160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

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160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon Wen-Astar » 27.01.2018 19:36

EDIT: Was ist das mit dem Antworten=Editieren - Zeugs? Das schmeisst mir meine Bilder ständig durcheinander. Den Ursprungsbeitrag durfte ich aber nicht editieren, weil ich das Maximum an Bildern pro Beitrag schon erreicht hatte!
Also noch mal Aufräumen. I am miffed. /EDIT

Mir wurde am 28.12. unverhofft ein 160l-Aquarium mit zwei Korallenplatys als Besatz vor die Tür gestellt. Ohne die Platys hätte ich das Aquarium erst mal ausgeräumt, gesäubert ..., so musste ich aber immer um die Fische herum arbeiten. Ich habe keine Ersatzbecken oder Ähnliches. Dies ist auch mein erstes Aquarium, und da es meinem achtjährigen Sohn geschenkt wurde, steht es im Kinderzimmer.

Nach dem Aufstellen und Wassernachschub sah das Becken erst mal so aus.
20180102_encore.jpg


Erster großer Eingriff: Mulm raus, tote Biomasse auch raus, Wurzeln abschrubben. Filter grob reinigen. Den Außenfilter habe ich an diesem Tag mit dazu gesetzt, um das Wasser schneller zu klären.
20180104_mulm.jpg


20180104_bearbeitet.jpg



Stand Heute:
Ein bisschen Recherche ergab, dass die Fische aus Mittelamerika stammen, also habe ich mir dazu passend Pflanzen besorgt und eingesetzt. Dazu kommen 4 weitere Korallenplatys und 1 Ancistrus-Wels.
Die Pflanzen habe ich mit jeweils einer Düngekugel an den Wurzeln ins Substrat gesetzt. Ich bin eigentlich mit allen ausser der Lilaeopsis sehr zufrieden.

20180127_encore.jpg


Die Pflanzen im Detail (für Jo, mit der guten Kamera):
20180104_shinersia_rivularis.jpg

20180127_bacopa_amplexicaulis.jpg

20180127_echinodorus_cordifolius.jpg

20180127_lilaeopsis_brasiliensis.jpg

20180127_micranthemum_umbrosum.jpg

20180127_sagittaria_subulata.jpg

20180127_cryptopcoryone.jpg


STAND 28.2.
Ich überlege mir gerade, ob ich noch eine weitere 80cm LED-Leiste mit einem recht vollständigen und rotlastigen Spektrum (oder gleich eine Vollspektrum-Grow-Mischung ohne blau) dazusetze und die ganze Anlage mittels Dimmer auf 80% Leistung runterregele. Damit bekomme ich ein breiter gestreutes Lichtspektrum bei ungefähr gleicher Helligkeit.
Dazu bräuchte ich aber neben der Hardware noch eine geeignete Aquarienabdeckung. Die aktuelle Plastikkrankheit ist mir ja schon ein Dorn im Auge, aber die perfekte Ersatzabdeckung kostet einen Arm und ein Bein. Da bleibt wohl nur selberschnitzen, und dafür bräuchte es genug Zeit. Mit dem wechselhaften Wetter kann ich draußen nicht arbeiten.
Zuletzt geändert von Wen-Astar am 28.01.2018 15:56, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon eumel6 » 28.01.2018 20:49

hi,

ich komme mit den Fotos und den Pflanzen nicht klar. Das ist mir alles zu gelblastig. Extrem beim Eichenblatt auch wenn das panaschiert ist.

gruß jo
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon Wen-Astar » 28.01.2018 22:21

Pflanzenblätter zu gelb und zu hell. Was tun?

Die Pflanzen haben die gleiche Farbgebung, mit der sie mich erreicht haben. Eingepflanzt habe ich alle mit einer Düngerkugel zu den Wurzeln, und das ohne Pflanzkörbe oder das Mineralwollsubstrat.
Über die "Qualität" des Substrats haben wir ja schon diskutiert. Ich bin immer noch der Ansicht, dass das Substrat momentan rein anorganisch gelten kann: Es war kein Nährboden drin, oder der Nährboden wurde in der Zwischenzeit voll aufgezehrt.
Der Froschlöffel sieht für mich gesund aus, er ist gerade dabei, die beim Transport beschädigten Blätter abzubauen. Die drei neuen Blätter sind groß, satt rotbraun und liegen plan an der Wasseroberfläche, die Pflanze schiebt auch neue Blätter nach. Das Eichenblatt hat für meinen Geschmack zu lange Internodien, aber ich beobachte es erst seit zweieinhalb Wochen und habe keine Ahnung von Wasserpflanzen, so...

Ich könnte jetzt auf Verdacht einfach noch einen NPK+Eisen Flüssigdünger zugeben. Ich bin mir ob der Düngekugeln aber nicht sicher, ob das so schlau ist. Die Pflanzen sind jetzt seit zweieinhalb Wochen vor Ort und fangen hoffentlich gerade an, sich richtig von Transport und Wurzelstutzen bei Einpflanzung zu erholen. Ich musste da schon viele Wurzeln kürzen, um die Pflanzen überhaupt aus ihrem Plastikgefängnis zu holen.
So früh nach dem Umsetzen zu düngen ist unter Bonsaianern nicht gern gesehen, das Substrat übersalzt bei solchen Stunts zu leicht, oder der osmotische Druck an den Wurzeln stimmt nicht mehr, und die Feinwurzeln sterben ab. Im Aquarium wird das Problem wahrscheinlich nicht in der Form auftreten, aber trotzdem zögere ich, gleich zur Flasche zu greifen.

Nitrat ist laut Teststreifen gegenwärtig höher als 30 und niedriger als 50mg/l. CO2 könnte ein Problem sein, der Besatz ist sehr gering für die Aquariengröße. Reicht es, da eine Flasche Frankenbrunnen spritzig reinzugießen und zu sehen, was passiert?
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon eumel6 » 28.01.2018 23:27

hi,


ist es wirklich so oder täuscht die cam etwas vor.
Stickstoffmangel würde ich verneinen
Beim Eichenblatt sind die internodien echt zu lang. normale Erklärung zuwenig Licht oder falsches Licht, aber die weißen Triebspitzen sind mir eine zu große Baustelle.
Kannst du mit einer anderen cam Fotos machen, ehe wir sinnlos wegen Farbfehlern bei der cam suchen.

gruß jo
Zuletzt geändert von eumel6 am 29.01.2018 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon Wen-Astar » 29.01.2018 17:36

So, hier mal Bilder aus einer anderen Perspektive: Durch die Wasseroberfläche

Das Eichenblatt:
20180129_164005-907x1612.jpg

20180129_164008-907x1612.jpg

20180129_164543-907x1612.jpg


Und das Fettblatt:
Das sieht für mich schon fahler aus. Die oberen Blätter erscheinen rötlich weiss.
20180129_164302-907x1612.jpg


Der Froschlöffel:
20180129_164034-1612x907.jpg
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon eumel6 » 29.01.2018 18:29

Also beim Fettblatt auf jeden Fall eine Mangelerscheinung.
--> Heimbiotop.de

gruß jo
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon Wen-Astar » 31.01.2018 10:34

Nach eingehender Lektüre dieser Website (die ist toll! Danke!) habe ich mir einen eisenbezonten Kalidünger besorgt, der auch die anderen Spurenelemente abdeckt.
Wahrscheinlich brauchen die Pflanzen mit dem geringen Besatz auf längere Sicht auch Unterstützung in Sachen Stickstoff und Phosphor.

Dazu habe ich eine Grundsatzfrage: Wie wichtig ist der wöchentliche Wasserwechsel in einem gering besetzten Aquarium mit einem überdimensionierten Filter? Unser Leitungswasser ist bis auf GH (vor dem Ionentauscher sind es 24-27°dH) und KH (rangiert zwischen 15 und 22°dH) absolut vorbildlich. Wenn ich also regelmässig den neu entstehenden Mulm und damit das alte Wasser absauge, bleibt ja kaum was organisches drin, das Nitrat und damit Stickstoff ür die Pflanzen liefern könnte.
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon eumel6 » 31.01.2018 18:59

hm - meine Meinung

Stickstoff und wöchentlicher Wasserwechsel
Wenn ich mich nicht irre, hast du Nitrat im Leitungswasser. Ich würde 25% die Woche wechseln und gucken. Vielleicht mal versuchen, messtechnisch zu erfassen, wo der Nitratwert im Aquarium vor dem Wasserwechsel liegt.
Für mich aber im Moment nicht die wichtigste Baustelle

Du hast dich auf ja bereits auf Heimbiotop eingelesen.
Probleme kann es geben,
weil Elemente(Nährstoffe) fehlen
Weil ein Element wie vielleicht Eisen die Aufnahme eines anderen behindert.

Fehlen könnten:
Magnesium
Nicht dass die Hauswasseranlage das Magnesium vorrangig raustauscht oder nimmst du vor der Hauswasseranlage das Wasser ab. Ich würde die nächsten 2-3 Wochen mit Wasser vor der Hauswasseranlage wechseln

Phosphat
mal suchen wie Phophatmangel aussieht - er sollte ins rötlich-weiße gehen


Kalium
? Da als 2.Schritt Phosphat rechnerisch auf ca 0,5mg/l hochgenommen werden sollte einfach entsprechend Kaliumphosphat zdüngen oder Dünger mit Kaliumphosphat einsetzen

Eisen
Eisendüngung wird immer gern empfohlen. Ich habe aber oft das Gefühl, dass Eisen überdüngt wird, sich im Bodengrund anreichert und dann die Aufnahme anderer Elemente behindert.

Wie lange braucht die Bacopa ein neues Blatt zu treiben?

gruß jo
Zuletzt geändert von eumel6 am 31.01.2018 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon Wen-Astar » 31.01.2018 20:25

Die Bacopa werde ich die nächsten Tage mal beobachten und dann berichten. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass sie noch nicht alle ihrer Blätter, die sie bei Lieferung hatte, abgestossen hat.
Welche Eigenschaft interessiert Dich? Wie oft die Bacopa pro Woche neue Blätter produziert, oder wie lang es dauert, bis sich eines voll entwickelt hat?

Meine Stadtwerke importieren das Wasser von ausserhalb, weil die Nitratwerte der örtlichen Brunnen zu hoch sind. Das Importwasser hat nach der Trinkwasseranalyse von letztem Oktober einen Nitratwert von 7mg/l
Meine Schwester gehört zur anderen Wasserzone und bekommt 37 Anteile Nitrat. Die könnte ich natürlich um eine Wasserspende bitten. :D

Magnesium habe ich laut Wasserwerk 50mg/l. Ich glaube, der Ionentauscher (meine Vermieter enthärten auf 9-12°dGH, abhängig von dem, was die Wasserwerke liefern) kratzt den Wert nicht so stark runter. Die Natriumwerte habe ich vor Jahren mal ausgerechnet, und dann geistig unter "voll im Rahmen für Trinkwasser" abgelegt und vergessen.

Bisher habe ich einfach unser "normales" Leitungswasser nach der Enthärtung für das Becken herangezogen, nicht zuletzt, weil die mitübernommenen Fische unsere Kalkbrühe sicher nicht gewohnt sind. Auch steht in diversen Tabellen geschrieben, dass auch Platys eine Wasserhärte von 27°dH nicht schätzen.

Aber die Diskussion hier sagt mir schon, dass ich um eine vollständige Wasseranalyse nicht herumkomme, weil mein Fall ein bisschen speziell ist. Also machen wie ein guter Landwirt: Bodensonde schiessen, Genossenschaft fragen und mit der perfekten Düngemischung passgenau die Lücken schliessen.

Ha, und mir hat man gesagt, Aquarien seien ganz einfach ...

Zum Dünger: Nachdem Kalium als, sagen wir, Katalysator in Pflanzen fungiert, schien mir Kalium+Eisen+restliche Mikronährstoffe als Panikkauf sinnvoll. In Sachen der Makronährstoffe habe ich bisher nur die Teststreifenergebnisse für Nitrit (unter Nachweisbarkeitsgrenze) und Nitrat (gestern höher als 30, niedriger als 50, heute unter 25). Es kann natürlich sein, dass ich den Streifentests eher früher als später den Stiefel geben sollte, aber Phosphat steht schon dank Ausschlussverfahren auf meiner Einkaufsliste. Es ist zu schade, dass ich nicht einfach Spülmaschinentabs ins Wasser schmeissen kann, dann wäre Phosphat sofort geregelt. :P

Ich nehme morgen mal eine Wasserprobe und lass die analysieren. Dann gehe ich nochmal einkaufen.

Aquarien kann jedes Kind! Jawoll! :lobster:
Zuletzt geändert von Wen-Astar am 31.01.2018 20:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: 160l übernommenes Aquarium: Mittelamerika

Beitragvon eumel6 » 01.02.2018 20:50

Es fällt mir gerade auf.
Du hast auch noch Wasserlinsen drin. Und die sehen fürchterlich weiß aus - so etwas habe ich noch nicht gesehen.
Sie haben aber den Vorteil, dass bei ihnen Düngergaben binnen kürzester Zeit anschlagen - also unter einer Woche!
Beobachte sie bitte und dokumentiere.

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