Bodengrund

Pflanzen wachsen nicht? Wurzel geht nicht unter? Hier kannst du dich informieren
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Bodengrund

Beitragvon eumel6 » 19.11.2017 17:07

Als Bodengrund wird von Pflanzenspezialisten eine Körnung von 1-2mm empfohlen und damit wesentlich gröber als der in Foren von einigen Leuten so angepriesene Poolsand unter 1mm.
Ein günstiger Bodengrund von Seiten der Körnung scheint dieser zu sein
https://www.quarzsand-shop.de/filtersan ... -6-mm.html
Vielleicht hat jemand damit schon Erfahrungen oder probiert ihn mal aus.

gruß jo
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Re: Bodengrund

Beitragvon Blaubeerblau1 » 20.11.2017 22:26

Hi,

ich bin nach vielen Experimenten und Versuchen bei ganz feinem Sand hängengeblieben. Quarzsand, gerundet, 0,1 bis 0,3 mm, fast weiß. Die Präferenz der Aquascaper oder Pflanzenspezies geht ja immer mehr hin zu speziellen Bodengrundarten wie z.B. Aquasoil. Meine Erfahrung: im ganz feinen Sand fault nix, Pflanzen wachsen gut, Bodenfische fühlen sich wohl, Mulm bleibt wirklich oben auf liegen. Ich bin auch auch nicht der Freak, der 7oder 10 cm Bodengrundhöhe im Becken haben muss. Für mich gibt es keine Gründe mehr zu wechseln. Gerundet erscheint mir wichtig bei Sand. Da verbackt und verdichtet nichts, auch nach vielen Jahren nicht. Meine Meinung: grober Sand oder feiner Kies, ob nun 0,8mm oder 1-2 mm tun sich nicht viel im laufenden Betrieb eines Aquariums.

Gruß
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Re: Bodengrund

Beitragvon eumel6 » 20.11.2017 22:51

Hi,

ich bin nach vielen Experimenten und Versuchen bei ganz feinem Sand hängengeblieben. Quarzsand, gerundet, 0,1 bis 0,3 mm, fast weiß. Die Präferenz der Aquascaper oder Pflanzenspezies geht ja immer mehr hin zu speziellen Bodengrundarten wie z.B. Aquasoil. Meine Erfahrung: im ganz feinen Sand fault nix, Pflanzen wachsen gut, Bodenfische fühlen sich wohl, Mulm bleibt wirklich oben auf liegen. Ich bin auch auch nicht der Freak, der 7oder 10 cm Bodengrundhöhe im Becken haben muss.

Feiner Sand ist ungünstiger für die Durchströmung des Bodengrundes und die Sauerstoffversorgung. Eine Folge davon ist, dass sich Schwefelwasserstoff bzw Sulfide stärker bilden. Gut zu sehen nach einigen Monaten am Schwarzwerden der unteren Sandschichten. Noch auffälliger durch die Bildung von schwarzen Schichten unter großen Wurzeln infolge Sauerstoffmangels.
In dieser schwarzen Schicht werde "größere" Mengen an Spurenelementen in diesen Sulfiden fixiert. Speziell bei der so angepriesenen Eisendüngung stellt sich für mich die Frage, ob da nicht eigentlich der Bodengrund und nicht die Pflanzen mit Eisen gefüttert wird.
Auf der anderen Seite können die Pflanzen durch Sauerstoffabgabe diese Sulfide wieder löslich machen und für sich erschließen. Da ist aber bei diesem Vorgang feiner Sand wieder hinderlich.
Will zwar keiner so richtig hören, aber im feinen Sand fault es defakto auch. Sichtbar an den schwarzen Stellen.
Ergänzend dazu
https://de.wikipedia.org/wiki/Faulgas

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Re: Bodengrund

Beitragvon Blaubeerblau1 » 21.11.2017 21:43

Hi Jo,

im Lauf meiner Aquaristik habe ich viel gelesen, gehört, gesehen. Ich lass den Anderen ihre Meinung, bin nie missionarisch unterwegs. Jeder soll und muss seine eigenen Erfahrungen machen. Mein Plus: ich hinterfrage Alles und Jeden. Egal was oder wer das ist. Dazu gehört natürlich auch die eigene Praxis. Mit Kies, allerdings in dern Körnung größer als 1 oder 2 mm habe ich ganz nicht so gute Erfahrungen gemacht. Der Sand, den ich verwende, ist gerundet und hat eine enge Streuungsbreite in der Unterschiedlichkeit der Sand- bzw. Korngröße. Dieser Boden ermüdet nicht, er verdichtet sich nicht und trotzdem gelangt kein Mulm zwischen den Sand in die unteren Schichten. Er bleibt oben liegen und lässt sich bequem beim Wasserwechsel absaugen. Offensichtlich erfolgt hier trotzdem ein Austausch im Sand. Selbst Cryptocorynen und Echinodoren, die bekanntlich eine ausgeprägte Wurzelbildung haben, machten in diesem Sand keine Probleme. Seit ich denken kann, gehörte Corydoras immer zu meinen Beckeninsassen. Was glaubst Du, wie die ihren Kopf, fast senkrecht, in den Sand drücken auf der Suche nach Würmern. Und trotzdem habe ich nie Probleme mit Fäulnis oder ähnlichen Phänomenen gehabt. Im Gegenteil, in meinem riesen Kasten (180 x 80 cm Grundfläche) zogen sich nach Jahren die Echinodorus mit ihren Wurzeln fast durch das ganze Becken als ich die herausziehen wollte. Nicht eine Wurzel war schwarz oder faulig. Die Cryptocorynen habe ich ab und zu durch Tonkugeln im Wurzelbereich gedüngt. Nix ist passiert. Und meine Aquarien waren nie fokussiert auf Pflanzen, das war immer genug Fisch drinnen mit entsprechend hohem organischen Eintrag. Quarzsand in dieser geringen Körnergröße bietet den Bakterien eine enorm hohe Besiedlungsfläche. Auch von Aquarianern die Sand empfehlen wird geraten nicht unter 0,5 mm zu gehen. Ich halte mich da an meine Praxis. Zum Pflanzenwachstum. Wenn, dann werden Pflanzen von mir über die Wassersäule gedüngt, das reicht.

Gruß
Dieter
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Re: Bodengrund

Beitragvon eumel6 » 23.11.2017 19:45

Bodengrund ist mehr als ein abendfüllendes Programm. Ich kann im Moment nur ein paar Brocken hinlegen.
Auch von Aquarianern die Sand empfehlen wird geraten nicht unter 0,5 mm zu gehen. Ich halte mich da an meine Praxis. Zum Pflanzenwachstum. Wenn, dann werden Pflanzen von mir über die Wassersäule gedüngt, das reicht.

Als eine der Spitzen des Superhypes auf feinen Sand. Ohne Rücksicht auf Verluste geht es ran an Speck sorry Feinstsand.
https://www.aquariumforum.de/threads/1394474-sand-koernung-01-bis-03mm-farbe-bilder-und-hat-jemand-den-schicker-sand?p=2858794#post2858794


Wie er düngt ist jedem Überlassen. Wenn ich die sogenannten Wurzelzehrer pushen will, dann wird das über einen fetten Bodengrund gemacht.

Etwas zum Sandfaulen bzw, Schwarzwerden
http://www.naturaquaristik-live.de/topi ... t=&page=1&

Und ein bisschen zur Einstimmung
http://www.deters-ing.de/Wasser/Bodengrund.htm

Mit der Aussage
Richtig ist, dass es ab ca. 10mm anoxisch werden kann. Dann kommt es zu mikrobiologischen Abläufen die zu Schwarzfärbungen führen. Das geschieht auch in Naturgewässern. Wohl jeder kennt die schwarzen Zonen, wenn man mal mit dem Spaten in einen Uferboden sticht.
Das ist nicht schädlich und die Pflanzen suchen mit ihren Wurzeln oft diese Zone, weil darin die Nährstoffe in reduzierter Form vorliegen und für sie leichter verfügbar sind. Der Sand selber kann als anorganisches Material übrigens gar nicht faulen.
Es gibt also keinen Grund diese schwazen Zonen als böse anzusehen oder gar zu entfernen. Einfach lassen.
Im Kies "gammelt" es sogar noch mehr, da er größere Poren hat und somit mehr organisches Zeugs in ihn einsickert.

So harmlos wie dargestellt sind die anoxischen Bereiche nicht. In der Natur haben die Pflanzen damnit ganz schön zu tun und auch im Aquarium kann es zu Problemen komm. Vielleicht ist das Deters noch nicht untergekommen - z.B Abfaulen von Vallisnerienwurzeln.

Nächster Punkt - Poolfiltersand
In den Foren wird die Ausführung 0,4-0,8mm als der Poolsand avisiert - wahrscheinlich durch die Verfügbarkeit in den Baumärkten bedingt
z.B. bei Hornbach
https://www.hornbach.de/shop/Filtersand ... tikel.html


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