt man sofort, keine scharfen Kanten alles sehr sauber geschnitten, wirkt wirklich hochwertig.
- Allerdings wirkt er sehr schwer man glaubt fast nicht das er schwimmen kann mit dem kleinen Schwimmkörper
- Er wirkt ansich zu kompliztiert gebaut, wir waren alle der Meinung das es auch einfacher geht und so komplex nicht nötig ist, vielleicht kann man auch eine "Lightversion" bauen und für weniger €€€ anbieten?
- Der Preis von 24.95€ wirkt im ersten Moment viel, nachbauen ist ja bekanntlich deutlich günstiger
- Der Rand oben ist viel zu glatt und zu klein, wenn ein Jungfisch versehentlich am Rand landet, ist der Weg ins große Becken nicht mehr weit. Über den Styrodur ist noch eine Plexiglassplatte die sehr glatt und rutschig ist.
- Zudem kam die Befürchtung auf, dass das Styrodur zu rauh sei und sich schnell Algen bilden, ich kann dazu nur sagen das mein Styrodur glatt ist und auch grün wird.
- Die Gaze ist stramm und gut eingesetzt. Sie ist nicht verklebt sondern verschraubt so das wechseln einfach wäre, die Frage die wir uns alle gestellt haben, muss man sie überhaupt wechseln? Die Mehrheit meinte nein da sie sehr sauber bleibt. Auch meine Kästen hab ich jetzt schon einige Zeit im Einsatz und bisher muss ich sagen, war kein wechsel nötig.

Nicht alle Meinungen kamen von mir, wir haben den Kasten gestern beim Treffen wirklich sehr kritisch begutachtet, u.a. war auch Ernst mit dabei und hat ihn sich genauer angeguckt, sehr überzeugt war er auch nicht, er hat auch einige oben genannte Punkte bemängelt (z.b. Gewicht und Komplexität).

Bild


schonmal gut ist, das sich das Styrodur auf der Höhe verstellen lässt, es sitzt wirklich stramm drauf und verrutscht nicht ja es ist sogar ziemlich schwer es anfangs zu verstellen. Ein Problem sehe ich beim tauschen des Styrodus, selbst wenn ich die Schrauben für die Gaze aufmach, weiß ich nicht ob es runter geht.

Anschließend ging es zum "Schwimmtest" wie oben schon beschrieben war die Befürchtung das er sich kaum selbst trägt, geschweige denn wenn ein bisschen Ton drinnen liegt.

Bild


wie man sieht ist leer noch genug Luft nach oben, er trägt sich selbst einwandfrei.

Bild


und wer jetzt genau hinguckt sieht, das auch eine Tonröhre absolut kein Problem ist. Die Befürchtung er ist zu schwer ist damit locker widerlegt, er trägt sich alleine sowie ein wenig Ton problemlos. Da täuscht das ganze wohl nur ein wenig ;)

Hier sieht man dann im Vergleich meinen Kasten im Einsatz, der qualitative Unterschied ist natürlich deutlich sichtbar ;)

Bild


Das Styrodur ist hier wirklich schon sehr veralgt allerdings kostet 0,5m² von dem Zeug keine 2€ und ich kann es bei meinem Kasten problemlos oben rausschieben und ein frisches drüberschieben. Ob das bei Marcels Kasten geht weiß ich, wie oben gesagt, noch nicht.

Nach der kritischen Begutachtung aller Beteiligten kamen wir zu dem Schluss:

Wer 3 oder 4 Becken rumstehen hat und ab und an mal Jungfische hat, so einen Kasten braucht und vielleicht noch 2 linke Hände hat, kann problemlos zugreifen. Ein wenig auf die glatte Oberfläche oben achtgeben wenn da ein Jungfisch drauf landet kann er leicht ins Becken rutschen und man darf ihn dann suchen. Ansonsten ist der Ernstkasten von Marcel durchaus geeignet. Für Personen die gleich mal 5+X so Kästen brauchen leider etwas (zu) teuer.

Ich werde ihn mal in Einsatz bringen da mein 4. Gelege der L38 auf den Weg ist. Werde dann nochmal ein paar Fotos schießen wo er im Einsatz ist.

mfg

Christian
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