Blaualgen

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Re: Blaualgen

Beitragvon Blaualge-Flo95 » 07.05.2016 08:12

So ich hab ja vor ungefähr einer Woche alles abgesaugt und seitdem hab ich nichts mehr gesehen..... was meint ihr wenn es wieder kommt sollte ich dann wieder eine dunkelKur machen oder den kompletten Sand abkochen ?
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Re: Blaualgen

Beitragvon Justus » 07.05.2016 16:45

Ich fürchte , ich kann dir da nur mit meinen in der Praxis gemachten Erfahrungen weiter helfen und die sind alles andere als gut. Ich würde tatsächlich den Sand abkochen. Wenn ich Jo richtig verstanden habe hat er wohl theoretische Kenntnisse über die meine in der Praxis gemachte Erfahrungen zum grossen Teil widersprechen. Wenn ich seine im Forum eingestellten Bilder betrachte , so haben sie ihm aber wohl auch nichts genutzt. Außerdem ist es mit Sicherheit nicht richtig , dass die Oscillatoria-Gruppe ca. 20 Blaualgen umfasst . Es sind garantiert mehr als 50. Ich habe aber keine Ahnung davon , welche Blaualgen meist in den Aquarien zu finden sind und wie hartnäckig die einzelnen Algentypen sind. Ja , ich weiss noch nicht einmal , welche Blaualgen sich in meinem Becken herumtreiben . Deshalb wäre ich ja so dankbar gewesen , wenn mir das jemand zuverlässig hätte sagen können. Eine wirklich fundierten Rat wird dir also nur jemand geben können , der weiss welche Blaualgen du hast und wie diese bekämft werden können oder auch nicht. Tut mir leid, mehr weiss ich auch nicht.
Gruss Claus
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Re: Blaualgen

Beitragvon eumel6 » 07.05.2016 17:15

Hallo,

Außerdem ist es mit Sicherheit nicht richtig , dass die Oscillatoria-Gruppe ca. 20 Blaualgen umfasst . Es sind garantiert mehr als 50. Ich habe aber keine Ahnung davon , welche Blaualgen meist in den Aquarien zu finden sind und wie hartnäckig die einzelnen Algentypen sind. Ja , ich weiss noch nicht einmal , welche Blaualgen sich in meinem Becken herumtreiben .

Schön.
Meine Aussage
Ich schätze die Oscillatoria-Gruppe, die zu 95% unsere Blaualgenprobleme macht, auf vielleicht 20 Arten.

Ich schätze die Oscillatoria-Gruppe(Oscillatoria, Lynbya, Phormidium), die in den Aquarien zu 95% unsere Blaualgenprobleme macht, auf vielleicht 20 Arten, die in Aquarien anzutreffen sind.
Woher nehme ich diese Aussage. Ich habe im Zeitraum von ca 4 Jahren von einigen usern Blaualgenproben zugesendet bekommen, diese lichtmikroskopiert und nach Formen(Formen nicht im engeren Sinn eines Bestimmungsschlüssels) für die letzten beiden Jahre gruppiert. Die Ergebnisse waren auf AF. Aufgrund von Restriktionen durch die Administration ist meine Arbeit zerschlagen, teilweise ins Nirwana geschickt worden sowie mir defakto die Urheberschaft meiner Beiträge aberkannt worden - Gast xyz. Einen Teil habe ich dann versucht in ein anderes Forum zu überführen.

gruß jo
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Re: Blaualgen

Beitragvon jsc0852 » 07.05.2016 17:24

Moin,

korrekt, die Oscillatoria-Gattung selber umfasst mehr als 50 Arten. Allerdings sind die von Jo geschätzten ca. 20 auch richtig, denn nur die Betreffen uns als Aquarianer. Ausnahmen wären natürlich, wenn einer sein Becken mit 40 Grad und mehr Wassertemperatur fährt oder eine Brackwasserbecken betreibt oder oder oder. Die Hälfte der Gattung Oscillatoria sind Spezialisten an besondere Umgebungen und daher im Aquarium eigentlich zu vernachlässigen.
Was die ganze Problematik ausmacht, ist erstens die Art und zweitens die Umgebung.
Ich habe gute Erfahrung mit Verdunklungen, mit Posthornschnecken und Blasenschnecken gemacht. Bei meinen Schneckenbuntbarschen hat auch ein großer Wasserwechsel, Zugabe von Meersalz mit gleichzeitiger Absenkung der Temperatur um 3 Grad was gebracht.
Was ich aber für großen Blödsinn halte, ist das Abkochen des Sandes. Wie Du, Claus, schon richtig bemerkt hast, handelt es sich im eigentlichen Sinne um ein Bakterium. Und diese sind leider nicht nur im Sand sondern auch an den Pflanzen, an der Deko, am Silikon und sogar im Glas zu finden. Also müsste ALLES abgekocht werden. Ob das allerdings die Pflanzen oder das Becken mitmachen möchte ich bezweifeln. Ferner hilft es nichts, da die Cyanos sehr beständig und anpassungsfähig sind.
Lass mal ein Blaualgen verseuchtes Becken leeren, schrubbe es mit heißen Wasser, Essig oder was weiß ich. Stelle es dann für 2 Monate weg, Fülle es dann mit Wasser, setze Heizung und Filter ein und lasse es "nackt" laufen. Oh Wunder, nach ca. 5 Tagen Algen, inkl. der Blauen. War mal ein Versuchaufbau im Bio-Unterricht.
Gruß aus dem Norden

Jörn
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Re: Blaualgen

Beitragvon eumel6 » 07.05.2016 19:27

Hallo,

Wenn ich Jo richtig verstanden habe hat er wohl theoretische Kenntnisse über die meine in der Praxis gemachte Erfahrungen zum grossen Teil widersprechen.

Das hast du falsch verstanden und welche praktischen Erfahrungen hast du? Ich habe mich sowohl praktisch als auch theoretisch mit Blaualgen als Laie beschäftigt.
chemische Mittel helfen nicht und das mit dem Verdunkeln klappt meiner Erfahrung nach selbst dann nicht , wenn man mehr als eine Woche das Licht ausschaltet und das Aqurium komplett mit schwarzer Pappe verkleidet.

Ok Kupfersalze - bis zu welcher Konzentration eingesetzt?
Welche weiteren Chemikalien mit welchen Konzentrationen?
Meine praktische Erfahrung ist, dass meine häuslichen Blaualgen 7 Tage Dunkelkur nicht überstanden haben, was von vielen anderen Aquarianern bestätigt wird. Deshalb gibt es auch die Dunkelkuranleitung zB. auf aquamax.de.
In Foren schlägt alle Jubeljahre jemand auf, der das Gegenteil behauptet. Nachvollziehbar war es dann bisher immer nicht!
Vielleicht können wir es mit deinen Algen nachvollziehen. Auch wenn in einer möglichen Konsequenz Bernd Kaufmann seine Algenfibel überarbeiten müsste.
gruß jo

die Oscillatoria-Gattung selber umfasst mehr als 50 Arten. Allerdings sind die von Jo geschätzten ca. 20 auch richtig, denn nur die Betreffen uns als Aquarianer.

Dr. Wagner hat ein paar einheimische Blaualgen veröffentlicht.
O. limosa kaum in Fremdproben enthalten
O. splendida nicht nachgewiesen
O. princeps kein Nachweis (nicht auf der HP gezeigt)
Zuletzt geändert von eumel6 am 07.05.2016 20:02, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Blaualgen

Beitragvon Wolkentreiber » 07.05.2016 19:39

Hallo zusammen
Ansonsten darf die Datei nicht zu groß sein .Ich meine da war was mit 1 gb oder so .
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Re: Blaualgen

Beitragvon jsc0852 » 07.05.2016 19:44

Moin,

ich gebe mal zu bedenken, dass ohne genaue Bestimmung der Art aus der der Gattung Oscillatoria keine genaue "Behandlungsweise" zu empfehlen ist. Wenn die Art bestimmt wurde, wenn deren Lebens- oder Überlebenszyklus ausreichend definiert ist, dann kann man von Erfahrung sprechen. So ist das ganze ein Versuch der Eindämmung, mehr nicht!
Und praktische Erfahrungen mit Blaualgen halten sich leider in Grenzen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Bei der Vielfalt hilft meistens nur probieren und entweder Erfolg oder Misserfolg haben. Zum Glück hatte ich bisher anscheinend die weniger resistenten Arten, im Gegensatz zu Jo.
Aber evtl. kann Claus ja mitteilen, welche Art er mit praktischer Erfahrung bekämpft hat. Das wäre hilfreich für alle und von der Theorie in die Praxis überführ- und überprüfbar.
Gruß aus dem Norden

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Re: Blaualgen

Beitragvon Justus » 07.05.2016 20:55

Zitat : Aber evtl. kann Claus ja mitteilen, welche Art er mit praktischer Erfahrung bekämpft hat.
Das ist doch genau das , was ich nicht kann , ich verheimliche ja garnicht , dass ich keine entsprechende theoretischen Kenntnisse habe. Ich bin Jurist und kein Biologe. Deswegen würde ich die Algen gerne einschicken . Ich weiss nur nicht wie und wohin. Mir ist doch vorgeworfen worden ich würde nur " heisse Luft " verbreiten . Bilder würden nicht gepostet ( kann ich immer noch nicht ) und wenn endlich irgendjemand , vor Allem aber Jo einmal sagen würde , wohin ich wie die Algen schicken sollte , dann tue ich es sofort. Ich frage mich langsam wirklich , wer hier heisse Luft verbreitet. Um auf Jo's Darstellung kurz einzugehen, meine praktische Erfahrung i.S. Aquaium beläuft sich auf knapp 40 Jahre und das Jo mit seinen theoritischen Erwägungen keinen Erfolg hatte, das hat er selbst durch seine Fotos und die Aussage , er sei kurz davor den Sand auszuwechseln, belegt. Selbstverständlich bringt alleiniges Auskochen des Sandes garnichts , wenn die Pflanzen nicht , wie ich das aber schon gesagt habe, entsorgt werden. Für Deko gilt , wenn möglich, ab in die Mikrowelle , ansonsten wegwerfen. Ob das dann bei allen Blaualgen ausreicht sie loszuwerden , das weiss ich nicht. Um ehrlich zu sein , ich bezweifele es. Ach ich sehe gerade , Jörn meint wohl auch , das reicht nicht. Ich bin jetzt wirklich ratlos , wie man diese " Viecher " los wird. Vielleicht mache ich es doch richtig , indem ich mein altes undichtes Becken entsorge und ein neues bestellt habe. :happy: :happy: Aber das kann doch nicht jeder Aquarianer machen der Blaualgen im Becken hat . Ich bin doch insoweit ein Ausnahmefall.
Gruss Claus
Zuletzt geändert von Justus am 07.05.2016 21:36, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Blaualgen

Beitragvon Wolkentreiber » 07.05.2016 21:27

Hallo Zusammen !

Wo ist das Problem alles in die Tonne zu kloppen ? Es bringt mir nix alles auszuprobieren . Neu und fertig. Und manches vllt . ändern. Alles hat ne Ursache.
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Re: Blaualgen

Beitragvon jsc0852 » 08.05.2016 00:26

Moin,

das Problem alles in die Tonne zu kloppen besteht darin, dass viele damit ein monetäres Problem habe. Letztendlich kostet das alles ziemlich viel Geld, was nicht jeder erübrigen kann.
Daher ja auch die Diskussion, wie man Blaualgen bekämpft.
Und die Aussage, alles hat eine Ursache ist zwar prinzipiell richtig, bei Algen bzw. Blaualgen auch mit Fragezeichen zu versehen. Denn irgendwann hat jeder mit "alles neu" angefangen und sich trotzdem Blaualgen eingefangen.
Ob nun über Pflanzen, Wasser, Futter usw., gegen das Bakterium ist man eben nicht 100% abgesichert, wenn man alles neu macht. Resultat ist, die Diskussion beginnt von neuem.
Zuletzt geändert von jsc0852 am 08.05.2016 07:04, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß aus dem Norden

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